Montag, 30. August 2010

Mit Abonnements bewusst umgehen

Ich habe fast keine Abonnements für (gedruckte) Zeitschriften mehr. Die letzten zwei, die geblieben sind, sind die Macwelt und impulse - das Unternehmermagazin. Als ich heute die hohen Stapel dieser Zeitschriften sichtete, ordnete und aufräumte, kamen mir Zweifel, ob ich mich weiterhin mit einer solchen Investition und materiellem Ballast belasten sollte. Aber anstatt einfach zu kündigen, will ich ein Experiment angehen.

Ich werde künftig die Zeitschriften, die ich abonniere (und vielleicht auch die Blogs / RSS feeds) bewusster lesen. Ich möchte aus jeder einzelnen Ausgabe einer Zeitschriften (oder aus einem Blog / Onlineangebote über einen gewissen Zeitraum hinweg) mindestens eine Sache ziehen, die mein Leben (privat oder beruflich) verbessert und das angewandte Wissen auch konkret umsetzen. Gelingt mir dies nicht regelmäßig mit den bisherigen (und etwaig zukünftigen) Medien, werde ich die Abos kündigen. Wenn ich damit auch nichts Anderes bewirke als das: zumindest werde ich die Zeitschriften bewusster gelesen haben, als zuvor.

Wie kann so etwas aussehen? Nun: ich bin ja selbst noch bei der Ideenfindung zu diesem "Projekt". Aber die aktuelle Septemberausgabe von impulse, die ja bereits vorliegt, werde ich nun testweise zerpflücken, um die Praxistauglichkeit meines Experiments zu prüfen.

impulse - das Unternehmermagazin. Ausgabe September 2010:

s. 9 "Hauptsache, es sprudelt". Etwas Makaber: es geht darum, wie deutsche Unternehmen vom Unglück im Golf von Mexiko profitieren. Etwa eine Firma, die Produkte für den Explosionsschutz herstellt. Diese gab es auch vor dem Unglück schon. Und wenn ein solches Unternehmen jetzt Auftrieb hat, weil sie künftig Katastrophen vermeiden oder mindern kann, dann ist das nur gut. Praxistauglichkeit der Nachricht, bzw. wozu regt mich diese an? Um das Risikomanagement muss man sich dann kümmern, wenn alles ruhig und friedlich ist. Jetzt ist die Zeit Kontingenzpläne für Familie und Unternehmen für etwaige Ernstfälle zu erstellen. Wie sehen unsere Katastrophenpläne aus? Wo bringen wir die Familie unter, sollte ein Tornado mal unser Dach abdecken? Mit welchen Partnern schaffen wir Ersatz / Ausfall für Kunden, die zu solchen Zeiten bei uns gebucht haben? Ich habe aufgrund meiner Erfahrung als Offizier schon vor Jahren ein "risk management" System erstellt. Es ist jedoch höchste Zeit, dieses wieder aus der Schublade zu holen, es aufzufrischen und an die derzeitige Lage anzupassen.

Titelgeschichte ab s. 12 "Generation 100 Prozent" über Unternehmerkinder, die als "ehrgeizige Generation" beschrieben werden. Der Leitartikel ist voller unterschiedlicher Blickwinkel und Beispiele, dass es schwierig ist, konkrete Praxisbeispiele zu entnehmen. 96% der in einer Studie von Unternehmerkindern Befragten sagen, "der wichtigste Wert sei, eigenverantwortlich zu leben und zu arbeiten". Das hätte ich auch ohne Studie gewusst. Tenor ist wohl, seine Kinder nicht zur Übernahme von Familienbetrieben zu drängen und sie auch nicht finanziell zu verwöhnen. Das sehe ich keine Gefahr... Aus einem der Interviews wird von einem Planspiel in einem Unternehmen berichtet, bei dem interessante Ansätze von nicht-Wirtschaftlern kamen. Ich bin überhaupt ein großer Freund von Planspielen. Beim Militär nannten wir das Sandkastenspiele. Wir haben versucht Vorgänge vorherzusagen, indem wir sie visualisieren, sie vorher mit verschiedenen Wendungen (möglichst auch physisch) zu durchlaufen. Das macht auch Spaß. Vielleicht werde ich mit meinen Mitarbeitern künftig bestimmte Vorgänge in Form eines Sandkastenspiels besprechen. Da kommt mir auch eine neue Idee für ein unternehmensinternes Brettspiel...

