Sonntag, 19. Februar 2012

Lästiger - aber wichtiger - Workflow

Wie ich vermehrt fotografiere und warum sich das wieder ändern muss

Seitdem ich mein iPhone 4S habe, fotografiere ich mehr damit, oft auch direkt in der Instagram app und nehme manchmal die große Fuji FinePix gar nicht erst mit. Nicht, dass ich nicht gerne mit ihr fotografiere. Was ich lästig finde ist die Verarbeitung der Fotos. Es sind eben zahlreiche und zeitaufwändige Schritte notwendig, ehe ich die Fotos vom Apparat heruntergeladen habe, diese verarbeitet habe und dann anschließend hoch laden kann. Zum Vergleich der jeweilige Workflow:

Digitalkamera mit SD-Karte:

1. Mit der Digitalkamera fotografieren
2. Zuhause angekommen die externe Festplatte anwerfen
3. iPhoto starten
4. Fotoapparat mittels USB Kabel anschließen
5. Warten, bis iPhoto erkennt, welche Fotos noch nicht importiert wurden
6. Noch warten, es dauert nämlich ziemlich lange, wenn die SD Karte voll ist und man vorherige Fotos nicht gelöscht hat
7. Fotos für den Import auswählen
8. warten, während iPhoto die Fotos importiert
9. Verbindung trennen und Digitalkamera trennen
10. Fotos in iPhoto bearbeiten
11. aus iPhoto oder mit flickr uploader zu Flickr hoch laden
12. dabei oder im Web bei Flickr taggen etc.
13. Aus Flickr zu Twitter posten oder
14. per Link in Facebook manuell einbetten
15. Fertig.

iPhone:

1. Mit der Foto-App fotografieren, oder gleich in Instagram fotografieren
2. in Instagram bearbeiten mit Filter, Tilt-Shift etc.
3. beim Hochladen zu Instagram gleich entscheiden, ob das Foto auch bei flickr, Facebook oder Twitter gepostet werden soll.
4. Fertig.

Sicherlich, die Instagram Fotos haben eine andere „Qualität“ als die herkömmlichen Bilder und das quadratische Format ist für viele Leute auf Dauer vielleicht Gewöhnungsbedürftig. Die so veröffentlichten Bilder sind jedoch meist aktueller. Ausserdem lebt der „Community-Effekt“, der bei Flickr in den letzten Jahren mehr und mehr verloren zu gehen scheint, bei Instagram wieder auf. Viel öfter wird bei Instagram mal auf „gefällt mir“ gedrückt und sogar mal ein kurzer Kommentar hinterlassen. Es wirkt mehr wie ein soziales Netzwerk: Ich sehe, was meine Freunde (solche, die „nur“ im Netz gute Freunde sind, aber auch IRL - in real life - Freunde, die halt auch bei Instagram sind) so machen, wo sie gerade sind.

Was durch diese Verhaltensänderung etwas zu kurz kommt, ist das Fotografieren der Kinder. Nicht, dass ich das nicht mehr täte. Aber Bilder der Kinder poste ich nur selten in soziale Netzwerke und wenn, dann mit Bedacht. Damit die Kinder (und wir!) später auf viele Bilder ihrer Kindheit zurück blicken können, muss ich also wieder öfter auch zur herkömmlichen Digitalkamera greifen. Und vielleicht rechtfertigt das auch irgendwann mal wieder zu einem schnelleren Mac mit einer größeren Festplatte… Naja. Externe Festplatten habe ich ja noch genug. Ich muss sie - und iPhoto - halt mal wieder anwerfen. Und die SD-Karte ausleeren… O je. Welch Fleissarbeit.

Wer genauer hinschaut, kann diese Verhaltensänderung in meinem Flickr Photostream beobachten.

