Mittwoch, 28. Dezember 2011

Kleine Welt - Nicht nur in Zeilitzheim

Six Degrees of Separation

Neulich, während ich einige Tage im Krankenhaus verbrachte und die Tage und Nächte sich unterbrochen nur durch Schlaf, Besuche durch die Familie und den Meldungen meiner Facebook- und Twitter-Freunde glasig ineinander woben, wurde mir etwas klar. Und das ist für sich gesehen schon eine berichterstattungswürdige Meldung.

Klar wurde mir durch die vielen virtuellen Gespräche mit Leuten, die ich teilweise nur und zum größten Teil zumindest zuerst über das Netz kennen lernte, wie eng wir doch alle miteinander verbunden sind, vor allem natürlich regional. Vor einigen Wochen vernahm ich die Meldung, dass das "Kleine-Welt Phänomen" oder "Jeder kennt jeden Gesetz".... der Grundsatz "Six Degrees of Separation" aufgrund der immer stärker werdenden Vernetzung inzwischen korrigiert werden muss.

In den 60er Jahren hatte der Psychologe Stanley Milgram eine Hypothese aufgestellt "nach der jeder Mensch (sozialer Akteur) auf der Welt mit jedem anderen über eine überraschend kurze Kette von Bekanntschaftsbeziehungen verbunden ist." (Quelle: Wikipedia). Der damals für die USA von Milgram experimentell ermittelte Faktor von rund 6 durchschnittlichen Pfadlängen bzw. Zwischenverbindungen zwischen den Menschen, muss ja bei stärker vernetzte Systeme oder Teilgruppen ja noch viel geringer sein.

So gibt es - eher als Scherz - die Bacon-Zahl bzw. das Bacon-Orakel, mittels dem die Verbindungen von amerikanischen Schauspielern miteinander gemessen werden basierend auf der Tatsache, ob sie schon mal mit Kevin Bacon zusammen in einem Film spielten. Der Durchschnitt soll laut mashable hier basierend auf Daten der Filme-Datenbank IMDB bei rund 3 liegen (d.h. ein Hollywoodschauspieler hat aufgrund seines Auftretens zusammen mit anderen Schauspielern im Schnitt 3 Verbindungen bzw. Sprünge zu Kevin Bacon).

Das "Jeder kennt jeden Gesetz" wurde 2008 bei Spiegel Online ganz schön beschrieben. Jetzt gibt es eine neue Studie, die Facebook in Zusammenarbeit mit der Mailänder Uni durchführte. Und (Überraschung!): Bezogen auf das Netzwerk Facebook sollen wir statt der berühmten "six degrees of separation" nur noch zwischen rund 4 und 5 "Grade an Entfernung" zu anderen Nutzern haben. Das Ergebnis dieser Studien veröffentlichte Facebook am 22. November 2011. Ein wenig darüber nachdenken konnte ich erst während meines Krankenhausaufenthaltes kurz vor Weihnachten.

Wenn also zwischen mir und jedem beliebigen anderen Facebooknutzer nur 4-5 andere Nutzer (also meine Freunde, deren Freunde etc.) dazwischen liegen, wie viel direkter müssen diese Verbindungen auf regionaler Ebene sein? Vor allem werden diese ja erst durch dieses Netz, in dem ich sehen kann wer zumindest die direkten Freunde meiner Freunde sind, überhaupt erst sichtbar. Das bezieht sich natürlich nicht nur auf Facebook, sondern auf die Gesamtheit aller on- und offline Beziehungen. Je mehr ich ein wenig tiefer grabe, desto öfter werden mir immer engere Verbindungen zu anderen bewusst. Freunde von mir haben Freunde, mit denen ich entweder privat oder geschäftlich auch schon mal zu tun hatte und das ganz ohne das Wissen des jeweils anderen.

Mein Anästhesist erzählte mir zum Beispiel kurz bevor er mich mittels Rückenmarksvollnarkose vorübergehend ins Nirvana beförderte, er habe nun schon fast die ganze Familie auf dem Tisch liegen gehabt (was bei seinem Beruf und seiner Stellung in einem Kleinstadtkrankenhaus natürlich über Generationen gesehen zu erwarten ist). Er hatte aber auch schöne Geschichten meiner 1997 verstorbenen Großmutter zu erzählen, was uns sofort in Erinnerung und Solidarität verband. Und dann: Eine meiner Krankenschwestern ist die Mutter einer der ehemaligen Erzieherinnen im Kindergarten unserer Töchter. Und manche der Damen, die in diesem Krankenhaus putzen, haben auch schon bei uns im Schloss gearbeitet. Jeder kennt jeden, irgendwie.

Und wenn ich analysiere, wie sich die Twitter- und Facebookfreunde, die ich ja teilweise schon als Gäste im Schloss oder auf Konferenzen und Barcamps persönlich kennen lernen konnte, wiederum untereinander durch teilweise ganz andere Tätigkeiten kennen, wird das alles sehr spannend. Die Welt ist - mit zunehmender Vernetzung - wirklich ein Dorf. Zum einen treten wir oft auch in Kontakt mit Leuten, die wir früher einmal kannten und jahrelang aus den Augen verloren hatten. Gut: Bei denen stellen wir oft fest, dass sie sich im Wesen nicht verändert haben (und wir selbst schon erst gar nicht) und wir heute noch immer so inkompatibel sind wie damals. Aber bei manchen Leuten sollen alte Flammen ja auch wieder lodern, nachdem sie nach Jahrzehnten wieder ihre Jugendliebe bei Facebook oder einem anderen dieser online Netzwerke wieder fanden. David Kirkpatrick weist in seinem Buch "The Facebook Effect" eher scherzhaft darauf hin, dass solche Leute auch "Retrosexuals" genannt werden. Okay. Ich fand das lustig. Und damit ist wohl auch etwas anderes gemeint. Egal. Ihr wisst, was ich damit sagen will. Nicht, dass es beim Netzwerken immer um Sex oder Liebe gehen muss. Wenn das so wäre, bekäme ich von meiner Frau auch Internetverbot. Zu Recht.

