Montag, 13. Dezember 2010

Gesicht zeigen!

Meine Gedanken über deutsche Hotelblogs



Weil ich im April kommenden Jahres auf dem Hotel-Online-Kongress in Wiesbaden (hier ein Beitrag über diese Veranstaltung 2010) just über das Thema Bloggen für Hotels sprechen werde, habe ich mich mal wieder verstärkt in dieser "Szene" umgesehen. Ich musste feststellen: Besonders groß ist die Zahl der Hotelblogs in Deutschland noch nicht. Die Österreicher sind da schon länger Vorreiter. Schön aber, dass die deutschsprachige Social Media Gemeinde europäisch aufgestellt ist und kaum Grenzen zwischen Deutschland, Schweiz, Österreich und Südtirol kennt.

Was ich in den vorhandenen Hotelblogs aus Deutschland bislang fand, haut mich insgesamt leider noch nicht wirklich vom Hocker. Viele nutzen Blogs noch immer in erster Linie als Werbeplattformen und übertragen Inhalte 1:1 aus ihren statischen Seiten, mit der Hoffnung, dass hier immerhin durch "buzz" automatische Empfehlungen generiert werden. Andere Hotelblogs sind ausgezeichnet, zeichnen sich aber leider auch dadurch aus, dass dort nur alle halbe Jahr' mal wieder ein neuer Artikel erscheint.

Ein paar dieser Hotelblogs möchte ich unter die Lupe nehmen. Nicht um diese zu kritisieren, sondern um von ihnen zu lernen. Im Positiven wie im Negativen. Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich selbst auch sehr viel zu verbessern hätte mit meinem eigenen Blog, das ich jedoch nicht unbedingt als Hotelblog betrachte. Es ist das Schlossblog. Und im und um das Schloss passiert viel mehr als nur Hotelbetrieb. Und als Familienbetrieb und Personenfirma sind die Geschicke des Betriebes auch immer stark verwoben mit den eigenen Geschicken. Klar, dass sich deswegen auch Artikel darin finden, die meine persönliche Meinung und Interessensbereiche widerspiegeln (die kulturellen Veranstaltungen im Schloss, die Arbeit in Vereinen der Region, Beobachtungen und Meinungen überhaupt). Das Schlossblog dürfte also diejenigen enttäuschen, die ein "typisches Hotelblog" erwarten, das es aber eben auch nicht gibt.

Zuerst finde ich es sinnvoll, zwischen Blogs von privaten, familiengeführten Häusern und denen großer Häuser oder Ketten zu unterscheiden. Letztere haben nämlich oft "Social Media Manager" - mit allen Vor- und Nachteilen. Der Vorteil ist natürlich, dass sich hier jemand "hauptberuflich" auch um das Bloggen kümmern kann. Der Nachteil ist, dass Beiträge, die nicht vom Inhaber oder anderen Schlüsselfiguren im Betrieb selbst geschrieben sind, nie die Stimme und Authentizität dessen werden erreichen können.

Bei den kleinen und meist privaten Hotels ist es indes oft schwierig für den Chef/die Chefin (meist ohnehin Mädchen für alles), Zeit für das Bloggen zu finden. Deswegen finden sich gerade hier oft sehr kurze Beiträge, die selten über die aktuelle Tageskarte des Restaurants hinausgehen. Dabei haben gerade die Inhaber von familiengeführten Hotels am meisten zu erzählen, könnten direkt aus dem Nähkästchen plaudern.

Der Vorteil des Bloggens für Schlüsselpersonen in Familienunternehmen ist meiner Meinung nach, dass sie durch regelmäßiges Bloggen für den Kunden greifbarer werden. Gerade in der Hotellerie ist der Kunde ja auch mehr als nur ein Kunde, nämlich ein Gast der im besten Fall auch zum persönlichen Freund werden kann. So kann sich der Gast schon vor dem Besuch im Hotel ein Bild darüber machen, wie der Gastgeber eigentlich "tickt", und sich so besser vorstellen, ob man auch zueinander passt. Hat man als Gast erst einmal den Betrieb, die Familie kennengelernt, erfährt man durch gelegentliche oder regelmäßige Besuche des Blogs, was in seiner Abwesenheit dort weiter passiert, wie es sich entwickelt.