Foto: Sonnenuntergang hinter Zeilitzheim (mit dem iPhone aus Instagram fotografiert)

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Donnerstag, 16. Februar 2012

Kulturprogramm 2012 im Schloss

Das beliebte "Krimidinner" am 3. März ist der Auftakt der Saison im Schloss. Der Titel "Hochzeit in Schwarz" lässt erwarten, dass während eines Vier-Gänge-Menüs atemberaubende Dinge geschehen.

Fröhlich, bunt und frühlingshaft geht es beim Ostermarkt am 18. März zu. Ausgewähltes Kunsthandwerk und ein großer Büchermarkt, reichlich Kaffee und Kuchen in dem zum "Schlosscafé" umgestalteten Jagdsaal und andere Genüsse im Innenhof für Augen, Ohren und Geschmacksnerven verjüngen das alte Schloss. Die "Blumenkinder" läuten um 14 Uhr den Frühling ein. Musikalische Darbietungen an allen Ecken und Enden: Heiter die drei Musiker, die Musik aus sieben Jahrhunderten und sieben Ländern auf 17 Instrumenten darbieten, letztere auf einem Bollerwagen verfrachtet, den sie durch das Schloss-Areal ziehen. An alte und folkloristische Musik anknüpfend der Dreigesang des Astheimer Karthäuser-Trios, für junges Publikum die Rottendorfer Jugend-Bigband Sixpack",  die die Besucher des Schlosscafés unterhält.

Das Bayreuther Opern- und Operetten-Ensemble besucht das Schloss am Samstag, 31. März und entführt das Publikum in die weite Welt von Oper und Operette. Arien aus Mozart- und Verdi-Opern und solche aus den Operetten "Die lustigen Weiber von Windsor" und dem "Zigeunerbaron" erklingen im Jagdsaal.

Am Mittwoch, 25. April veranstalten die Frauenbeauftragten der Dekanate Schweinfurt, Kitzingen und Castell einen Vortrag über zwei mutige Frauen der Renaissance: Argula von Grumbach und Olympia Fulvia Morata. Argula von Grumbach war Schlossherrin in Zeilitzheim und trat beherzt für die Ziele der Reformation ein. An Olympia Fulvia Morata, eine in Italien geborene und in Schweinfurt ansässig gewordene Humanistin erinnert in Schweinfurt ein Gymnasium, das ihren Namen trägt.

Ein großer Schwenk führt in die 20er und 30er Jahre des 20. Jahrhunderts nach Berlin, wo Marlene Dietrich, Friedrich Holländer und Margo Lion in den berühmten musikalischen Revuen auftraten. Der Sänger und Pianist, Ulrich Raue, zusammen mit Roswitha Dasch, Violine und Gesang, nennen ihren Auftritt am Freitag, 11. Mai eine "Revuette" mit dem Titel "Es liegt was in der Luft".

"Hebräische Melodie" heißt das Konzert jüdischer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts. Zwei Erste Geiger der Bamberger Symphoniker, Eva Sohni-Wengoborski und Manfred Wengoborski zusammen mit dem Pianisten Theodore Ganger gastieren am Sonntag, 17. Juni im Schloss. Der Schirmherr dieses Konzerts ist der Vorsitzende der Israelitischen Gemeinde Würzburg und Unterfranken, Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster.

"Goethe und die Gitarre" könnte man das nächste Konzert im Schloss nennen. Heike Matthiesen, Gitarristin aus Goethes Geburtsstadt Frankfurt, spielt am Freitag, 7. September Solowerke für Gitarre aus Goethes Frankfurter Zeit. Marianne von Willemer, die Adressatin und Mit-Dichterin des "West-Östlichen Divans kommt dabei zu Wort und Gehör.

"Emma" ist eine heitere Theaterversion, eine Komödie frei nach Jane Austens berühmtem Roman über die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Es spielt das Tournee Theater Stuttgart am Samstag, 20. Oktober.