Schön finde ich die Idee des Hefts, sich bei jeder Ausgabe (alle 2 Monate) unter der Rubrik "Warenprobe" einem Produkt zu widmen und die Herkunft der einzelnen Bestandteile, der Zulieferer, Vertriebswege etc. zu widmen. Zur Jubiläumsausgabe (30 Jahre impulse) wird dies ab s. 56 für Heft 361 - das Vorliegende - getan. Die Idee daraus für mich: Bestandteile und Herkunft der bei einer Gästeübernachtung im Hotel anfallenden Produkte und Dienstleistungen zu analysieren. Diese Auswertung hilft evtl. noch mehr auf regionale (gar eigene) Produkte zu setzen. Erst einmal müssen die Vorgänge sichtbar gemacht werden. Ich wittere ein spannendes Winterabendprojekt...

Dieses Prinzip lässt sich auf fast jeden Artikel des Magazins anwenden. Es kommt nur darauf an, mit welcher Motivation ich lese. Bewusst mit dem Gedanken "was kann ich für mich daraus lernen und anwenden?" zu lesen funktioniert. Ich werde mein impulse Abo vorerst behalten!

Donnerstag, 26. August 2010

Meine persönliche stART10 Piste

Bei der stARTconference werde ich am 10.9.2010 selber sprechen. Darauf freue ich mich schon sehr! Schade finde ich, dass ich als Teilnehmer der Konferenz wiederum nicht die Vorträge derjenigen werde hören können, die zeitgleich mit mir präsentieren. Während ich am 10.9. um 14:50 Uhr zum Thema "Web2.0 für kleine Kulturveranstalter" referiere, sind auch folgende Referate geplant:

Hannes Jahnert spricht über Micro-Volunteering,
Christoph Bauer: "PR im Social Web: Die Kunst des Eigensinns",
Helge Kaul: "Interaktive Wertschöpfung und Social Media - Erfolgsfaktoren im Kulturmarketing",
"Hürden bei der Umsetzung von Web2.0 Projekten" mit Frank Giesker, Klaus Georg Koch u.a.,
Sebastian Deutsch: "Personal Computing Revisited".

Alles interessante Themen. Würde ich nicht selbst zu dieser Uhrzeit referieren, würde ich wohl den Vortrag von Christoph Bauer besuchen. Warum? Weil gerade für kleine Kulturbetriebe, wie wir ihn führen, neue Wege in Sachen PR wichtig sind. Ausserdem klingt mir "Die Kunst des Eigensinns" sehr sympathisch.

Auf Anregung von Frank Tentler, der selbst schon eine "persönliche Piste durch das stART10 Programm" veröffentlicht hat, möchte ich dies hier ebenfalls tun. Im stARTconference Blog hat er zur Veröffentlichung solcher personalisierter stART Programme gebeten. Er fragte auch, durch welche Fachrichtung diese Pläne geprägt sind. Für mich ist meine (vorläufige) Entscheidung weniger durch eine Fachrichtung, als durch eine Ausrichtung auf / Suche nach vielversprechenden Praxisbeispiele geprägt. Als ehemaliger Philosophiestudent interessiere ich mich aber auch für strategische / kategorische / soziologische und sonstige "cross-disciplinary" Annäherungen an das Thema Kultur / Web2.0.

Hier also mein geplantes stART Programm:

Nach der Begrüßung am Morgen des 9.9. dürfen alle Teilnehmer den Ausführungen von Prof. Dr. Carsten Winter zu "Von der Push zur Pull-Kultur" lauschen. Dafür bin ich sehr dankbar, zumal es mir auch sehr schwer gefallen wäre, mich für einen anderen Vortrag zu entscheiden. Gut, dass niemand "gegen" diesen Vortrag positioniert wurde.

Um 12:00 Uhr muss ich mich dann schon unter 6 Vorträgen entscheiden. Hier wähle ich, glaube ich, den "Track 3 - Web2.0 allgemein" mit dem Vortrag von Dr. Kerstin Hoffmann: "Was kostet das? Was bringt das ein? Bugdets und ROI, Monitoring und Kennzahlen im Social Web".

