Man hört sie nur ein einziges Mal im Jahr: die Evangelistenglocke. Und zwar immer am 31. Dezember um 14 Uhr. In diesem Jahr fing sie schon ein wenig früher an...
Hier schreibt Alexander von Halem aus dem Hotel Barockschloss Zeilitzheim im Fränkischen Weinland - Kleines Kulturzentrum auf dem Lande
Man hört sie nur ein einziges Mal im Jahr: die Evangelistenglocke. Und zwar immer am 31. Dezember um 14 Uhr. In diesem Jahr fing sie schon ein wenig früher an...
Deutsche Hotelblogs unter der Lupe
Den Inhaber des Hotels Krone in Neuenburg, Stefan Waidele, kenne ich persönlich. Er bloggt nicht nur für das Hotel, sondern hat auch weitere Blogs (einer sammelt branchenbezogene Tipps, der andere beleuchtet meist technische Themen). Stefan war einer der ersten, von denen ich weiß, dass sie ihre Firmenwebsite auf der Struktur eines Blogs aufbauten. Insofern ist seine Seite ein schönes Beispiel, wie Neueinsteiger das Web 1.0 komplett auslassen und gleich ins Web 2.0 einsteigen könnten. Seine Blogbeiträge handeln von bevorstehenden Veranstaltungen im Hotel, aber auch von örtlichen Festen und Vorkommnissen in Neuenburg am Rhein. Interessant und bislang einzigartig finde ich Stefans Kategorie "Lost and Found".
Das Blog des Prizeotel, dem "ersten Budget-Design Hotels in Bremen", ist unter der kreativen und selbstbewussten Anschrift http://www.prizeotel.com/so-geht-hotel-heute/ zu finden. Das Design des Blogs (ich sage nur: Rosa, Lila/Lavendel und Gelb?) ist für mich gewöhnungsbedürftig, mag aber an das "Design-Konzept" insgesamt angelehnt sein (genau wie die automatisch startende Musik auf der Mutterseite, die man aber zum Glück abschalten kann, wenn man nicht, wie ich erst mal vor Schreck vom Stuhl gefallen ist, weil die Lautsprecher vom letzten Musik hören zu laut eingestellt waren). Die Kategorien im Blog finde ich sehr gut, da übersichtlich gewählt (und zudem jedes mit einem eigenen Pictogramm versehen): Ausgehtipps, Azubi-Tagebuch, Best of Bewertungen, Design und Style, Hotelgeschichten, Message from the CEO, Prizeotel im Web und Preizeotel Faces. Mit den als Azubi-Tagebuch gekennzeichneten Beiträgen kommen, wie man es vermutet, die Azubis mit persönlichen Beiträgen zu Wort. In der Kategorie Prizeotel Faces werden diese, und andere Mitarbeiter des Hotels, in kurzen Interviews nach und nach vorgestellt. Schön finde ich, dass jeder Beitrag von oder über einen Mitarbeiter auch mit dessen Foto versehen ist; so kann man sich beim Lesen jedes Artikels vorstellen, wer gerade mit einem "spricht". Schön ist auch die Kategorie Hotelgeschichten, die Blicke hinter die Kulissen des Hotels gibt und Brancheninfos beleuchtet. Man befasst sich im Prizeotel Blog auch kritisch, durchaus auch selbstkritisch mit Kommentaren und Bewertungen. Mancher Einblick in Korrespondenz mit Gästen ist für meinen Geschmack etwas zu freigiebig, aber es passt in das Gesamtkonzept des Blogs. Die Nachrichten vom Chef machen sonst meist nur branchenintern besprochene Sachverhalten, wie die Mechanik hinter Online Hotelbewertungen auch für Gäste transparent. Super fand ich das gemeinsam mit MitarbeiterInnen im Tonstudio aufgenommene Weihnachtslied, das bei YouTube veröffentlicht wurde und dann wieder im Blog eingebettet wurde. Das hat sicherlich viel Spaß gemacht, wurde für eine Spendenaktion eingesetzt und hat das Team sicherlich zusammengeschweißt und dieses für die Blogleser auch greifbar gemacht. Alles in allem ein gelungenes Hotelblog (nur: diese Farben?!).
