Mittwoch, 27. April 2011

storify - jetzt für alle!

Seit Oktober 2010 teste ich in der "privaten Betaversion" das vor allem bei Journalisten beliebte Kurationswerkzeug storify.com. Vorgestern ging dieses in die "public beta", kann also nun von allen interessierten Menschen getestet werden.

Was ist storify?


Mit diesem online-Werkzeug lassen sich Web-Inhalte schnell in einen Geschichtenstrang ziehen und kommentieren. Vor allem können auch social media Inhalte wie Twitter tweets oder Facebookeinträge (sofern öffentlich) eingebettet werden und so auch der "buzz" um eine Geschichte herum festgehalten werden. Das Ganze lässt sich dann leicht in einem eigenen Blog oder Website einbetten

Meine Erfahrungen mit storify habe ich unter anderem auf dem KnowledgeCamp in Passau, dem Tourismuscamp in Eichstätt und dem Webmontag in Würzburg vorgestellt. Einige Beispiele im Schlossblog eingebetteter storify Geschichten sind in folgenden Beiträgen zu finden:

Ein putziges und nützliches Relikt (Blogartikel vom 23. April 2011 über die Zeilitzheimer Dofsprechanlage)

Balladenabend im Schloss (Blogartikel vom 9. März 2011 zu einem bevorstehenden Konzert - das aber leider wieder abgesagt werden musste)

Konzert im Schloss am 5. März 2011 (Blogartikel vom 4. März 2011)

Büchermarkt in Zeilitzheim (Blogartikel vom 3. Februar 2011)

Tourismuscamp in Eichstätt (Blogartikel vom 21, Januar 2011)

Juglans regia (Blogartikel vom 18. Oktober 2010 zur Walnuss)

Allerley Kurzweil (Blogartikel vom 16. Oktober 2010 über ein Konzert im Schloss)

Heute Quittenernte (Blogartikel vom 13. Oktober 2010, meine bislang beliebteste storify Geschichte)

storify (Blogartikel vom 7. Oktober 2010 über die Herbstzeit)

Nicht jede storify Geschichte, die ich erstelle, eignet sich zwingend auch für das Schlossblog. Wer nachlesen möchte, was ich noch so alles mit diesem Werkzeug anstelle, kann dies auch direkt bei storify tun.

Wer nutzt dieses Werkzeug noch? Welche Geschichten habt Ihr damit erstellt? Wie findet Ihr das Werkzeug?


Mittwoch, 20. April 2011

Wanderung im Paradies

Mit Gabi Bergauer auf dem Quittenlehrpfad unterwegs


Gabi Bergauer aus Astheim lernte ich vor einigen Jahren kennen, als ich noch den Redaktionssitzungen der Zeitschrift MainZeit beiwohnen durfte. Wir besprachen regelmäßig die bevorstehenden Themen des Tourismus- und Freizeitmagazins der Volkacher Mainschleife. Ich vertrat dort in erster Linie die Anliegen der Mainschleifenorte der Gemeinde Kolitzheim bzw. das war der Sinn hinter meiner Anwesenheit. Natürlich ging es mir - wie den anderen Redaktionsmitgliedern auch - um ein harmonisches Ganzes. Gabi ist eine der wichtigsten beitragenden Autorinnen. Als Gästeführerin an der Mainschleife bringt sie seit über fünfzehn Jahren Besuchern unserer Region die Gegend näher. Im Jahre 2008 veröffentlichte sie dann den passenden Reiseführer für die Region: "Die Volkacher Mainschleife und ihr reizvolles Umland".

Über Facebook kamen Gabi und ich wieder in Kontakt. Wir tauschten uns aus zu technischen Tipps zu Social Media und so kamen wir wieder ins Gespräch. Vor allem erfreue ich mich aber an ihren Beiträgen auf der Facebookseite zum Reiseführer, die Lust machen die von ihr vorgeschlagenen Touren zu erleben. Um uns mal wieder auszutauschen verabredeten wir uns für Dienstagnachmittag. Aber nicht etwa einfach nur so zum Tee. Nein: Wenn schon mit einer erfahrenen Gästeführerin unterwegs, dann wandernd.