Also. Wo waren wir? Ach ja. Wir sind alle miteinander verbunden und diese Verbindungen werden durch soziale online Netzwerke immer leichter sichtbar und der Kontakt zu einander immer leichter möglich. Ich habe jedenfalls durch Facebook den Kontakt zu dem damals erst zwei Jahre alten Sohn meiner Mitbewohnerin in Colorado Springs, während ich dort studierte, bekommen. Er besuchte uns im Juli 2010 mit seiner damaligen Freundin hier in Zeilitzheim (ich bloggte damals kurz darüber in einem meiner anderen Blogs). Zu beiden habe ich noch immer sehr guten Kontakt und diese Verbindung bereichert mein Leben.

Vor allem die Direktheit, mit der wir uns mit anderen Menschen inzwischen vernetzen können imponiert mir. Mit bislang völlig unbekannten Leuten können wir Kontakt aufnehmen und manchmal innerhalb kürzester Zeit spannende Dialoge führen. Ein kurzes "ich bin ein Freund Deines Freundes xyz" hilft beim Einstieg in solche Diskussionen. Schade finde ich wiederum, wie der Kontakt zu alten Freunden, die sich gar nicht online bewegen, sich verschlechtert. Ja, sicherlich. Das liegt an mir. Ich könnte hier den ersten Schritt machen. Aber da hilft es doch zumindest, wenn man schon ganz grob weiß, was den anderen zur Zeit so umtreibt. Das stärkt die schwachen Bindungen. Aber da waren wir ja schon mal.

Was wollte ich also mit dem ganzen Text hier eigentlich sagen? Keine Ahnung. Pflegt Eure Netzwerke vielleicht. Auch die, die gerade nicht online sind. Aber nutzt gerade die online Netzwerke als Quell der Inspiration. Denn nie war es einfacher Verbindungen zu erkennen und diese als Grundlage für einen wertvollen Diskurs zu nutzen.

Foto: Granatapfel, schön schichtig und vernetzt.

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Dienstag, 27. Dezember 2011

Zeit zur Zäsur

Der Rückblick 2011

Ende des Jahres. Zeit zur Zäsur. Rückblick, Ausblick, gute Vorsätze. Okay, die guten Vorsätze lasse ich mal weg. Will mich ja schließlich nicht auch noch nächstes Jahr daran messen lassen müssen. Also nur ein Rückblick. Damit ich nicht wieder alles vergesse und die Jahre meiner Blütezeit nur so vor sich hin ziehen und gedanklich ineinander verschmelzen. Es gilt also nun Höhepunkte der vergangenen zwölf Monate aufzuzählen. Oder zu suchen. Was waren noch einmal die Höhepunkte? Vielleicht sollte ich im eigenen Blog nachlesen…

Wenn schon keine Höhepunkte, dann zumindest Neuerungen. Was habe ich 2011 gemacht, was ich zuvor noch nicht, oder bedeutend weniger gemacht habe? Nun ja, da waren zum Beispiel die zahlreichen Vorträge, die ich vor allem in Sachen "soziale Netzwerke und Medien in diesem Internet Dings" gehalten habe. Im Januar: Neben dem Besuch der Barcamps wie dem Innovationcamp im Bayerischen Wald und dem Tourismuscamp in Eichstätt waren dies zum Beispiel der WebMontag in Würzburg. Im Februar nahm ich an einer Podiumsdiskussion mit dem Bayerischen Staatsminister des Inneren, Joachim Hermann, in Schweinfurt teil. Besonders bewegt haben mich (wegen der längeren Vorbereitung) die Präsentationen auf dem Hotel-Online-Kongress in Wiesbaden im April und auf der main.IT Messe für Kommunikation im Juli in Eibelstadt, auf der Sascha Lobo die Keynote hielt. Im Herbst gab sich das dann so langsam mit den öffentlichen Auftritten nach einer Präsentation/Diskussion mit HotelierskollegInnen beim Tourismusbesprechungsraum in Salzburg und dem Internet-Abend in Erlangen, wo ich über Online-Bewertungsportale sprach.

Ein "speaking engagement" aus dem Vorjahr mündete im Mai 2011 in der Veröffentlichung eines Buches über Social Media im Kulturmanagement, dem ich ein Kapitel spendieren durfte. Ansonsten geht es mit meinem eigenen Buch nur schleppend voran, was mich nicht sonderlich stört, weil ich nicht weniger schreibe, sondern nur für verschiedene und zunehmende Projekte in die Tasten haue. Auch liebäugele ich zunehmend mit dem Format des eBook für die Veröffentlichung von Texten. Also macht es nichts, wenn in diesem Bereich noch nichts so richtig fertig ist, bis ich auch die Werkzeuge und Systeme so richtig auf der Reihe habe. Nur für ein totes Medium zu "produzieren" fänd' ich dann nämlich doch ein wenig traurig.