Nach der Mittagspause geht es um 14 Uhr weiter. Für mich mit der Podiumsdiskussion "Kultur und Web 2.0 im Blick der Wissenschaft: Erkenntnisse aus aktuellen Studien. Podiumsdiskussion mit Julian Stolte, Ulrike Schmid, Bettina Minder, Axel Vogelsang". Klaus Wolfrum kenne ich persönlich und fahre auch mit ihm zur stART, so dass ich mich auch direkt bei ihm über das sehr interessante Feld des "mobile tagging" und QR-Codes informieren kann. Von der Beschreibung her hätte mich auch der Vortrag von Kai Lehmkühler und André Wartmann interessiert: "Wie mache ich die Cloud sichtbar?".

Um 16 Uhr werde ich wohl dem Vortrag von Patrick Breitenbach beiwohnen: "Kulturkommerzialisierung ohne Gesichtsverlust". Christian Henner-Fehrs Beitrag zur Zukunft der Kulturfinanzierung hätte mich auch sehr interessiert, aber ich habe zu diesem Thema bereits einige Diskussionen des "Treffpunkt Kulturmanagement" erlebt und glaube zu wissen, dort ggf. weitere Informationen auch außerhalb der stART zu bekommen.

Um 17 Uhr geht es für mich weiter mit ... keine Ahnung. Die fünf zu dieser Uhrzeit vorgeschlagenen Themen interessieren mich alle sehr. Besonders schwer wird es mir fallen zwischen Frank Tentler's Vortrag zu "Cloud Communities - Wie das Web zum plattformübergreifenden Themenraum wird" und Nobert Hayduk "Ortsbasierte soziale Netzwerke und deren Nutzen für Kultureinrichtungen" zu entscheiden.

Ab 18:30 Uhr gibt es dann erst einmal das "Abendprogramm", also Zeit zum Verschnaufen und Vertiefen der neuen Bekanntschaften.

Am Freitag, 10. September spricht erst einmal (konkurrenzlos) die Amerikanerin Shelley Bernstein zu "Web 2.0 strategy of the Brooklyn Museum".

Um 10:45 Ist dann Simon A. Franks Vortrag "RT @zarathustra: also! Die Kommunikationskultur des Microbloggingdienstes Twitter als (Un)Heilsbringer für den Kunst- und Kulturbetrieb?" Als Twitterafficionado Pflichtprogramm für mich. Alleine schon wegen des kreativen Titels.

Um 12 Uhr könnte ich dem Vortrag von Karin Janner "Wie Verlage Crowdsourcing und Social Commerce einsetzen können - am Beispiel des Community-Verlages Spieltz" beiwohnen. Da ich als (laienhafter) Entwickler eines Brettspiels über Karins spieltz.de Plattform jedoch kürzlich mitgewirkt habe, bin ich (denke ich) zu diesem Thema schon genügend vorinformiert. Ich werde daher voraussichtlich dem Vortrag von Prof. Dr. Christoph Breidenich: "Von neuen Medien und alten Meistern – Design und Knechtschaft im Social-Web" beiwohnen.

Für die sieben ab 14 Uhr angebotenen Programme kann ich mich noch nicht für eines entscheiden. Klaudia Pircs Best-Practice Beispiel zu Agenturbloggen könnte es sein. Tino Kreßner's "Crowdfunding" Projekt interessiert mich auch sehr, aber das hat mir co-CEO Denis Bartelt erst kürzlich in einem "Treffpunkt Kulturmanagement" live erklären können (habe mich dort schon eingetragen...).

Und um 14:50 Uhr bin ich eben dran.

Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich das vorläufig personalisierte Programm nicht doch noch ein wenig umschmeisse. Die vielen sehr vielversprechenden Vorträge machen mir die Wahl nicht leicht. Es gibt keinen Vortrag, der mich grundsätzlich nicht interessiert. Aber entscheiden muss ich mich halt, so ist das Leben.

Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn einige stART-Besucher auch meinem Vortrag beiwohnen können. Vor allem würde es mich freuen, wenn dieser anderen kleinen Kulturbetrieben, die bisher am Zaun standen und sich nicht sicher waren, ob der Schritt über den (social media) Zaun es Wert ist, durch diesen (und die vielen vielversprechenden stART Beiträge) den Schritt ins social web wagen.

In diesem Sinne: die stARTconference kann kommen!