Wichtig ist, meiner Meinung nach, wenn man im Netz regelmäßig Inhalte/Informationen in einer irgendwie redigierten Form preisgibt: sie müssen zumindest potentiell für irgendjemanden interessant sein (mal mehr, mal weniger). Tageskarten lassen sich aber auch per E-Mail an einen Kreis von Abonnnenten versenden. Wenn ich diese in einem Blog finde, bin ich meist etwas enttäuscht. Ich denke mir dann: Da hat der Schreiber nicht gewusst, was er sonst so schreiben könnte. Geht mir ja oft genug selbst so. In diesem Fall ist es jedoch besser, denke ich, man schreibt dann gar nichts, bis man wieder etwas Persönlicheres mitzuteilen hat.

Natürlich ist ein Blog auch für tagesaktuelle Informationen gedacht (man beachte den Ursprung des Wortes in Weblog, also Logbuch, Tagebuch), weshalb auch Hinweise auf bevorstehende Veranstaltungen und Aktionen dort ihren Platz haben. Nehmen diese jedoch überhand, wenden sich Leser meist ab. Interessanter finden wir doch alle, wenn es in einem Blog wirklich mehr wie in einem Tagebuch zugeht und wir aktuelle Blicke hinter die Kulissen erhalten. Kurzer Einwurf: Man darf mir hier natürlich gerne widersprechen. Wie sehen Sie das? Lassen Sie es mich bitte in den Kommentaren wissen.

Mit dem Fokus auf den ursprünglichen Gedanken eines Hotelblogs als Tagebuch seiner Bewohner komme ich in meiner kurzen Übersicht nun zuerst auf das Blog, das ich wohl mit am frühesten gelesen habe, und das mich wohl auch ein wenig zur Nachahmung animierte: Schloss Dennenlohe. Damals (2006) fand ich dort einen Beitrag über ein Siebenschläferbaby, das man im Schlosspark gefunden hatte. Im "Online Tagebuch" berichtete man ab und zu von den Aktivitäten rund um das Schloss. Leider waren diese Beiträge sehr selten, so dass es sich kaum lohnte, einen RSS-Feed dazu einzurichten. Aber der Ursprungsgedanke war toll: Wirklich persönliche, nette, kleine Inhalte teilen. Heute, als ich das Blog von Schloss Dennenlohe suchte, musste ich leider feststellen, dass die ganze Seite des Schlosses verändert wurde (zum Unpersönlicheren, muss ich leider, leider sagen. Das hat aber sicherlich eine Agentur zu verantworten). Etwas, was mir dort heute noch immer gefällt, ist der Hinweis (veranschaulicht durch drei kleine Hundesymbole): "Hunde an der Leine und bei allen Veranstaltungen willkommen". Ich finde es sehr schade, dass das Dennenloher Blog nicht mehr online zu finden ist. Ich hoffe es geht mir bzw. meinen LeserInnen mal nicht genauso.

Korrektur (14.12.10): Ich habe mich geirrt! Es handelte sich beim Blog mit dem Siebenschläferbaby um das von Schloss Burgellern, ebenfalls in Franken. Ich hatte dieses nun mit Schloss Dennenlohe verwechselt. Unter burgellern.de ist nach wie vor das Blog zu finden, sogar auf der Startseite, was ich sehr lobenswert finde. Zusätzlich zu diesem neueren Blog finden sich die älteren Einträge noch unter dem Menüpunkt Schlosstagebuch, inkl. Siebenschläferbaby. Im aktuelleren Blog auf der Startseite sind auch Videos zu finden.


Das Kallbach's Blog verfolge ich nun mit am längsten, wenn ich auch zugeben muss, dass mich die Beiträge über die Jahre hinweg nicht sonderlich vom Hocker rissen. Die letzten Einträge sind fast identisch und preisen in erster Linie eines an: Angebote und Preisvorteile. Ich habe erst nach mehrmaligem Rumklicken festgestellt, dass man bei jedem einzelnen Artikel auf "weiterlesen" klicken muss, um den eigentlichen Inhalt zu finden. Ist man bereit, sich auf diese etwas gewöhnungsbedürftige Struktur des Blogs einzulassen, erfährt man auch vom Chef persönlich, Peter von Agris, hin und wieder etwas vom Team des Hotels und über Veranstaltungen des Hauses. Ein intuitivieres CMS (content management system) dürfte Herrn von Agris und Team sicherlich helfen (das könnte übrigens ein komplett separates Thema sein: Wie vermittelt man dem Firmenchef eines familiengeführten, mittelständischen Unternehmens überhaupt die Lust am öffentlichen Tagebuchschreiben?).