Natürlich ist unser Podcast schweinfurtundso.de, zu dem Florian Kohl mich angestiftet hat, eine wesentliche Neuerung des Jahres 2011. Gut; gegründet haben wir diesen schon im November 2010 und die erste Probeaufnahme gab es Anfang Dezember 2010. Die erste "richtige" Folge mit Gast im Studio zeichneten wir jedoch am 26. Januar 2011 mit Heiko Kuschel auf. Aus dem monatlich geplanten Podcast wurde ein nahezu wöchentlicher. Es macht einfach zu viel Spaß, um vier Wochen zwischen den Folgen zu warten…

Im Bereich der kulturellen Veranstaltungen im Schloss hat sich bestätigt, dass weniger oft mehr ist. Gegen "innerbetriebliche Widerstände" habe ich eine Reduzierung der Anzahl an Veranstaltungen durchsetzen (oder erflehen) können. Belohnt wurde dies mit nahezu gleichen Besucherzahlen insgesamt. Zwei Veranstaltungen mussten leider krankheitsbedingt kurzfristig abgesagt werden, was der Statistik im Ganzen jedoch auch nicht schadete. Beim Zeilitzheimer Sommer (alle zwei Jahre) bin ich mir noch nicht sicher, ob es wirklich eines Kulturwochenendes mit besonderem "Branding" bedarf. Aber es scheint zu gefallen. Und solange es gefällt… why not.

Meinem Feldzug gegen Aktionismus und Vereinsinflation kam ein neues Schlachtfeld hinzu: Zum Jahresende sind wir aus dem Hotel- und Gaststättenverband ausgetreten. Zu verkrustet und eingeschlafen, innovationsfremd erscheinen mir die Wege hier inzwischen. Eine Reform "von innen" ist mir nicht gelungen und wo es auch nicht gewünscht wird, sehe ich keinen Anlass zu übersteigertem Einsatz.

Große Unterstützung und viele gute Ideen bekam ich dagegen von meinen Netzwerken, die sich zunehmend online bewegen und finden. Schön war in diesem Zusammenhang auch das Twitter Picnic im Schloss im April.

Auch in Sachen Restaurierung ging es im Schloss wieder voran. Mit großzügiger Unterstützung des Schloss-Förderkreises wurde im Sommer die Treppenumwandung des Hauptportals neu verfugt, nachdem ein Mähdrescher den (ohnehin schon unansehnlichen Verputz) beschädigt hatte. Im November kamen dann Sandsteinarbeiten im Arkadenhof des Schlosses hinzu, die ebenfalls vom Förderkreis großzügig bezuschusst wurden. Den Mitgliedern und Spendern ein herzliches Dankeschön! Dem Innenhof bescherten wir im Frühjahr eine frische Ladung Mainkies, den Kati und ich über Tage verteilten. Ebenfalls in Eigenregie haben wir in diesem Jahr das Schneiden der Buchsbaumhecken im Schlossgarten bewältigt. Darüber konnten vor allem die Twitter-Follower und Facebook-Freunde wochenlang lesen. Es hat aber auch Spaß gemacht und verschaffte mir (neben Rückenschmerzen) über mehrere Wochen fast täglich mehrstündige Betätigung abseits des Büros und die Möglichkeit ganz ungeniert ganz viele Podcasts und Hörbücher zu hören.

Mit den Kindern verreisten wir in diesem Jahr für eine Woche mit Freunden und noch einmal für eine Woche nach Ungarn, der zweiten Heimat unserer Töchter (und ersten Heimat von Kati). Tochter Katharina stellten wir noch ein Jahr von der Einschulung zurück, was sich schon jetzt als sehr vorteilhaft für sie erweist. Sie wächst in Selbstvertrauen in ihren Aufgaben und genießt es wohl auch nun das älteste Kind im Kindergarten zu sein. Jetzt genießen wir den Besuch meiner Schwestern und Nichten, die uns als ganz besonderes Weihnachtsgeschenk durch ihre Behütung unserer Kinder am 25.12. bereiteten: Wir gingen zum ersten Mal seit vielen Jahren zusammen mit Freunden auf ein Konzert. So kann es gerne 2012 weiter gehen. Wir sind in Fahrt...

So gesehen gab es doch zahlreiche Höhepunkte. Es waren vor allem die persönlicheren Erlebnisse mit Familie und Freunden.

Foto: Kurz vor dem Weihnachtsessen mit der Familie im Schloss.

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Montag, 26. Dezember 2011

Käferbohnen Teil 2

Im Oktober war ich ja in Österreich, wo ich in Salzburg eine Woche lang bei ncm.at arbeitete und meine Schwester Sibylle in Klagenfurt besuchte. Mein Wochenrückblick damals betitelte ich "wo die Käferbohnen wohnen". Schön, dass Sibylle mir nun aus Kärnten steirische Käferbohnen mit nach Zeilitzheim brachte!

Ach ja: An einem kurzen Jahresrückblick, dem obligatorischen, arbeite ich auch noch.

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Dienstag, 20. Dezember 2011

Deutschland liegt zurück

Prof. Peter Kruse zur Macht der Netze

Unten ein kurzes Video, gefunden über Facebook und Google+ bei Stefan Niemeyer, der das Video wiederum bei Mirko Lange fand, der es wiederum bei Ragnar Heil fand, der es wiederum bei Stefanie Probst fand, die es wiederum bei OnlineAktivisten fand. Diese hatten den Ausschnitt von BundestagTV am 13.12.11 auf ihren YouTube Kanal hoch geladen und bei Facebook verlinkt. Das "Parlamentsfernsehen" gibt es in der Videothek des Deutschen Bundestags. In einem Kommentar zum Video bei YouTube schreibt YouTube Nutzer mahrko86: "Wieso steht nicht dabei, dass es sich um eine Aufnahme vom 5. Juli 2010 handelt?". Damit half er mir sehr bei der Suche nach dem Ursprungsvideo mit dem Titel "Deutschland liegt zurück". Es handelt sich um eine Anhörung der Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft", ein Film von fast 4 Stunden Länge.