Dienstag, 24. August 2010

Die Hochzeit in Schwarz

Neuauflage des Krimidinners



Das Krimidinner am 30. Oktober ist nun schon fast ausgebucht. Deswegen - und weil wir nach 4 Aufführungen des Stücks "Ein Leichenschmaus" unseren Gästen auch ein neues Stück präsentieren möchten, beginnen nun schon die Vorbereitungen für 2011.

Im Jahre 2011 kommt das 2. Stück der Ashtonburry Trilogie der Essener Krimidinnerspezialisten Galadinner zur Aufführung. Jeweils am Samstag, 26. März und am Samstag, 5. November heißt es im Rahmen eines festlichen Dinners im Jagdsaal des Schlosses "Vorhang auf!" für "Die Hochzeit in Schwarz":

Zur Hochzeitsfeier von Cora, der Tochter des verstorbenen Lord Ashtonburry, finden sich Verwandte und Anverwandte auf dem Stammsitz der Familie Ashtonburry ein. Lady Ashtonburry, Coras Stiefmutter, begrüßt die geladenen Gäste im Speisesaal von Schloss Darkwood, einem altehrwürdigen Herrenhaus in Schottland.

Cora Tilling feiert ihre lang ersehnte Hochzeit mit Peter Ross. Einige Familienangehörige sind darüber gar nicht begeistert. Sie setzen alles daran, dem jungen Glück jede Menge Steine in den Weg zu legen. Die Hochzeitsgeschenke sind gespickt mit üblen Verdächtigungen. Was sich im Verlauf des delikaten 4-Gänge-Hochzeits-Menüs abspielt, lässt vielfältige Spekulationen zu.

Wie kam der Bräutigam, der sonst all sein Geld verspielt, so überraschend zu Reichtum? Welches Geheimnis verbirgt die mittellose Braut? Warum lässt der sonst so zuverlässige Pfarrer so lange auf sich warten?

Keine Sorge, bei einer Hochzeit kann ja schließlich niemandem etwas zustoßen! Oder, vielleicht doch?


Der Beginn ist jeweils um 19 Uhr, die Dauer ca. 4 Stunden. Karten sind über unsere Internetseite www.barockschloss.de erhältlich (EUR 69,-- pro Person incl. Menü und Aperitif).

Krimidinner Hochzeit Familie auf Bank_72dpi.jpg

Montag, 23. August 2010

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Gemeinsame Entwicklung des stARTspiels



Über meine neuesten Versuche mich als Amateur-Spieleentwickler zu versuchen habe ich ja hier und hier schon berichtet. Damit hört es aber nicht auf, denn ich mische nun ein wenig am Rande mit bei der Entwicklung eines social-media Brettspiels zur stARTconference.

Das Besondere an dem Projekt: es ist eine Gemeinschaftsarbeit, ein "open-source" Brettspiel, das von den Entwicklern im Netz weiter entwickelt wird und dann in verschiedenen Etappen publiziert / hergestellt wird.

Nach der ersten Brainstormingphase befinden wir uns nun in der Entwicklungsphase des Spiels. Jetzt werden vor allem Spielablauf, Mechanismen und Spielelemente abgestimmt.

Hervorragend moderiert und gebündelt wird dieses im ersten Moment vielleicht chaotische (aber umso kreativere) Vorgehen von Marcel Kerkow von www.okahra.com.

Sicherlich werde ich an anderen bestimmten Meilensteinen wieder vom stARTspiel berichten!

Samstag, 21. August 2010

Bitte rauchen! (im Freien)

Gestern machte ich eine Runde durch unsere Gästezimmer, um nach dem Rechten zu sehen. Dabei fiel mir auf, dass unsere Schilder, mit denen wir unsere Gäste bitten in den Zimmern nicht zu rauchen, schon teilweise etwas unansehnlich sind. Sie sind hier und schon - da auf normalem 80g Papier gedruckt - etwas zerkrümpelt. Auch sacken sie schon in sich zusammen, weil die Falz ausgeleiert ist. Oder Kinder haben drauf gekritzelt (ist ja schließlich fast blankes Papier, das lädt dazu ein).

Mir kam die Idee die selbstgestrickten Schildchen durch selbst gestrickte aber nicht selbst gedruckte Kärtchen zu ersetzen. Anstatt sie mit einer Falz aufzustellen möchte ich die Karten in etwas größerem Format (DIN A7), dafür im Vierfarbdruck (beidseitig) drucken.