Am Samstag, 17. November musiziert das K.u.K. Klavierquintett Bad Königshofen Werke von Gustav Mahler, W.A. Mozart und drei neuere Komponisten: Herbert Baumann, Hans Franke und Elke Tober-Vogt. Letztere, in Schweinfurt lebend, wird anwesend sein. Sie hat dieses Konzert als Benefizkonzert dem Förderkreis Schloss Zeilitzheim gespendet. Dieser als gemeinnützig anerkannte Verein unterstützt die kulturellen Veranstaltungen im Schloss und seine Restaurierung.

Die letzte Veranstaltung des Jahres ist der Weihnachtsmarkt mit Büchermarkt am 25. November. Ähnlich wie beim Ostermarkt sind die Säle des Schlosses für Aussteller hochwertigen Kunsthandwerkes belegt.

Den meisten kulturellen Veranstaltungen folgt ein Abendessen, das an das Thema des Abends angelehnt ist und zu dem die Künstler oft noch selbst anwesend sind. Zum optionalen Abendessen ist Anmeldung erforderlich.

Übersicht der Veranstaltungen: http://barockschloss.de/Jahrespr.htm

Ihre Marina von Halem

Sonntag, 5. Februar 2012

Veränderung ist die einzige Konstante

Schlossblog wird sich (etwas) verändern

Das erste Jahr des Schlossblogs, der im "jugendlichen Leichtsinn" oder mangels besserer Alternativen 2006 bei Live Spaces entstand (ein Windows Produkt; ich schaudere noch immer, wenn ich daran denke), ist verschollen. Warum? Windows Live Spaces hat - nicht ohne Ankündigung, immerhin - seinen Ausflug in die Blogszene abgebrochen. 2007 fing ich ohnehin schon an meine Artikel über eine Apple gehostete .mac Seite zu veröffentlichen. Im April 2008 wechselte ich dann zu Google's Blogger. Dort ist das Schlossblog auch bis heute geblieben. 772 Blogartikel habe ich auf dieser Plattform inzwischen veröffentlicht, die (Momentaufnahme) 51.582 Seitenaufrufe erzielt haben. Das ist ziemlich viel (zumindest gemessen an meinen diversen anderen Blogprojekten). Und nun ist es vielleicht mal wieder an der Zeit etwas zu verändern.

Wer hier und da zwischen den Zeilen gelesen hat oder bei den geschlosseneren Netzwerken einfach aufmerksam mitgelesen hat weiß, dass sich auch betrieblich mal wieder etwas ändert bei mir. Ein Geschäftszweig wird voraussichtlich im Laufe des Jahres hinzu kommen. Dies erfordert auch eine neue, geschlossene Darstellung nach aussen. Ich will das zum Anlass nehmen auch den Internetauftritt endlich zu überholen. Ein Blog wird es natürlich nach wie vor geben, aber das Schlossblog wird - unter Hinzunahme des neuen Betätigungsfeldes - dadurch zielgerichteter sein an das, was im Schloss und seinem Wirkungskreis geschieht. Und dieses neue Blog soll dann direkt in den Auftritt barockschloss.de integriert sein (wie es sich eben auch gehört).

Was passiert mit diesem Blog hier? Ich denke es bleibt bestehen, wenn auch der Name sich ändern sollte. Es ist ohnehin immer mehr zu einem privateren Blogprojekt geworden, das bisherige Schlossblog. Ich schreibe ja nicht nur über das Schloss und touristisch relevante Beiträge für Gäste unserer Region, sondern zunehmend auch über meine Hobbies (zum Beispiel Vorträge anderswo) und Beobachtungen zu Gesellschaft, Politik und Medien. Das werde ich auch weiterhin tun. Dies wird jedoch nun etwas stärker abgegrenzt vom Geschehen im Schloss und seinem wachsenden Wirkungsfeld geschehen. Was nicht heißt, dass man dann nicht beides lesen darf…

Soviel zu den Plänen. Noch ist es ja nicht so weit. Aber planen und strukturieren gehört zu meinem Naturell. Daher die Warnung. ;-)

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