Deutsche Hotelblogs unter der Lupe
In den ersten beiden Teilen dieser Artikelserie sah ich mir verschiedene deutsche Hotelblogs etwas genauer an. Wer die ersten beiden Artikel noch nicht gelesen hat:
Teil 1
http://zeilitzheim.blogspot.com/2010/12/gesicht-zeigen.htmlTeil 2
http://zeilitzheim.blogspot.com/2010/12/gesicht-zeigen-teil-2.htmlHeute geht es weiter:
Kloster Hornbach
Die Website des
Hotels Kloster Hornbach von Familie Lösch in wurde von tourzeichen entwickelt. Stefan Niemeyers Arbeit schätze ich sehr. Die Seite trägt seine unverkennbare Handschrift, die auch bei der Seite des Hotels Schloss Rheinfels zu erkennen ist (dazu noch mehr).
Die neuesten drei Blogartikel werden auf der Startseite des Kloster Hornbach verlinkt.
Das Blog selbst ist jedoch etwas schwer zu finden unter dem Reiter "Gäste für Gäste", Unterpunkt "Kloster News". Gelangt man erst einmal dorthin, findet man Einträge, die alle zwei bis drei Wochen aktualisiert - wurden. Der letzte Beitrag ist nämlich derzeit vom 6. Januar. Es herrscht also vielleicht noch Winterschlaf, was ich selbst gut nachvollziehen kann.
Zum Inhalt des Blogs: Veranstaltungstipps werden hier näher beschrieben. Aber auch Mitarbeiter werden hier vorgestellt, auch mit Foto. Das Blog hat im rechten Seitenbalken eine Wort-Wolke, eine sogenannte "tag cloud" über die man Artikel aus bestimmten Kategorien ansteuern kann. Die häufigsten Schlagwörter sind aktuell: Arrangements, Genuss, Entspannung, Feiertage, Urlaub. Es geht also in erster Linie um das Angebot des Hotels. Unter dem Stichwort "Azubis" ist ein einziger Blogartikel vom 1.11.2010 zu finden, der einen Ausflug mit den Auszubildenden zu einem Winzer beschreibt.
Optisch spricht mich dieses Hotelblog sehr an. Auch die Artikel lesen sich gut und sind fast alle bebildert. Es könnten jedoch gerne häufiger Artikel eingestellt werden. Es gibt jedoch kaum Kommentare zu den Blogartikeln. Ob dieser Dialog auf der
Facebookseite des Hotels stattfindet? Dort hat das Kloster Hornbach derzeit etwa 420 Fans.
Hotel Schloss Rheinfels
Das Schlossblog des Hotel Schloss Rheinfels ist eines der ersten, die ich bewusst beobachtet habe. So habe ich auch den oben genannten Stefan Niemeyer kennen gelernt, den ich seither bei verschiedenen Anlässen gesehen habe, u.a. dem
Tourismusbesprechungsraum in Ischgl und den
Tourismuscamps in Eichstätt. Inzwischen ist Stefan bei
ncm.at in Salzburg. Dieses Unternehmen berät Hoteliers im deutschsprachigen Raum vor allem in Sachen Internet, online Buchbarkeit, online Hotelbewertungen und Social Media im Allgemeinen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich das Schlossblog (Rheinfels) nicht mehr finde?
Wie es scheint, ist das Hotel Schloss Rheinfels Schlossblog im
Blog "Welterbe Geschichten" des Welterbe Boten Mittelrhein aufgegangen, da ich dieses auf den
Seiten des Schoss Rheinfels nicht mehr finde. Hier erscheinen jedoch regelmäßig Geschichten von Mittelrhein UND der acht angeschlossenen Gastgeber. Der
letzte Eintrag des Schloss Rheinfels ist jedoch von Ende November. Man merkt halt doch, dass Stefan inzwischen nach Salzburg umgezogen ist.
Best Western Hotel Erb München
Natürlich darf ein Foto von Schloss Neuschwanstein auf der Titelseite des
Blogs von Hotel Erb bei München nicht fehlen (auch wenn die beiden "Häuser" fast genau 100 Straßenkilometer
voneinander entfernt sind).
Als Content-Management System hat man sich hier für Wordpress entschieden. Verantwortlich für den Inhalt ist der Geschäftsführer, Christian Erb. Ob er die Blogartikel auch selber schreibt? Über die Autoren wüsste ich als Leser gerne mehr. Ach ja: diese werden auch schön vorgestellt mittels Reiter "Erbblogger". Hier erfahren wir, dass Artikel des Chefs Christian Erb mit dem Kürzel (CE) versehen sind, während Mitarbeiterbeiträge das Kürzel (MI) tragen. Dann gibt es noch Martina Müller (MM), die "immer dann etwas (schreibt), wenn ihr in Berlin etwas über München zum Thema Hotel oder Blogs in der Hotellerie in die Hände fällt. Ansonsten ist sie PR-Beraterin.". Und Philipp Sack (PS) "ist der kreative Kopf des Blogs und stellt Neues und Kurioses, das ihm begegnet, in den Blog." Allerdings habe ich die Kürzel in den letzten Blogartikeln nicht mehr gefunden. Warum nicht einfach die (vollen) Namen der Autoren unter die jeweiligen Artikel setzen? Fotos der Autoren wären auch schön...
Die Kategorien der Artikel im Erb-Blog u.a.: Nachbarschaft, Events in München, Messen in München, verschiedene Jahreszeiten, Weihnachtsmärkte und, natürlich, das Oktoberfest. In typischer Manier der Best Western Hotels wird auch fleissig auf Partnerhäuser verwiesen. Auch auf andere Blogs und Websites (wie escapio.de) wird hier verwiesen. Die Tag-Wolke im Seitenstreifen zeigt, dass die Hauptthemen "Hotel" und "München" sind.
Ein Artikel vom 9. März widmete sich pünktlich am Aschermittwoch zum Beispiel der Fastenzeit und dem Starkbieranstich.
Auch die neuesten Tweets werden im Seitenstreifen angezeigt. Der letzte Tweets des
@BWMunich, der hier angezeigt wird, scheint jedoch ein paar Monate alt zu sein, während der Link auf den Twitter Account zeigt, dass dort sehr wohl vor allem Links zu den jeweils aktuellen Blogartikeln gepostet werden.
Die Interaktion mittels Kommentare hält sich hier - wie bei vielen Blogs, inklusive meinem eigenen - in Grenzen. Dafür findet diese Interaktion jedoch wohl auf der Facebookseite des Hotels statt, die immerhin schon über 1.400 Fans hat. Dort werden die Blogartikel ebenfalls verlinkt und durch Videos ergänzt, die ich auch gerne im Blog sähe. Ist diese Verlagerung von Inhalten zu Facebook ein allgemeiner Trend? Sind Blogs - zusätzlich zu einer Facebookseite - überhaupt noch erforderlich? Fragen, die es zu diskutieren gilt... Ich finde, dass (noch) beide ihre Berechtigung haben. Denn ich habe teilweise treue BlogleserInnen, die zwar dort nicht kommentieren, aber dann per E-Mail kommentieren oder Ideen und Anregungen teilen, die (noch) nicht bei Facebook sind. Und solange man (ausgewählte) Inhalte aus einem Medium im anderen einbetten kann, ist das ja auch okay.