Wie so oft, erlangt ein dreiminütiges Video sehr viel schneller und leichter eine virale Verbreitung, als ein dreistündiges. Eingebettet habe ich den kurzen Ausschnitt von den OnlineAktivisten. Natürlich empfehle ich auch sich die Gesamtfassung zu zu führen. Wer nicht gerade in der Gemeinde Kolitzheim wohnt, verfügt vielleicht auch über die nötige Bandbreite dazu. Leider trifft nämlich das Fazit der Enquete-Kommission vom 5. Juli 2010 wohl heute noch gleichermaßen zu: Deutschland liegt zurück.

Ein kurzes Zitat von Prof. Peter Kruse: "Wir können uns schlichtweg nicht leisten uns nicht zu verändern". Ich sage: Amen!

Montag, 19. Dezember 2011

Ja, ich wurde am Hintern operiert

Ein Krankenhausaufenthalt

Warnung: Der folgende Artikel befasst sich teilweise mit medizinischen Details persönlicher Natur und enthält Links zu explizitem medizinischem Content. Wer sich weder für Persönliches von mir noch für laienhafte Schilderungen medizinischer Vorgänge interessiert, sollte JETZT aufhören zu lesen.


Also gut. Für alle die, die jetzt noch dabei sind: Ich teile meine jüngsten Erfahrungen eines operativen Eingriffs - nicht aus exhibitionistischen Gründen, sondern weil es eben auch ganz einfach zum Leben dazu gehört. Und weil die Erfahrung mich zum Nachdenken über tiefer gehende Dinge veranlasste. Aber nicht zu tief, keine Angst.

Sehr gerne höre ich wöchentlich den Podcast "This Week in Google". Dort geht es nicht nur um Google, sondern um Cloud Computing im Allgemeinen und letztlich auch wie sich Veränderungen in der Netzwelt auf unsere Gesellschaft und unser Denken auswirken. Einer der drei ständigen Gastgeber des Videopodcasts (ich höre meist jedoch die Audiofassung, sehe gelegentlich live per Streaming) ist der New Yorker Journalismusprofessor Jeff Jarvis, dessen Bücher "What Would Google Do?" und "Public Parts" ich gelesen habe. Um gerade diese Auseinandsetzung mit dem Thema "Öffentlichkeit" geht es mir auch hier in diesem Beitrag. Ich beschäftige mich ja nun schon eine Weile mit dem Thema Privatsphäre, genauer genommen: Welchen Vorteil haben wir als Individuen und als Gemeinschaft von Öffentlichkeit. Ich unterscheide dabei meist zwischen den Begriffen "privat" und "persönlich" und plädiere dafür ruhig auch über Persönliches online zu sprechen, Privates jedoch möglichst nicht nach außen zu kehren. Hier geht es jedoch um ein medizinisches Thema. Ist das von der Natur her privat und nicht mehr nur persönlich? Welchen Vor- oder Nachteil hat es öffentlich darüber zu sprechen?

Was privat ist und privat bleiben soll, muss natürlich jeder für sich entscheiden. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist ein großes Anliegen von Jeff Jarvis, der in Deutschland damit meist auf Widerstand stößt. Denn gerade Deutschland, wo man sich ein "Verpixelungsrecht" in der Öffentlichkeit erstritt, nennt er immer wieder als Beispiel eines Landes, das Probleme mit dem Thema Öffentlichkeit hat (über seinen Begriff des "German Paradox" ist schon viel geschrieben worden, sogar ein wenig in meinem eigenen Blog. Seine Artikel mit dem Stichwort "Germany" finden sich hier).

Mit großer Bewunderung nahm ich Jarvis' Geschichte über seine Prostatakrebserkrankung zur Kenntnis. Er hatte berichtet, wie sehr es ihm damals half auch in der Öffentlichkeit über dieses persönliche medizinische Problem zu reden, welch Dialog daraus entstand. Es ist das Paradebeispiel dafür, wie Öffentlichkeit (publicness) in einer solchen, sonst eher privaten Angelegenheit nicht nur der Person, die es erlebt, sondern auch anderen Menschen helfen kann. In seinem Blogartikel vom 10. August 2009 sprach Jarvis erstmals von seinem Krebs. Berühmt wurde vor allem sein "Penis Post" in dem er am 16. Oktober 2009 über die Folgen seiner Prostatakrebsbehandlung schrieb und viel Respekt dafür bekam. In den Kommentaren seines Artikeln erzählten andere Menschen von ihren Erfahrungen. All das brach eine Lanze für die Prostatakrebsvorsorge. Wer noch mehr von Jarvis zum Thema lesen möchte, lese hier: http://www.buzzmachine.com/tag/prostate/

Bei meiner kürzlichen medizinischen Erfahrung ging es um nichts auch nur annähernd Dramatisches wie bei Jeff Jarvis. Dennoch zögerte ich zuerst darüber etwas zu schreiben, obwohl mir sein Paradebeispiel immer ein Vorbild ist. Vielleicht, weil es darum ging, dass ich mir einen eitrigen Abszess, der vielleicht schon eine Fistel gebildet hatte, am Gesäß operativ entfernen lassen musste. Das wirkt im ersten Moment peinlich. Wer redet schon gerne über seinen Hintern. Was werden andere von mir denken, dass ich da etwas hatte, was raus operiert werden müsste? Würden die anderen, denen ich sagte "mir wurde eine etwa faustgroße Abszess aus dem Gesäß entfernt" das googlen, die scheußlichen Fotos solcher Dinger finden und sich fortan angewidert von mir abwenden?

Doch je mehr ich mir selbst klar wurde, dass es a) ein ganz normaler medizinischer Vorgang ist, b) es jedem passieren könnte (jeder hat schließlich einen Hintern und so ein eingeschlossener Abszess ist nichts Seltenes) und c) mir das Vorbild von Jeff Jarvis mit seiner viel gravierenderen Erkrankung mit deutlich unangenehmeren Folgen vorschwebte, desto klarer wurde mir auch, dass es auch ehrlicher und besser wäre einfach die Wahrheit zu sagen. Ausserdem hatte ich quasi noch während des Aufwachens getwittert "Von Vollnarkose aufgewacht und draußen stürmts" und auch den Tropf als Instagram Foto hinterher getwittert, an dem ich hing. Da könnte man ja sonst auch auf schlimmere Ideen kommen, wenn man irgendwo hört oder liest, ich sei unter Vollnarkose operiert worden, nur nicht weiß warum.