Vereinbarter Treffpunkt: Astheim, am Startpunkt des Quittenlehrpfads. Vereinbarte Kleidung: Festes Schuhwerk und lange Hosen (falls die Zecken auch unterwegs sein sollten). Ich habe mir einen Buschhut aufgesetzt, da die Sonne kräftig auf uns herab schien. Wir marschierten los, zuerst zügig sportlich, fanden dann aber einen gemächlicheren Rhythmus.

Quittenlehrpfad. Klingt akademisch. Wer aber schon meine kleine Geschichte über die Quittenernte des vergangenen Jahres gelesen hat weiß, dass das Wort "Quitte" genug Anreiz für mich ist, mich sogar auf einen Lehrpfad zu begeben. Und neben der sachkundigen und sehr netten Begleitung von Gabi gibt es noch einen weiteren, guten Grund dies genau jetzt zu tun: Die Quittenbäume blühen in voller Pracht! Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich weit die Quittenblüte ist. Während schon manch Sorte abgeblüht ist und andere in voller Blütenpracht stehen, steht manchen noch die Blüte bevor. Kein Wunder: Über 200 verschiedene Quittensorten soll es geben. Wie viele davon wohl an der Mainschleife wachsen?

Wir liefen am Hang oberhalb des Maines entlang, der Blick immer wieder über das Maintal schweifend, wo sich Lastschiffe auf und ab schieben und mit ihren blauen und weißen Aufbauten zwischendurch immer wieder ungewohnte, sich bewegende Farben in die grün-gelbe Landschaft fräsen. Das Vogelgezwitscher ist zu dieser Zeit besonders intensiv. Da wird wohl fleissig umeinander geworben. Oder die Vögel freuen sich - wie wir - einfach nur über das warme Wetter mit kühler Brise. Einen Specht hörten wir auch, konnten ihn aber nicht ausfindig machen. Zwischen den Obstbaumreihen hier und da Bienenstöcke und an den Quittenfrüchten eifriges Gesummse.

Gabi führte mich auch an die Astheimer Rangedälli (Rangenteile) an denen ihre Großeltern einen Weinberg hatten. Im Buch erzählt sie von "Omas Rolle rückwärts": Eine Anekdote einer Traktorfahrt mit Folgen. Es sind auch diese familiären Anekdoten, die diesen Reiseführer so lesenswert machen. Das Prädikat "besonders wertvoll" bekommen von mir auch Gabis Hinweise zur Nachhaltigkeit im Buch. So schreibt sie davon, die Leser mit auf ihren Lieblingsweg zu nehmen und wünscht sich, dass diese das Paradies nicht gefährden, indem sie sich zum Beispiel tütenweise an den Früchten des Paradieses bereichern. Sie denkt dabei auch an die Bauern, die diese Obsthänge pflegen und davon leben.

Einer dieser Obstbauern ist der Initiator des Quittenlehrpfads selbst: Marius Wittur aus Eisenheim hat ihn angelegt und hat mit dem Quittenrekultivierungsprojekt an der Mainschleife bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Auf der Seite http://mustea.de/ bekommt man Einblicke in sein umfangreiches Projekt. Was mich an Marius Witturs Projekt fasziniert, ist dass es ein absolutes Nischenprojekt ist. Er hat sich auf Quitten spezialisiert und weckt durch seine Begeisterung diese auch bei anderen. Und gerade das hat Gabi durch die nachmittägliche Wanderung durch die Rangedälli in mir entfacht: für die schöne Astheimer Flur, das Weinland und die Quitte. Und Zecken habe ich mir auch keine eingefangen.