Nicht einheitlich einschätzen lassen sich die Blogs von Mitgliedshotels der Kooperation "Best Western". Diese sind sehr unterschiedlich, was auf eine hohe Freiheit auf der örtlichen Ebene schließen lässt. Was mir jedoch schon mehrfach aufgefallen ist: Die Best Western Hoteliers haben eine große Solidarität mit den anderen Häusern innerhalb der Kooperation. Beispiel: Das "ErBlogged" Hotel Blog von Hotel Erb. Die Beiträge sind zwar meist stark geprägt von der Dachmarke, aber es gibt auch schöne Beiträge zu Geschehnissen lokaler Art, wie der aktuelle Artikel zu Konzerten in der Vorweihnachtszeit.

Unter dem Best Western Dach fand ich noch dieses Blog: Im Konrad Zuse Hotel in Hünfeld (bei Fulda) bloggt Chef Kai Gelhausen meist persönlich über Veranstaltungen, Erfolge und Auszeichnungen, Neuerungen in Technik (WLAN jetzt auch in den Zimmern für die steigende Zahl an iPad Besitzern), Lieferanten und Mitarbeiter. Diese werden mit Foto vorgestellt. So bekommt das Hotel für den Blogleser ein menschliches Gesicht. Gelegentlich sind auch als solche gekennzeichnete Artikel der Best Western Unternehmensgruppe enthalten, wie einer zur Hotelmehrwertsteuer. Alles in allem ist das Blog des Konrad Zuse Hotels überzeugend und durch seine aufgeräumte Schlichtheit auch optisch ansprechend.

Im Blog der carathotels wird nun, im ersten Drittel des Dezember, schon kräftig die Werbetrommel für Silvester in den verschiedenen carathotels gerührt. Der Beitrag des 1. Dezember befasste sich mit dem Welt-Aids-Tag 2010. Frühere Artikel handeln von Weihnachtsmärkten in den carathotel-Städten. Laut eigenem Bekunden will dieses Blog "einfach nur ein bisschen plaudern". Weiter erklärt man "Blogs sollen ja einen Mehrwert für den Leser (also Sie) bieten. Wir wollen hier nicht einfach unsere Hotelangebote wiederkauen. Wir bloggen allgemein über alles, was uns so einfällt. Freizeit-Tipps, Stadtleben, Weltgeschehen, Veranstaltungen. Natürlich machen wir Ihnen auch immer wieder ein unwiderstehliches Angebot. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen." Das Blog ist sehr professionell gemacht, es fehlt ihm meiner Meinung nach jedoch der persönliche Touch, der bei einem solchen "corporate blog" zwar möglich, aber nur schwer erreichbar ist. Wer steht hinter den Beiträgen? Leider fehlen Namen und Fotos der bloggenden carathotel-MitarbeiterInnen. Schön fände ich, wenn der jeweilige Charakter der vier carathotels in München, Frankfurt, Düsseldorf und Basel durch Geschichten, durch Menschen und Gesichter greifbar wären. Einen Blick hinter die Kulissen bietet der Blogbeitrag vom 27. Oktober 2010, in dem das "Team vom carathotel Frankfurt Airport" den Bau eines Wellnessbereichs dokumentiert.

Den früheren Hoteldirektor und damaligen Chef-Blogger des Neptun-Hotels in Warnemünde, Jörg Schlottke, kenne ich persönlich. Dieser hat sich inzwischen selbstständig gemacht mit dem einfach Meer Network, einem in Warnemünde ansässigen Beratungsunternehmen und Regionalportal. Das Neptun-Team scheint seinem früheren Beispiel jedoch weiterhin zu folgen und bloggt noch immer frisch und fröhlich aus dem Riesenhotel an der Ostsee. Dieses Hotelblog ist für mich das beste Beispiel dafür, dass auch in großen Häusern authentisch mit den Stimmen einzelner Mitarbeiter erfolgreich gebloggt werden kann. Jeder Blogartikel trägt den Namen desjenigen, der ihn verfasst hat. In einer Seitenleiste werden diese Autoren in der Kategorie "Wir schreiben für Sie..." auch mit Foto vorgestellt und ihre gesammelten Beiträge verlinkt.