Es ist also jetzt raus, also sowohl das, was in meinem Körper wuchs und anfing mich von innen zu vergiften (der Bluttest in der Klinik wies am Freitag eine erhöhte Zahl von Leukozyten auf, was auf einen sich über die Blutbahn verbreitenden Infekt hinwies und die Ärzte zu sofortiger Operation veranlasste als auch die letztlich unspektakuläre Nachricht darüber. Zum Glück hatte ich Freitag nur eine Nudelsuppe gegessen. Denn eigentlich soll man für eine solche Vollnarkose ja vollkommen nüchtern sein.

Nach den oben genannten, unspezifizierten Meldungen über Twitter kamen natürlich gleich besorgte Rückmeldungen, so dass ich gleich ein wenig relativierte: "Danke für eure tweets. Alles halb so wild. Habe ja euch dabei. Wenn ich wieder daheim bin aus Krankenhaus blogge ich darüber" und hinterher schob: "Euch allen danke für die guten Wünsche! War ein (überraschender) chirurgischer Eingriff aber ich fühle mich wohl. Morgen o. Überm. Zuhause."

Auch das im Podcast so wichtige Thema Gurken, durfte im Krankenhauszimmer nicht fehlen: Foto "Wichtige Behandlungsmittel"

Bei Facebook, wo ich die Meldungen allerdings nur in "bestimmten Kreisen" veröffentlichte, war die Resonanz groß. Ich danke hiermit allen herzlich für die Anteilnahme, die guten Wünsche und die humorvolle Art, mit der Ihr meine lockereren Tweets und Posts zum Thema kommentiert habt. Im allerbesten Stil des Netzes hat Andreas Pfeifer mein Foto meiner thrombosebestrümften Beine zu einem Cartoon verwandelt und mich sehr zum Lachen gebracht:

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Überhaupt waren meine Freunde Dank sozialer Netzwerke quasi immer mit dabei, so dass mir in meinem Krankenhauseinzelzimmer niemals langweilig wurde. Überhaupt war mein online "social graph" viel besser informiert als so manch Bekannter, der sich eben nicht in den Weltnetzen bewegt.

Fazit

Mir haben diese 3-4 Tage in der Abgeschiedenheit gezeigt, wie viel Halt einem seine Netze geben können. Freunde aus dem Netz, von denen ich ohnehin schon einige im "realen Leben" kennen und schätzen gelernt habe, nahmen Anteil an dem was mir passierte und unterstützten mich. Aber auch die Kommentare und Tweets derer, die ich noch nicht so gut online kannte machten mir Freude und ich habe das Gefühl, dass diese die Freundschaften ein wenig vertieften. In Sekundenschnelle aktivierte sich so mein Netz an Unterstützern, die mir - vor allem in der etwas unsicheren Zeit nach dem ersten Erwachen aus der Vollnarkose - Halt gaben.

Jeff Jarvis' Ehrlichkeit über seine Erkrankung, deren Behandlung und Nebenwirkungen führten in nicht wenigen Fällen dazu, das andere sich untersuchen, oder endlich behandeln ließen. Soweit will ich mit meinem Allerweltsabszess im Hintern natürlich nicht gehen. Was von dem Vorfall medizinisch für mich übrig geblieben ist: Alle paar Stunden wechsele ich die Kompresse am Gesäß und einmal täglich muss ich zum Hausarzt, der die innere Kompresse (die Drainage) in der Operationswunde austauscht. Das ganze soll nämlich langsam drainieren und heilen. Ich weiß selbst noch nicht wie lang das noch dauert. Schmerzen habe ich jedenfalls nicht (außer wenn die innere Kompresse ausgetauscht wird). Ich laufe nur ein wenig komisch mit so einem dicken Verband in der Unterhose. Mein Fazit bzw. Empfehlung für andere: Wenn Ihr einen Buckel unter der Haut habt, besonders, wenn dieser an potentiell unangenehmer Stelle tief unter der Haut sitzt, geht zum Arzt. Auch wenn er von alleine nicht weh tut und man nach aussen hin nichts sieht. Ein solcher Abszess kann sich sonst durch die Blutbahn auf den Rest des Körpers ausbreiten und verheerende Folgen haben. Und ein Buckel am Gesäß ist nichts Peinliches. Jeder hat einen Hintern und gerade medizinisch geschultes Fachpersonal ist es wurscht, ob wir etwas am Hintern haben. Die haben schon viel, viel Schlimmeres gesehen….

Was meinen Sie? Bin ich mit diesem Beitrag über meine Fistel zu weit gegangen? Wenn ja: Warum haben Sie dann trotzdem nach dem ersten Absatz ("Warnung") weiter gelesen? Welche Meinungen haben Sie zum Thema?

Nach Hippokrates: „Ubi pus, ibi evacua.“ - „Wo Eiter ist, dort entleere ihn.“ (aus dem oben verlinkten Wikipedia Artikel zum Abszess).

Sonntag, 18. Dezember 2011

Papierhaufen

Zeitungserfahrung im Krankenhaus

Ich verbringe unfreiwillig ein paar Tage im Krankenhaus (wer tut das schon freiwillig). Nichts Schlimmes; morgen werde ich wieder entlassen und ich werde im Blog noch berichten.