Der Reiseführer von Gabi Bergauer ist im Buchhandel erhältlich:


Die Volkacher Mainschleife und ihr reizvolles Umland. Unterwegs mit einer einheimischen Gästeführerin. Franken erwandern - erradeln - erfahren. 12,80 Euro - ISBN 978-3-00-023915-1

Und natürlich über Amazon.

Da Informationen in solch Reiseführern auch schnell mal überholt sein können (Anbieter schließen, Öffnungszeiten ändern sich etc.) bietet Gabi mit dem Leserservice auf ihrer Internetseite einen wertvollen Dienst an.

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Dienstag, 19. April 2011

Ein richtiges Buch

Schlossblogbeitrag von Marina v. Halem

Also, ich kann auch über andere Dinge sprechen oder schreiben als immer nur über den Schlossgarten. Obwohl ich das sehr gerne tue, denn hunderte von Osterglocken überstrahlen das Wiesengrün mit ihrem Gelb; rote und gelbe Tulpen setzen fröhliche Farbflecken in die grünen Inseln von Frauenmantel und Wolfsmilch; silbrige Blättchen umfangen die blass-violetten Blüten der Kuhschelle; tausend weiße Blütchen übersäen den Spireenbusch; die Hyazinthen duften .... betörend, würde Goethe sagen. Da sind wir bei der Literatur. Seit etwa 25 Jahren führe ich für die Volkshochschule einen Literaturkreis. Unsere letzte Lektüre war Martin Walsers Roman "Ein liebender Mann" über die Liebe des 73jährigen Goethe zu der 19jährigen Ulrike von Leventzow. Die frech-furchtlose Elke Heidenreich hatte die Spätwerke von Grass und Walser als "ekelhafte Altmännerliteratur" bezeichnet, hatte aber nach dem Erscheinen von "Ein liebender Mann" ihr Urteil über Walser revidiert. Das Meininger Theater hat dieses Stück über Goethes leidenschaftliche letzte Liebe auf die Bühne gebracht. Theaterstück und Buch sind wunderbar! "Was ein richtiges Buch ist", schreibt Kurt Tucholsky, "das muss den ganzen Haushalt durcheinanderbringen: die Familie prügelt sich, wer es weiterlesen darf, die Temperatur ist beängstigend, und Mittag wird überhaupt nicht mehr gekocht."

Ihre
Marina v. Halem

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Mittwoch, 13. April 2011

Präsentation auf dem Online Hotel Kongress

Gestern sprach ich auf dem Online Hotel Kongress in Wiesbaden zu den KollegInnen aus der Privathotellerie über das Bloggen für Hoteliers. Ich danke Stefanie Kurz und Susanne Günther von der conference group für die hervorragende Konferenzorganisation! Meinem Freund Jörg Schlottke danke ich für die Impulsvorträge und Moderation der Session, an der ich teilnahm. Ein herzliches Dankeschön auch an Brit Glocke, Redakteurin bei der AHGZ, für das nette Gespräch und die Berichterstattung. Auch habe ich viele gute Freunde in Wiesbaden wieder gesehen (Ihr wisst, wer Ihr seid!) und einige innovative Gastronomen und Hoteliers kennen gelernt.

Da sich die Präsentationsfolien (da größtenteils gänzlich ohne Text) schlecht eignen, um die Inhalte des Vortrags wieder zu geben, habe ich zusätzlich eine reine Textversion erstellt. Dieses hastig zusammen geworfene Dokument ist für kurze Zeit unter diesem Link abrufbar.

In einigen Tagen wird dieser Text dann für KongressteilnehmerInnen per Link und/oder Download zur Verfügung stehen.

Wer in der Grobfassung noch Fehler oder Unzulänglichkeiten findet oder mir sonst Feedback, Anregungen und Ideen dazu mitteilen möchte, ist dazu herzlich eingeladen (per Kommentar, E-Mail oder auch per "slow media").

Nachtrag 20.4.2011: Eine mehr oder weniger fertige Fassung des Dokuments ist nun auch bei scribd zu finden, falls der obige Link nicht mehr funktioniert.

