Dienstag, 31. Mai 2011

Familientreffen in Berlin

Am vergangenen Freitag: Erste große Zugfahrt mit den Kindern. Wir fuhren in die Bundeshauptstadt Berlin zu einem Treffen mit der weitläufigen Familie.

Organisiert hat das treffen diesmal mein Patenonkel Victor von Halem (genannt Vicco) der manchen als Opernsänger bekannt sein dürfte. Es war überhaupt eine bunte Mischung interessanter Leute, von denen vielleicht auch Gerhard von Halem als Produzent des Kinofilms Aimée und Jaguar und anderen Filmen bekannt sein könnte sowie die Landtagsabgeordnete der Grünen im Brandenburger Landtag, Marie Luise von Halem. Auch meine bzw. die "jüngere" Generation war vertreten, zum Beispiel mit Gioia von Halem und meiner Schwester Sibylle von Halem. Es waren natürlich noch einige mehr dabei; ich habe hier jedoch nur aufgeführt, wer ohnehin durch die Namenssuche "von Halem" im Internet gut auffindbar ist in der Annahme, dass wer das noch nicht ist, es vielleicht auch nicht möchte.

Auch mein Vater wohnt seit einigen Jahren in Berlin und wir trafen uns am Freitagabend erst einmal in kleinerem Kreise bei ihm und seiner Frau Gabriele und meinen Schwestern Cornelia und Sibylle.

Am Samstagvormittag dann feierliche Einweihung einer von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) finanzierten Gedenktafel für Nikolaus Christoph (genannt Kiez) von Halem in der U-Bahn Station Halemweg (Linie U7, im Norden Berlins). Dort gab es schon mal eine solche Tafel, die jedoch von Vandalen oder vielleicht sogar politisch motivierten Tätern (man weiß es nicht) zuerst beschädigt und später entwendet worden war. Die Initiative die ursprüngliche Tafel aufzustellen ging von Schülern und Lehrern der Anna-Freud-Oberschule in deren Nähe auch besagter Halemweg ist, aus. Besonders hatte sich Ursula Maier, Vorsitzende des Fördervereins der Schule, für die Wiederanbringung einer Gedenktafel eingesetzt.

Beim Festakt im U-Bahnhof bekamen die Kinder erstmal von den freundlichen Mitarbeitern der Verkehrsbetriebe eine Bauarbeiter-Playmobilfigur mit U7 Aufkleber geschenkt. Die Polizeipräsenz stellte sich glücklicherweise als unnötig heraus: Niemand störte den Festakt. Im Gegenteil: Ich fand das Kommen und gehen der Reisenden, von denen manche auch blieben, um sich anzuhören, was gesagt wurde, sehr erfrischend. Die Beamten hielten sich jedoch auch sehr dezent im Hintergrund zurück. Dagegen schlich sich zwischendrin ein Hund in unsere Mitte und lauschte den Reden.

Dr. Wilfried Fest von der Gedenktafelkommission der BVV erzählte über die Entstehung dieser zweiten Gedenktafeleinweihung und bedankte sich bei Ursula Maier und bei den Schülern, die bei der Aktion mitgewirkt hatten und sich dafür eingesetzt hatten, dass es dazu kam, dass der BVG die neue Tafel finanzierte.

Anschliessend ging es in die nahegelegene Schule, wo die Schüler eine Ausstellung zu Nikolaus Christoph von Halem an Pinnwänden vorbereitet hatten. Dazu gab es Saft und Wasser und - sehr zur Freude der Kinder - auch Chips und andere Naschsachen.

Nach der Feierstunde mit angenehm kurzen Reden ging es auf den kindgerechteren Teil des Familientreffens: Eine Schiffahrt rund um Berlin. An der Jungfernheide stiegen wir ein auf das Schiff MS Nostalgie der Reederei Wolff. Mit an Bord hatten wir den Architekten Botho von Senger und Etterlin, der seit 30 Jahren in Berlin lebt und uns unterwegs zwischendurch immer wieder mal etwas über die Gebäude, die links und rechts an uns entlang glitten, erklärte.

Wir wohnten an dem Wochenende im Hotel Friedenau, dem Literaturhotel von Frau Moog, bei dem auch meine Schwester Cornelia immer wohnt, wenn sie in Berlin ist. Uns hat es dort sehr gut gefallen; das Hotel in der Fregestraße hat einen schönen ruhigen Garten und ist größtenteils mit Biedermeiermöbeln ausgestattet. Mary die Hotelkatze ließ die Kinder mit ihr spielen und wir fühlten uns bei Frau Moog sehr wohl. Nur sind zwei Tage für Berlin zu kurz - vor allem, wenn man ohnehin schon "Programm" hat.

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2 Kommentare:

  1. Da kann man nur voller Respekt demütig werden und sich fragen, warum es einem so oft an Mut fehlt, konkret Stellung zu beziehen, wenn Dummheit in jeglicher Form sich auf den Weg macht, populär zu werden. Bin der Hochachtung voll!

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  2. ja. es gibt leider immer noch genug dummheit.

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