Jedenfalls hatte ich hier im Krankenhaus viel Zeit. So konnte ich auch die Zeitungen lesen, die mir meine Familie mit brachten. Von Kati bekam ich den aktuellen Spiegel und von meiner Mutter die FAZ und Die Zeit.

Ich habe mich bemüht die Haufen an Papier auch zu lesen. Beim Spiegel ist mir das einigermaßen gelungen. Bei den Zeitungen nicht so ganz. Ich fand diese (ich bin das eben nicht mehr gewohnt) vom Format her viel zu groß und unpraktisch und hatte ständig Angst mein rein weißes Krankenhausbett mit Druckerschwärze zu besudeln. Und dann diese kleine, nicht skalierbare Schrift ohne Hintergrundbeleuchtung... anstrengend. Zu den Artikeln fehlten mir Kommentare anderer Leser und die Möglichkeit des Dialogs mit ihnen und bei so manchem Begriff hätte ich mir einen Link zu einem Wikipediaartikel oder einem Video mit Hintergrundinformationen gewünscht. Auch fehlten meist Informationen und Bilder der jeweiligen Autoren. Wer sind die Menschen, die das schrieben? Wo finde ich ihre Blogs?

Jetzt habe ich fast ein schlechtes Gewissen einen solchen großen Teil des Papierhaufens ungelesen zu lassen. Und wegen der Unordnung, die dieser in meinem Krankenhauszimmer angerichtet hat. Ich begebe mich jedenfalls auf den Weg ins Bad, um mir die Druckerschwärze von den Fingern zu waschen. Und lese am iPad weiter.

Update 19.12.11: Ich bin inzwischen wieder zuhause und reiche ein Foto des Papierhaufens nach:

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Mittwoch, 14. Dezember 2011

Fränkischer Hasenpfeffer

Suchbegriffe, die ins Schloss Zeilitzheim führten

Nach dem Auftakt im März, Mai und Juli folgt nun der 4. Teil der Artikelserie "Suchbegriffe, die ins Schloss Zeilitzheim führten". Ob die Menschen im Winter nach anderen Dingen suchen? Teilweise ja. So war die Suche nach unserem Weihnachtsmarkt natürlich ganz oft mit verschiedenen Keywords mit dabei. Hier aber nun die lustigeren oder zumindest ausgefallerenen Suchbegriffe, die zu uns ins Schloss führten:

90. geburtstag, vormittags stehempfang der gäste

Ja, das ist eine hervorragende Idee. Man muss aber nicht warten, bis man 90 Jahre alt ist, um im Schloss zu feiern.

adresse doris geißler dingolshausen

Ich empfehle für solche Suchen ja das Telefonbuch. Aber Frau Geißler hat in der Tat mal ein gemeinnütziges Projekt im Schloss vorgestellt.

brettspiel kind motive würfel

Ein Brettspiel zum Schloss gibt es ja. Hier die Eckdaten: http://www.barockschloss.de/spiel.html

bücherflohmarkt bayreuth

Nicht ganz. Es gibt zwei mal im Jahr einen schönen Büchermarkt bei uns. Aber Bayreuth ist doch noch ein Eckchen entfernt.

discobus geburtstagsfeiern bei schweinfurt

Nein, nicht ganz.

facebook verantwortlich im sinne des telemediengesetzes

Das will ich hoffen!

fränkischer hasenpfeffer

… das ist ein uriges fränkisches Gericht, das es früher oft im Gasthaus gegenüber gab. Doch nicht jeder ist ein Freund der herzhaften Blutsoße.

gruselgeschicht im schloss

Ich find's ja gruselig, wenn wir wieder mal eine Heizölrechnung bekommen. Ansonsten ist es recht friedlich bei uns.

historei schloss zeilitzheim

Es gibt schon einiges an Historei bei uns. Dass dieser eher altertümliche Suchbegriff verwendet wurde, deutet darauf hin, dass es etwas mit den "living history" Gruppen zu tun haben könnte.

hotels in der nähe von enzklösterle

Hab's selber mal gegeooglet, das Enzklösterle. Sehr schön! Es handelt sich aber um einen Kurort im Schwarzwald und somit nicht ganz in unserer Nähe.

kati von richthofen

Unsere Kati heißt von Halem. Aber meine Mutter, Marina von Halem, ist eine geborene von Richthofen.

schlo' zeilityheim

Ja, sowas passiert, wenn man auf einer auf Englisch eingestellten Tastatur sucht.

seejungfrau mit zwei schwänzen

Die gibt es bei uns tatsächlich. Man schaue hier: http://www.flickr.com/photos/barockschloss/4928961028/

unsere danksagung ans schloss

Vielen Dank noch mal für die Danksagung!

wein+schloss franken

Das ist ja auch eine perfekte Kombination!

Bisherige Artikel dieser Serie:

März 2011: http://zeilitzheim.blogspot.com/2011/03/lustige-suchbegriffe-die-zum-schloss.html

Mai 2011: http://zeilitzheim.blogspot.com/2011/05/umwege-die-ins-schloss-gefuhrt-haben.html

Juli 2011: http://zeilitzheim.blogspot.com/2011/07/kleinstes-schloss-in-nordbayern.html

Dienstag, 13. Dezember 2011

Vom Husumer Hochlandrind zum Gurkencast

Einjähriges Jubiläum des Lokalradios Schweinfurtundso

Ein Jahr ist sie nun also her, unsere erste Sendung von schweinfurtundso.de, der podcast, den ich - inzwischen fast wöchentlich - mit Florian Kohl zusammen mache. Er hatte mich auch dazu angestiftet mit zu machen. Gut, dass er sich um die technischen Details kümmerte. Ein ganzes Jahr machen wir nun also schon das "Lokalradio für Schweinfurt (und so)" im Internet. Auf Abruf. Das heißt, dass alle unsere Folgen, von der ersten zaghaften, bis zu den Auswüchsen (Stichwort: Gurkenwassertastings) noch immer angehört werden können. Aber auch die Klassiker mit wirklich interessanten Gästen. Hier also die Liste der Folgen aus dem ersten Sendungsjahr:

Die "Nullnummer" in der wir die Technik testen http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-00

Missionar im Auslandseinsatz: Citykirchenpfarrer Heiko Kuschel war als erster Gast bei uns im revista Küchenstudio http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-01-missionar-im-auslandseinsatz

Aus Liebe zum Mikrofon: Thorsten Wozniak, Musiker, Stadrat, Pressesprecher des Landratsamtes ist zu Gast. Wir sprachen über sein Leben als Vegetarier, die Lebensaufgabe die "Villa Wozniak" zu restaurieren, Musik… http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-02-aus-liebe-zum-mikrofon

Als Gast Daheim: Sabine und Ernst Böhm vom Mundartswirtshaus Äs Madenhäusle servierten uns Kasplootz und erzählten vom Wirtsdasein und der unterfränkischen Mundart. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-04-als-gast-daheim

One on one: Floh und ich podcasten ohne Studiogast und müssen uns an dieses Format noch ein wenig gewöhnen. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-05-%E2%80%93-one-on-one

Unsere erste Livesendung: Wir senden live und zeichnen über Skype auf, was - zumindest auf der Zeilitzheimer Seite - nicht sonderlich zur Tonqualität beiträgt. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-06-%E2%80%93-unsere-erste-livesendung

kulturello.de: Über Skype sind uns Gerrit van Aaken und Susanna Khoury zugeschaltet. Gerrit hat die Web-App für das regionale Kulturmagazin Leporello erstellt (Susanna ist die Redakteurin). http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-07-%E2%80%93-kulturello-de

Planlos in Schweinfurt: Wir podcasten konzeptlos aus der revistaküche und verraten so manche Geheimnisse aus unserer jeweiligen Vergangenheit. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-08-%E2%80%93-planlos-in-schweinfurt

Stadtrat mit militärischen Ehren: Der Schweinfurter Stadtrat und JU Vorsitzende Oliver Schulte erzählt uns seine Pläne für Schweinfurts Zukunft, seine Zeit im Bundespräsidialamt und über seine Nutzung von Social Media. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-09-%E2%80%93-stadtrat-mit-militarischen-ehren

Mischen impossible: Wir weihen das neue Behringer Mischpult ein und unterhalten uns u.a. über Briefkastenverstopfer. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-10-mischen-impossible

Mit offenen Augen durch die Welt: Olaf Mauer von der Johanniter-Unfallhilfe spricht mit uns über das Ehrenamt und die Auswirkungen des Wegfalls der Wehrpflicht. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-11-%E2%80%93-mit-offenen-augen-durch-die-welt

Auf eine nette Art subversiv: Simone Ludwig-Speth erzählt uns von ihrem interessanten Hobby, dem Knit-Bombing. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-12-auf-eine-nette-art-subversiv

Vegetarier sind oft allein: Per Skype sprechen wir mit Martina Werb, die mit der Agenda21 Gruppe Schweinfurt den “vegetarischen Donnerstag” und die “Veganmania” organisiert. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-13-vegetarier-sind-oft-allein

Wir podcasten auf der iWelt AG main.IT Messe. Diese Folge besteht aus 5 einzelnen Sendungen. Die erste: http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-14a-gerrit-und-christian-crashen-den-podcast

Karl Grey im Kaminzimmer: Floh ist zum podcasten mal bei mir im Schloss zu Gast. Da stehen allerlei Themen an… http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-15-%E2%80%93-karl-grey-im-kaminzimmer

Drügglesdüchli und Krautspudel: Maria Shipley ist zum Podcasten im Kaminzimmer des Schlosses zu Gast. Wir beschlossen gleich, dass Maria wieder kommen muss, ähm, darf. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-16-%E2%80%93-drugglesduchli-und-krautspudel

Die Hamburg Zeilitzheim Connection: Wieder einmal ein Podcast per Skype, denn Floh sitzt in Hamburg. Fisch und so. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-17-die-hamburg-zeilitzheim-connection

Husumer Hochlandrind: Flohs Hamburgreise wirkt noch ein wenig nach. Wir podcasten aus der Revistaküche. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-18-husumer-hochlandrind

Literatur Literatur: Die Exilschweinfurterin Dr. Margit Appleton erzählt uns etwas über unterfränkische Autoren. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-19-%E2%80%93-literatur-literatur

Auf den Bühnen Europas und der Welt: Der Singer/Songwriter Markus Rill ist in der Revistaküche zu Gast und hat sogar seine Gitarre mitgebracht. Und seine tolle Reibeisenstimme, natürlich. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-20-%E2%80%93-auf-den-buhnen-europas-und-der-welt

Verwirrend bis abartig: Wir unterhalten uns über das Barockschloss in der Weltpresse und das verflixte Internet. http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-ausgabe-21-verwirrend-bis-abartig

Die Stadt hat's verdient: Der Schweinfurter Peter Hofmann erzählt uns von seinen lokalpatriotischen Projekten. http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-%E2%80%93-ausgabe-22-%E2%80%93-die-stadt-hats-verdient

Zuverlässig zum Absturz gebracht: Floh hat interessante Ideen. Ich sage nur: "Hier äh Dings!" http://schweinfurtundso.de/schweinfurt-und-so-ausgabe-23-zuverlassig-zum-absturz-gebracht

Senore Matze Rossi: Der Schweinfurter Musiker Matze Rossi (Matthias Nürnberger) ist zu Gast und erzählt über die Musik und Sozialpädagogik. http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-ausgabe-24-senore-matze-rossi