Natürlich habe ich auch schon einen ersten Entwurf, den ich hier vorstellen möchte. Auch wäre ich für Ihre Tipps und Meinungen zu diesem Projekt sehr dankbar, insbesondere:

Ich wollte eine negative Formulierung wie "rauchen verboten" oder "bitte nicht rauchen" ausdrücklich vermeiden (das Symbol mit der durchgestrichenen Zigarette sollte "Verbotsschild" genug sein und dient auch dazu, unsere ausländischen Gäste anzusprechen. Ist die Formulierung "bitte rauchen Sie nur im Freien!" genügend freundlich bzw. positiv formuliert? Ist das Ausrufezeichen zuviel?
Ist dieser Satz bzw. das Kärtchen im Zimmer okay für ein Hotel, das in Zimmerprospekt und Website darauf hinweist, dass es ein Nichtraucherhotel ist?
Ist durch das Bild des Arkadenhofs genügend klar, dass dieser (zum Beispiel) mit "im Freien" gemeint ist? Oder verwirrt das nur, so dass man vielleicht denkt, man dürfe im Arkadenhof nicht rauchen?
Wie könnte die Vorderseite des Kärtchens noch gestaltet werden?

Ich habe dann ja noch die ganze Rückseite frei. Ich dachte daran darauf kurz zu erklären, warum wir darum bitten, dass in den Zimmern nicht geraucht werden soll (oder ist das eh schon genügend klar?). Wie könnte dieser Hinweis freundlich formuliert werden? Was könnte noch auf die Rückseite drauf? Name des Hauses / Anschrift? (man ist ja schon dort und zur Mitnahme ist es ja nicht unbedingt gedacht).
Sonst noch Ideen für die Gestaltung der Rückseite?

Mir geht es übrigens nicht darum, den Rauchern das Leben zu vermiesen. Es ist für Nichtraucher nur wirklich recht unangenehm, wenn es in ihrem Schlafzimmer nach Zigaretten riecht.

Meinungen? Ideen?

Freitag, 20. August 2010

Neues zum Schloss-Spiel

"Barockschloss: Das Spiel" ist druckreif



Lange hat es ja wirklich nicht gedauert, bis das Brettspiel zum Schloss von der ersten Idee (bzw. dem Wunsch es zu kreieren) zur Produktionsreife kam. Am 13. August, also vor 7 Tagen, fragte mich Karin Janner, ob ich nicht schnell noch ein Schloss-Spiel zur Präsentation auf der stARTconference in Duisburg entwickeln möchte (ich habe hier im Schlossblog schon darüber berichtet).

Ich begann mit dem Konzept, der Auswahl der Fotos rund ums Schloss und erstellte dann die Druckvorlage für das Spielbrett (das auf flexible LKW-Plane gedruckt wird und somit gerollt verschickt / gelagert werden kann). So wäre das Spiel auch schon ohne große Erklärung spielbar gewesen, aber natürlich muss es also auch eine Spielanleitung geben. Und Hintergrundinformationen zu den Fotos und dem Schloss. Das war also das nächste Projekt

Heute habe ich die Druckvorlage auf das shop-portal von spieltz.de hochgeladen (dieser Bereich ist für Publikum noch geschlossen, soll aber bald freigeschaltet werden). Eine Vorabansicht des Spielbretts in niedriger Auflösung habe ich unten eingefügt. Das ganze Spiel mit Anleitung und Beiheft gibt es dann am 9. und 10.9. September 2010 auf der stARTconference in Duisburg zu sehen bzw. ist dann auch im Spieltz! shop erhältlich.

Ich danke dem Spieltz! Team um Karin Janner, das mich nett und kompetent (wie es sich im social web eben gehört) durch diesen Vorgang geleitet hat. Danke auch an Maria Shipley, die mir die Idee mit dem Leiterspiel als Basis für das Schloss-Spiel gab.