Freitag, 8. April 2011

Das Zeilitzheim Twitter Picnic

Es ist nun schon fast eine Woche her, das "Twitter Picnic" am vergangenen Samstag. So viele Eindrücke gab und gibt es aber auch zu verarbeiten, so dass ein "Nachbericht" schwierig ist. Ich fasse mich daher auch kurz.

Das "Zeilitzheim Twitter Picnic", im Netz mit dem Hashtag #ztp11 belegt, war ein lange geplantes Treffen der Twitterfreunde (im Fachjargon "Follower") von mir (@barockschloss) bei Twitter. Wer mit Twitter (noch) nichts anfangen kann, dem wird das wenig interessieren. Aber auch für jene kann ich sagen, dass online Netzwerke durchaus dafür gemacht sind, wertvolle offline Netzwerke aufzubauen.

Mit Kindern waren wir rund 35 TeilnehmerInnen. Die meisten Twitterati hatte ich selbst auch schon zum einen oder anderen Anlass persönlich kennen gelernt. Manche kannte aber auch ich bislang "nur" aus dem Netz. Die meisten kannten sich untereinander noch nicht persönlich IRL (in real life). Die gemeinsame Basis, die Teilnahme an der Veranstaltung an sich, war jedoch genügend solide, um ein harmonisches Fest zu ermöglichen. So manche, die sich am Samstag in Zeilitzheim kennen gelernt haben, planen nun schon die nächsten Treffen und Projekte untereinander.

Im Schlossgarten picknickten wir bei strahlender Sonne zu Live-Musik von @saxotom (Thomas Nolte). Jeder hatte den Essens-Grundstock durch mitgebrachte Speisen aufgewertet, so dass sich ein umfangreiches und leckeres Buffet bot. @Brettspielecke (Ingo Hahn) hatte seine mobile Großspielkiste dabei, was nicht nur für die Kinder eine große Freude war.

Die für mich wertvollste Erfahrung des Treffens ist wieder einmal wie relevant online Netzwerke und Freundschaften auch offline im sogenannten "echten Leben" sind. Ich danke den TeilnehmerInnen des #ztp11 herzlich dafür!

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Donnerstag, 7. April 2011

Mundart und Herz: Äs Madenhäusle

Mittwoch ist der Wochentag, an dem ich mir Zeit für Projekte lasse, die rein privat sind, oder zumindest nicht in erster Linie der Arbeit dienen. Bei Google würde man das "20 percent time" nennen. Es ist daher auch der Tag an dem ich zusammen mit Florian Kohl podcaste.

Gestern waren wir bei meinen Freunden Ernst und Sabine Böhm im Madenhäusle zu Gast, dem 1. Mundartwirtshaus in Franken. Was bei dem knapp halbstündigen Podcast zu Kasplootz und Kaffee heraus gekommen ist, kann man sich hier anhören und die Shownotes dazu lesen. Der Podcast schweinfurtundso lässt sich natürlich auch bei iTunes abonnieren).

Ernst und Sabine ein dickes Dankeschön für die nette Zeit und die leckere Verköstigung! Das Madenhäusle ist nördlich von Schweinfurt, etwa 30-40 Autominuten von Zeilitzheim entfernt und auf jeden Fall einen Einkehrausflug wert.

Sonntag, 3. April 2011

Ostermarkt im Barockschloss

Der Ostermarkt hatte mit etwa 40 Ausstellern rund 10 mehr als in den vergangenen zwei Jahren. Auch die Besucherzahl nahm gegenüber dem Vorjahr zu, was sicherlich auch dem schönen Sommerwetter zu verdanken war!

Die ersten von Besuchern gemachten Fotos erreichen mich nun auf verschiedenen Wegen und auch ich habe angefangen Fotos zu sichten und hoch zu laden:


Created with Admarket's flickrSLiDR.