Live aus der Revistaküche: Wir senden live und spielen "wer bin ich". Die Fangemeinde wächst und gibt online live Feedback. http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-ausgabe-25-live-aus-der-revista-kuche

Warum wieso weshalb macht's Spaß was fällt Dir auf? Heiko Kunkel aka @Olschok der Modeblogger ist in der Revistaküche zu Gast. http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-folge-27-heiko-kunkel-olschok-warum-wieso-weshalb-macht%E2%80%99s-spas-was-fallt-dir-auf

Bonusmaterial: Wir senden das Vor- und Nachgeplänkel der Livesendung mit Heiko Kunkel (also alles, was zwar live zu hören war, es aber nicht in den Podcast geschafft hatte). http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-folge-27-bonusmaterial

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt: Der legendäre "Gurkencast". http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-folge-28-fur-das-leibliche-wohl-ist-bestens-gesorgt

Live mit Patrick Breitenbach: Wir freunden uns mehr und mehr mit dem Live-Format an und da kommt uns der alte Hase Patrick Breitenbach gerade recht… http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-folge-29-live-mit-patrick-breitenbach

Schweinfurt sucht seine Weinprinzessin: Wieder mal eine Folge in mehreren Teilen. Wir haben 5 der 6 Kandidatinnen für das AMt der Schweinfurter Weinprinzessin in der Revistaküche zu Gast. Die Pilotfolge dazu: http://schweinfurtundso.de/schweinfurtundso-folge-30-schweinfurt-sucht-seine-weinprinzessin

Floh, der immer so tut als sei er "late adopter", hat seit gestern (neben zahlreichen weiteren Blogs) unter floriankohl.de ein eigenes Blog und hat sich dort auch dem einjährigen Jubiläum gewidmet. http://floriankohl.de/post/14165037555/wie-das-wundert-dich

Weiteres "behind the scenes" Material gibt es hier bei storify und bei flickr.

Künftige Folgen kann man sich Dank modernster Technologie (RSS Feeds und Podcatcher wie iTunes) bei Erscheinen auf den eigenen Rechner und/oder MP3 Player laden lassen. Hier zum Beispiel der Podcast bei iTunes: http://itunes.apple.com/de/podcast/id408837608

Dienstag, 6. Dezember 2011

Ihr braucht gar nicht erst anrufen!

Telefonanlage defekt

Ausgerechnet heute (jemand ganz besonderes feiert heute nämlich einen runden Geburtstag - und es ist nicht der Nikolaus!) ging etwas mit der Telefonanlage schief. Alle eingehenden Anrufe auf verschiedene Nummern werden von der Anlage auf die Faxnummer umgeleitet. Ich habe das Faxgerät daher von der Anlage getrennt, um Anrufern das widerliche Fiepsen im Ohr zu ersparen. Es bedeutet jedoch, dass bei uns niemand abhebt bzw. das virtuelle Klingeln des Telefons in der Anlage nicht hört. Morgen Vormittag kommt aber fachkundige Hilfe, um die Anlage mittels serieller Schnittstelle aus zu lesen (ja, so etwas gibt es noch… die Anlage ist ja auch schon 13 Jahre alt). Falls sie nicht repariert werden kann, wird sie ersetzt und bei der Gelegenheit die "Architektur" der Verkabelung überdacht (es hat sich im Hause ja in 13 Jahren auch einiges verändert; das Büro ist ja nun zusammen mit der Rezeption im Erdgeschoss, aber das Faxgerät steht noch oben). Vielleicht ist es eine gute Gelegenheit mal ordentlich durch zu "kehren" und vielleicht auch dieses altertümliche Faxgerät ab zu schaffen.

Also: Nicht verzagen. Wir sind nach wie vor erreichbar, allerdings (noch) nicht telefonisch, sondern - wie gehabt - per E-Mail (und andere Online-Kanäle). Den entscheidenden Kontakt, der mir seinen Mitarbeiter zur Prüfung der Telefonanlage schickt, habe ich zum Beispiel vorhin über Facebook erreicht. Und wer auf das gesprochene Wort nicht verzichten kann, möge bitte ausdrücklich um telefonischen Ruckruf bitten.

Nachtrag 8.12.11: Wir sind wieder telefonisch erreichbar. Das Team von K&K Software (Gerolzhofen) hat heute die neue TK-Anlage installiert. Vielen Dank für die kompetente Beratung und die professionelle Arbeit!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Besuch von flickr Nutzer Andreas Hendrik

Schloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, Franken fencesSchloss Zeilitzheim, Franken, KastanienSchloss Zeilitzheim, Franken, Kastanien
Schloss Zeilitzheim, Franken, Lavendel/LavenderSchloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, Franken
Schloss Zeilitzheim, FrankenSchloss Zeilitzheim, Franken

Besuch Andreas Hendrik, a gallery on Flickr.

Eindrücke aus dem Schloss und Dorf vom 24. und 25. September 2011.

Samstag, 3. Dezember 2011

Papierfrau auf Reisen

Das Schloss im Eselsohr-Blog


Es ist immer wieder schön, wenn Gäste, die bei uns im Schloss übernachtet haben, darüber bloggen, Fotos machen etc. Kürzlich war Familie Kammerl aus Weißenburg bei uns zu Gast. Frau Kammerl ist Kunsthandwerkerin, die als "Papierfrau" allerlei aus Papier fertigt und restauriert. Sie war Ausstellerin beim Weihnachtsmarkt im nahe gelegenen Volkach und hatte sich das Schloss als "Stützpunkt" für den Besuch in Franken ausgesucht. Ein Besuch im Weingut mit Verkostung des Mößleinschen Whisky war natürlich auch auf dem Programm für Zeilitzheim. Ihre Eindrücke vom Schloss und Weingut finden sich im "Eselsohr" Blogeintrag vom 1.12.2011.


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