Das Blog des Berwanger Hofes im Allgäu ist optisch schön aufgemacht mit Blick aus der Alpen-Spa in die Berge. Das Blog kommt jedoch wie eine statische Website daher bzw. ist eine statische Website. Das Archiv (immerhin zurück bis Juli 2007, wenngleich dieser Kalender in Englisch angezeigt wird) verweist jedoch auf meist sehr kurze Beiträge. Am persönlichsten finde ich hier die Kategorie "Annas Allgäu-Tagebuch", in der Anna Berwanger kurze Einblicke hinter die Kulissen des Berwanger Hofes gewährt. Schade, dass diese Beiträge auf der Seite etwas schwer zu finden sind vor lauter Wellness-Arrangements, Themen-Specials etc.

Das Blog des Berlin Plaza Hotel ist eine bunte Mischung aus Interna und Weltpolitik. So handelt der aktuellste Artikel vom Weltklimagipfel in Cancun. Der Artikel davor ist eine dieser berüchtigten Speisekarten (Wochenkarte für's Businesslunch). Aber auch regionale Themen werden hier behandelt, wie das Filmmuseum in Potsdam. Besonders schön finde ich den Beitrag in der Kategorie "Unser Team stellt sich vor". Hier wurde am 28. November 2010 der Restaurantleiter des hoteleigenen Restaurant Knese interviewt. Und ich finde es schön, von ihm erfahren zu dürfen, dass sein Leibgericht "Steak mit krossen Bratkartoffeln" ist. So wird er für mich zum Menschen und das Hotel für mich zum Ort, in dem echte Menschen arbeiten und sicherlich auch willkommen sind.

Die SORAT-Hotels habe ich zwar über eine Blogsuche gefunden, konnte auf den Seiten der Mitgliedshotels jedoch keine Blogs finden.

Für das Hotel Domspitzen in Köln bloggt bislang Thomas Hendele, der sich in der Social Media Beraterszene für die Hotellerie einen Namen gemacht hat und ab Januar mit some-communication.de selbständig sein wird. Als Profi hat Thomas für das Hotel Domspitzen unter "Neuigkeiten" sinnvolle Kategorien für Blogeinträge verlinkt: aus dem Hotel, aus dem Internet, aus der Küche, aus der Nachbarschaft, aus Köln, aus unserem Gästebuch, vom Team und "vum Blomemann". Unter letzter Kategorie konnte ich mir als Nicht-Kölner nichts vorstellen und habe diese als erstes besucht: Der Blumenspezialist des Hotels erklärt hier in vier Einträgen vom Juni und Juli 2010 verschiedene Blumen, die wohl in der Hoteldekoration eingesetzt werden. Der aktuelle Eintrag von heute kommt aus der Kategorie "vom Team" und handelt von einer in Manila gestrandeten und hospitalisierten Mutter einer Mitarbeiterin. Per Blog wird gefragt, wer Kontakte zu einer Airline hat oder zu einem Reisebüro und so helfen könnte, die Dame zeitnah und günstig zurück nach Deutschland bringen zu können. Das ist persönlich und echt und somit für mich ein absolutes Beispiel zur Nachahmung.

Das Blog des Berliner Hotels Sylter Hof fand ich just über einen Beitrag vom 6. Oktober 2010 mit der Überschrift "Hotelblogs - eine gute Möglichkeit Gesicht zu zeigen", in dem die Schreiber dieses Wordpress-Blogs "eine Lanze für Blogs, und im speziellen für die Hotelblogs" brechen wollen. Wer hinter den einzelnen Blogartikeln steckt, wer sein Gesicht eigentlich zeigen möchte, wird durch dessen Initialen angezeigt. Unter dem Reiter "Autoren" kann man dann nachlesen, wer sich jeweils dahinter verbirgt. Geschäftsführer und Initiator des Blogs Markus Bähr erklärt: "...Weblog des Hotels Sylter Hof *Berlin* richtet sich in erster Linie an unsere Gäste. Wir wollen unsere Gäste am Leben im und ums Hotel herum teilhaben lassen. Dafür haben wir uns das Online-Tagebuch, den Weblog, ausgesucht. An dieser Stelle wollen wir ihnen Geschichten aus dem Hotel, aus der City Berlins, unserer näheren Umgebung erzählen. Wir wollen unseren Gästen Veranstaltungstipps geben und ihnen Orte empfehlen, die sie unbedingt besuchen sollten."