Überhaupt finde ich die Idee eines "on-demand" Spieleshops faszinierend. Man denke an die unendlich vielen Möglichkeiten Spiele für jede noch so kleine Nische zu entwickeln. Lehrer/innen könnten Spiele entwickeln, die zu ihrem Fach oder besonderem Interessensgebiet Wissen eben spielend vermitteln (mit Abbildungen mit lokalem Bezug, oder personalisiert auf ihre Bildungseinrichtung etc. - das erhöht die Identifikation der Schüler mit Spiel). Musiker und Künstler könnten Spiele entwickeln, die Menschen spielerisch an ihre Kunst heran bringen. Und und und...

spiel-500.jpg

Dienstag, 17. August 2010

Aganpanthus

Der Agapanthus blüht nun um den Brunnen im Arkadenhof herum. Das mühsame rein, raus, herum, wieder rein und raus und nochmals herum Tragen im Winter bzw. in den in diesem Jahr nicht so zuverlässigen "Frühsommer" Monaten hat sich also gelohnt.

Die blaue Blütenpracht täuscht darüber hinweg, dass es hier derzeit richtig kalt und nass ist. Das nützt dem Rasen im Schlossgarten leider auch nicht mehr viel, da schon teilweise verbrannt. Egal. Das ist das schöne an der Natur: alles wiederholt sich wieder. Man muss nur warten.

Im Hotel ist der Besuch zur Zeit recht international. Das freut mich immer besonders, zumal ich ja nicht (mehr) viel in der Welt umher komme. Da ist es schön, wenn einem die Welt ins Haus kommt.

Blue

Samstag, 14. August 2010

Schloss Zeilitzheim: Das Spiel

Schön länger trage ich mich mit dem Gedanken für das Schloss ein Brettspiel zu entwickeln. Verdichtet haben sich diese Pläne als Karin Janner, die Kulturmarketingberaterin und Co-Organisatorin der stARTconference, auf der ich im September sprechen werde, mit Spieltz eine online Plattform für Spieleentwickler ins Leben gerufen hat. Das Konzept ist genial: als Spieleentwickler entwirft man ein Spiel und spieltz.de produziert und vertreibt es für einen ab Herbst diesen Jahres über ein online-shop.

Doch wie es oft so ist mit Plänen und Ideen: sie rutschen in den "Irgendwann-Ordner". So war es ein Glücksfall, dass Karin mir vor Kurzem anbot für ihren im Rahmen der stARTconference geplanten Messestand für spieltz.de ein Spiel zu produzieren.

Ein Glücksfall, aber auch eine Herausforderung, denn es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zur stART und gedruckt werden muss das Teil ja auch noch (auf flexible LKW-Plane). Also: gleich ran an die Gedankenarbeit gemacht.

Und zum Glück gibt es die kollektive Intelligenz des Netzes. Denn so bekam ich innerhalb der ersten 12 Stunden der Planungszeit schon einen hervorragenden Vorschlag für das Grobkonzept des Spiels: über Facebook hat mir Maria Shipley den Vorschlag gemacht, das Spiel auf der Basis des mir aus meiner Kindheit in Schottland gut bekannten Spiels "Snakes and Ladders" (zu Deutsch "das Leiterspiel") aufzubauen. Mit dieser Idee konnte ich mich sofort anfreunden, auch weil es eine Spielform ist, die ohne zusätzliche Karten auskommt (ein Spiel mit Karten würde die Produktionszeit nämlich deutlich verlängern).

Gestern kam ich dann auch schon recht weit, was die Skizzierung erster Ideen und eingebundener Bilder betrifft. Sicherlich wird es kein Spiel sein, das einen Massenmarkt findet, doch diejenigen, die das Schloss kennen, werden sich, denke ich, daran erfreuen. Das ist nämlich auch die Stärke des Geschäftsmodells von Karin Janner: man kann das Spiel dann im "on-demand" Verfahren bestellen, das heißt schon aber einem bestellten Stück wird produziert.

Vielleicht sehen wir uns ja auf der stARTconference am 9. und 10. September in der Mercatorhalle in Duisburg! Dann könnt Ihr das fertige Spiel bei Karin Janner begutachten.

Let's Play

Freitag, 13. August 2010

Bei uns im Dorf

Ja, nennt mich verrückt: ich schreibe inzwischen für ein weiteres Blog. Aber nur als gelegentlicher "Gastblogger".