S. Fischer, der das Blog der "Winter's Hotels" schreibt, chattete mich über mein Blog nach Erscheinen des ersten Artikels dieser Serie an. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob S. Fischer ein Er oder eine Sie ist - im Impressum der Winters Hotels habe ich den Namen nicht gefunden und auch im Blog ist unter "Verfasser des Blogs" lediglich ein "himbeertoni" vermerkt ist. Durch die Suchfunktion der Firmenwebsite nach "Fischer" fand ich jedoch Sven Fischer, der eine Stelle als "Electronic Distribution Manager" im Unternehmen hat ("geboren 1986 in Salzburg, Mittlere Reife, Ausbildung zum Hotelfachmann im Hotel Bär Sinsheim, seit Februar 2010 Electronic Distribution Manager der Winter's Hotel Company"). Jedenfalls schrieb mir Sven Fischer, dass das Blog der Wintershotels noch ganz am Anfang sei und ich ein super Vorbild für ihn sei. Das ehrt mich natürlich. Zum Blog selbst: Einen Cityguide schreibe man in Berlin, was offensichtlich Standort des Electronic Distribution Managers ist. Es gibt noch Häuser in München und Offenbach, dem Firmensitz. Zum Münchner Standort gibt es auch schon einen Cityguide Eintrag vom Münchner Hoteldirektor Thomas Gaier über den Society-Schuppen P1. Das Blog wird von Googles Blogger gehostet. Die Kategorien sind sinnvoll gewählt nach Standort und kulturellen Highlights (ich hoffe Sven Fischer passiert nicht, was mir im eigenen Blog passiert ist: eine Inflation der Artikelkategorien. Das kann man vermeiden, indem man sich von Anfang an eine klare Strategie zu den zu bearbeitenden Themenfeldern aufstellt, so wie es im oben genannten Prizeotel Blog gut gelöst ist). Der jüngste Artikel zu Berlins Weihnachtsmärkten integriert auch ein klassisches Werkzeug des Social Web: Der Rückkanal wird (neben der Kommentarfunktion) auch über ein Umfragemodul ("welchen Weihnachtsmarkt findet Ihr am besten?") besetzt. Alles in allem ein junges, aber gut gemachtes Hotelblog mit Schwerpunkt "Ausgehtipps" für die Hotelgäste. Ich würde mir persönlich nur wünschen, dass die Personen dahinter stärker zum Vorschein kommen, so dass man als Leser nicht erst mühsam recherchieren muss. Ich werde dieses Blog auf jeden Fall im Auge behalten und wünsche Sven (und den einzelnen bloggenden Direktoren und Mitarbeitern der Winters Hotels) viel Erfolg!
Wer kennt noch gute Hotelblogs, die ich im ersten und zweiten Teil diese Artikelserie noch nicht untersucht habe? Ich bin für Vorschläge dankbar!
Am 24. März wird die neue Fränkische Weinkönigin in Würzburg gewählt. Die Main Post veröffentlichte, wie jedes Jahr eine Pressemitteilung des Weinbauverbandes, in der Bewerberinnen für dieses "repräsentative Ehrenamt" gesucht werden. In der Mitteilung heißt es weiter:
"bewerben können sich junge Winzertöchter oder Mädchen aus einer fränkischen Winzerfamilie oder mit abgeschlossener fachbezogener Berufsausbildung (z. B. Winzermeisterin), die mindestens 18 Jahre alt sind. Außerdem sollten sie Intelligent, attraktiv, sympathisch und kontaktfreudig sowie unverheiratet sein, natürlich auch allerhand von Wein und Weinkultur verstehen und über eine gute Allgemeinbildung verfügen."
Gutscheine für kulturelle Veranstaltungen verschenken
Weihnachten steht nun ganz kurz vor der Tür und die Drähte laufen bei uns heiß wegen Gutscheinbestellungen für kulturelle Veranstaltungen im kommenden Jahr. Der große Renner war in dieser Hinsicht das Krimidinner am 26. März 2011: Dieses ist nun restlos ausverkauft (sorry!).
Die gute Nachricht: es gibt ein zweites Krimidinner im November und auch die anderen Veranstaltungen eignen sich gut als Weihnachtsgeschenk. Wer anderen das Geschenk der Kultur machen möchte, kann diese natürlich zu einer Veranstaltung begleiten. Das machen auch immer mehr unsere treuesten Stammbesucher, dass sie vier Karten reservieren, um ein befreundetes Ehepaar mit einzuladen. Berührungsängste abbauen, sozusagen...
