Dienstag, 2. August 2011

Wie ich mit Zeitschriften-Abonnements umgehe

Nachtrag zum Blogartikel vom 30.8.2010



Im letzten August hatte ich mir in diesem Blogartikel ja ein Ziel gesetzt: Jeder abonnierte Zeitschrift bewusst und ausführlich lesen und aus jeder Ausgabe jeweils eine Idee umsetzbare Idee ziehen.

Wer den ganzen Blogartikel vom August nicht noch einmal nachlesen möchte, hier das Kernzitat:

Ich werde künftig die Zeitschriften, die ich abonniere (und vielleicht auch die Blogs / RSS feeds) bewusster lesen. Ich möchte aus jeder einzelnen Ausgabe einer Zeitschriften (oder aus einem Blog / Onlineangebote über einen gewissen Zeitraum hinweg) mindestens eine Sache ziehen, die mein Leben (privat oder beruflich) verbessert und das angewandte Wissen auch konkret umsetzen. Gelingt mir dies nicht regelmäßig mit den bisherigen (und etwaig zukünftigen) Medien, werde ich die Abos kündigen. Wenn ich damit auch nichts Anderes bewirke als das: zumindest werde ich die Zeitschriften bewusster gelesen haben, als zuvor.

Was ist seitdem passiert?

Ich hatte damals schon auf zwei Zeitschriften reduziert: Macwelt und impulse - das Unternehmermagazin. Die Macwelt lässt sich jedoch nicht wirklich in diese Kategorie packen, da ich diese grundsätzlich nicht von vorne bis hinten durchlese, sondern aus einem Stapel immer wieder mal Ausgaben heraus ziehe und stöbere. Schön sind hier die Jahresausgaben auf CD (die ich mir allerdings auf SD-Karte oder USB-Stick wünschen würde). Trotz aller Mac-Feeds auf dem iPad möchte ich die Macwelt noch nicht missen. Wie sieht es mit der impulse aus?

Aufmerksamer lesen tue ich diese Ausgaben schon. Allerdings ist zu den seltenen Momenten, in denen ich einfach mal auf dem Sofa rum sitze, meist grad nicht die Zeitschrift dabei. Das iPad schon. Ich lese dann schnell mal Artikel, die mir Freunde aus verschiedenen Branchengruppen empfohlen haben (zum Beispiel über Twitter Listen, deren Links sich magazinartig auf dem iPad in der flipboard app anzeigen lassen) oder über den Google Reader oder Bookmarks von Delicious Kontakten oder die tollen Editor's Picks bei Instapaper oder … Eben schon genug Content der mir Kontextbezogen je nach Lust und Laune angezeigt wird.

Die impulse, als Zeitschrift, die ich manuell nach Inhalten durchblättern muss und dabei kein Feedback dazu bekomme, welcher meiner Freunde/Bekannten die Beiträge ebenfalls gelesen oder gar kommentiert haben, bietet mir daher zu wenig "Mehrwert". Sicherlich, die Inhalte an sich sind nach wie vor gut. So zum Beispiel ein Artikel von Felix Rohrbeck in der aktuellen Ausgabe darüber was Unternehmer berücksichtigen sollten, wenn ihr Unternehmen wächst. Ich plädiere ja mehr und mehr dafür Unternehmen - so denn es geht - bewusst klein zu halten, als diese mit Gewalt zu vergrößern. Aber das ist eine andere Geschichte (siehe Rework von Jason Fried und David Heinemeier Hansson). Oder der Artikel von Felix Wadewitz "Einfach einfach" über die Vereinfachung von Produkten in Design und Usability.

Jedenfalls habe ich die impulse abbestellt. Nicht mit sofortiger Wirkung, sondern bis zum Ende der bereits bezahlten Frist. Vielleicht springt mir in einer der kommenden Ausgaben etwas derart spannendes in die Augen, dass ich nicht widerstehen kann mein Abo doch zu verlängern. Oder man bietet mir eine (volle, durchsuchbare, von den Kosten her verhältnismäßige pay-on demand Online- oder Digitalausgabe…). Ich darf ja noch hoffen…

#alttext#

1 Kommentare:

  1. Respekt für das Vorhaben und dein Durchhaltevermögen. Seitdem ich das iPad (mit ReederApp usw.) besitze, lese ich gar keine gedruckten Magazine mehr. Die Page ist in der Agentur zwar noch abonniert, wird aber eher von den Auszubildenden gelesen. Man könnte jetzt wieder auf das Thema Verlagssterben zu sprechen kommen, aber das ist nicht sinnvoll. Denn digital lässt sich auch Geld verdienen. Es fehlt oftmals nur am Konzept.

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