Oliver Gassner, den ich durch das Netz Dank einer von ihm moderierten Getting Things Done (GTD) Lesegruppe schon ein paar Jahre kenne, ist kürzlich zurück aufs Land gezogen. Als social media (fanatic) Berater hat er zum Thema natürlich sogleich ein Blog ins Leben gerufen: http://bei-uns-im-dorf.blogspot.com/

Über twitter und facebook hat Oliver andere dazu aufgerufen mit zu bloggen (Zitat: "Wer wohnt auch auf dem Dorf und bloggt mit? #blog #neu Bei uns im Dorf..."). Noch halten sich die Beitragenden ein wenig zurück. Ich habe am gestern jedoch schon einen ersten kurzen Beitrag eingestellt. Mir schwebt vor dort gelegentlich Blogbeiträge zu veröffentlichen, die sich mit dem Leben auf dem Dorf im Allgemeinen und nicht unbedingt mit Zeilitzheim beschäftigen. Wer auch auf einem Dorf wohnt (und/oder genügend Jugenderinnerungen vom Dorfleben hat) kann sich ja an Oliver wenden und mitmachen!

Foto: Auf dem Fest zur Einweihung des neuen Feuerwehrfahrzeugs in Zeilitzheim

Support

Donnerstag, 12. August 2010

Sibylle von Halem

Neue Online Präsenz meiner Schwester



Heute ging die website meiner Schwester, der Künstlerin Sibylle von Halem, online. Unter http://www.sibyllevonhalem.eu sind aktuelle und frühere Projekte beschrieben und bebildert.

Bitte seht Euch die Werke auf Sibylles Seite an und empfehlt sie in kunstinteressierten Kreisen weiter!

Für den Schlosshof bei uns in Zeilitzheim hat sie 1991 den Brunnen aus Sandstein geschaffen, der in diesem Video zu sehen ist:

Dienstag, 10. August 2010

Eine andere Sichtweise

Neue Fotos vom Schloss



Der Fotograf Wim Jansen war im Mai einige Tage zu Besuch im Schloss. Heute schickte er mir 6 tolle Fotos - Eindrücke von Hof und Garten (und von Emilio, einem unserer beiden Schlossgartenkater). Er erlaubte mir auf Nachfrage die Fotos hier im Schlossblog zu zeigen (herzlichen Dank!).

Ich freue mich immer über Bilder rund um das Schloss, die andere gemacht haben, weil sich mir dadurch andere Blickwinkel bieten. Mit den "Augen" anderer sein eigenes Umfeld zu betrachten öffnet einem oft eine andere Sichtweise. Und ein so harmonisches und friedliches Bild von Emilio ist, glaube ich, noch nie festgehalten worden.

Es lohnt sich auch ein Besuch auf seiner Fotoseite http://humanwithacamera.com/. Aber kleine Vorwarnung: man sollte etwas Zeit mitbringen. Mir haben es die Landschaftsbilder besonders angetan.

Fotos von Wim Jansen:

emilio-470.jpghof-470.jpgeingang-470.jpgkaminzimmer-470.jpgwein-470.jpgbuch-470.jpg

Montag, 9. August 2010

Blogfreier Monat

Bis heute war der August für mich ein blogfreier Monat. Also im Sinne von Schreiben, nicht Lesen. Dabei ist mal wieder so viel los, dass ich viel hätte schreiben können in den letzten Tagen.

Der Sommer kam ja schließlich auch und mit ihm die Ernte und das Folk Camp. Es ist Hochzeitszeit im Schloss. Das hält auf Trab, wenngleich auch weniger, Dank der graduellen Umstellung auf externe professionelle Caterer.

Im Sommer haben erstaunlich viele Freunde Geburtstag, was auf ziemlich fruchtbare Herbst- und Wintermonate (zumindest vor 30, 40 Jahren) schließen lässt. So waren einige Feiern angesagt und auch unsere Tochter Katharina feiert bald 5. Geburtstag.

Während ich viele Ehrenämter abgegeben habe, beschäftige ich mich im Rahmen meiner Mithilfe beim "Historischen Arbeitskreis Zeilitzheim" derzeit mit Hilmar Spiegels Ausstellung und Veranstaltung im November. Das beinhaltete bislang das Eintippen vieler seiner handschriftlichen Texte.

Dank iPad und RSS-feeds etc. bleibt der Fernsehapparat fast immer aus. Ich stelle fest, dass ich durch die Blogs und Feeds sehr viel mehr dazu gewinne und vertiefe das Wissen aus angeregten Fetzen gerne mal mit längeren Recherchen.

Kati und die Kinder machen bald Urlaub in Ungarn, während ich hier die Stellung halten werde. Ich freue mich schon jetzt darauf, dass sie wieder zurück kommen!

What's Afoot?