Falls jemand diesem kurzfristigen Aufruf noch folgt: was am Donnerstag noch in die Post geht, sollte noch rechtzeitig zum Heiligabend ankommen. Sollte jemand wirklich noch im allerletzten Moment einen Gutschein benötigen, lässt sich dieser sicherlich auch digital als Urkunde zum selber ausdrucken erstellen und per E-Mail zusenden. Irgendwie finden wir gemeinsam einen Weg, damit a) Sie nicht ohne Geschenk dastehen und b) möglichst vielen Menschen, auch im Interesse unseres rührigen Kulturvereins, das Geschenk der Kultur gemacht wird!
Wer sich schnell einen Überblick über die Möglichkeiten verschaffen möchte findet hier eine Übersicht sowie einen Gutscheinkalkulator hier.
Allen, die bereits Gutscheine bestellt haben, sage ich ein herzliches Dankeschön! Man darf sich übrigens gerne auch selbst beschenken...
Gut. So viel "Werbung" gab es schon lange nicht mehr im Schlossblog. Aber ich denke die Kultur darf ruhig ein wenig beworben werden!
Es war der erste Sonntag ganz ohne Hotelgäste im Schloss. Das beeinflusst den Tagesablauf natürlich schon ein wenig, denn Sonst ist Kati, meine Frau, am Sonntagmorgen im Schloss bei Frühstückmachen im Einsatz und ich bin bei den Kindern. So hatten wir heute seit Ewigkeiten mal wieder einen Sonntagvormittag zusammen. Allerdings nur für eine Weile, denn Kati ging mit den Kindern nach Stammheim zur Einweihung des neu gebauten Jugendheims.
Die Kinder des Kindergartens, auch Katharinas Gruppe, hatten ein Spiel eingeübt, dass sie auf der Bühne des neuen Jugendheimes bei der Eröffnung vortrugen. Vorher gab es jedoch einen Gottesdienst, was für unsere Kinder doch recht ungewöhnlich ist. Über ihre Berichte und Kommentare zu den Gottesdiensten freue ich mich immer ganz besonders, da sie keine Beobachtung schönen, sondern einfach sagen, was sie zu den Riten und dem Prozedere denken.
Am Nachmittag waren wir mit den Kindern dann in Schweinfurt, wo sie einen Malkurs an der Kunsthalle besuchen. Danach ging Kati mit ihnen noch mal raus in den Schlossgarten (es liegt noch immer viel Schnee) währenddessen ich am Redesign unserer Webseite für das Schloss arbeitete. Nun haben wir noch den Abend und ich muss sagen, es ist auch mal schön, keinen Betrieb im Haus zu haben. Umso mehr können wir uns freuen, wenn es dann im März wieder los geht!
Foto: Tochter Isa war wohl doch recht brav, denn sie bekam neulich etwas vom Nikolaus, der die Kinder im Kindergarten Stammheim besuchte.
Korrektur (14.12.10): Ich habe mich geirrt! Es handelte sich beim Blog mit dem Siebenschläferbaby um das von Schloss Burgellern, ebenfalls in Franken. Ich hatte dieses nun mit Schloss Dennenlohe verwechselt. Unter burgellern.de ist nach wie vor das Blog zu finden, sogar auf der Startseite, was ich sehr lobenswert finde. Zusätzlich zu diesem neueren Blog finden sich die älteren Einträge noch unter dem Menüpunkt Schlosstagebuch, inkl. Siebenschläferbaby. Im aktuelleren Blog auf der Startseite sind auch Videos zu finden.
"Vinotheken sind touristische Einrichtungen, bei denen Touristinformation, Weinverkostung und Weinverkauf angesiedelt sein können. Vinotheken erleichtern den Zugang zum Wein. Damit alles funktioniert , sollte die Vinothek selbst eine echte Sehenswürdigkeit sein. Wein und Architektur müssen dort in besonderer Weise verschmelzen. Wenn dann noch Kunst und kulturelle Angebote dazu kommen, ergibt das ganze eine Kommunikationseinrichtung für Wein, Menschen, Landschaft, Kultur und Genuss."