Das Blog des Fuldaer Hotel Lenz wird - wie mein eigenes Blog - über Googles Plattform Blogger gehostet. In der Seitenleiste stellt sich Augustinus Lenz (Jahrgang '69, wie ich!) kurz und bündig vor. Er bloggt über Veranstaltungen in Fulda, aber auch über das Hotel - allerdings nur etwa einmal monatlich. Im März 2010 gab es jedoch eine Artikelserie mit sieben Beiträgen über Umbauarbeiten im Hotel. Die Artikel sind allesamt aus persönlicher Sicht geschrieben, könnten nur ein wenig regelmäßiger erscheinen.

Über meinen Kollegen, den Rhönschafwirt Jürgen Krenzer, habe ich hier im Schlossblog bereits berichtet. In seinem "Rhönschaf Blök" verfolgt Jürgen im positiven Sinne rücksichtslos die Erfüllung seiner Markenstützen Schaf und Apfel mit Leben durch sehr persönlich gehaltene Beiträge. Diese Beiträge sind kompromisslos echt und ehrlich. Sein Blog gefällt mir daher bis jetzt am besten von allen Gastronomie- und Hotelblogs, die ich bislang finden konnte.

Insgesamt bin ich bei dieser ersten Recherche zum Thema Hotelblogs vor allem darüber überrascht, wie wenig Beispiele ich doch gefunden habe. Das lässt sich auf mindestens zwei Arten deuten: Hotelblogs sind eine noch unterbesetzte Nische mit großem Potenzial. Oder: Das Bloggen für Hotels scheint sich nicht durchzusetzen und ist eine Zeitverschwendung. Naja, oder irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit. Jedenfalls zeigt diese kurze Übersicht, dass Hotelblogs sehr unterschiedlich genutzt werden. Sicherlich gibt es kein Patentrezept, aber ich werde weiter recherchieren, um empfehlenswerte Praxisbeispiele zu finden.

Der vorläufige Titel meines Vortrags auf dem Hotel-Online-Kongress im April wird sein: "Mehrwert für Gäste bieten: Chancen des Bloggens am Beispiel des Zeilitzheimer Schlossblogs". Themen des Vortrags könnten sein:

Gesicht zeigen - Wie man durch persönliche Blogbeiträge für seine Gäste greifbar wird
Grundsätze des Bloggens in der Hotellerie (Dos and Don'ts)
Praxisbeispiele aus dem Schlossblog für nachhaltigen Dialog mit Gästen

Bis April ist zum Glück noch ein wenig Zeit, um an diesen Themen zu arbeiten und an Praxisbeispielen im und aus dem Schlossblog zu feilen. Es ist genügend Zeit, um noch im "Trial-and-error-Verfahren" Dinge auszuprobieren und die Reaktionen zu analysieren. Meine BlogleserInnen dürfen mir natürlich jederzeit Hinweise geben, was ihnen gefällt und was nicht. Auch wäre ich dankbar für Hinweise über weitere deutsche Hotelblogs.

15 Kommentare:

  1. Ich kann deine Ausführungen nur unterstreichen! Ich bin jedesmal enttäuscht, wenn ich bei der Recherche nach einem Hotel (oder auch Ferienwohnung u.ä.) im Netz nur eine völlig unpersönliche Webseite finde, auf der man kaum etwas über die Eigentümer und das Team herausfindet. Auf einen Blog wagt man da ja kaum zu hoffen und findet ihn auch nur extrem selten. Gerade in der Branche könnte aber Social Media seine Stärken voll ausspielen, da es Weiterempfehlungseffekte und Mund-zu-Mund-Propaganda verstärkt. Hoffen wir mal, dass sich das bald rumspricht :)

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  2. Im Prinzip hast Du ja recht. Aber schau Dir mal den Hotelblog des Kloster Hornbach an!

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  3. Danke, Katja, für die Zustimmung!

    @Michael Maas: ja, die Seite des Kloster Hornbach finde ich toll. Sie trägt auch stark die persönliche "Handschrift" von Stefan Niemeyer, den ich persönlich kenne und schätze. Ich verstehe nur das "aber" in Deinem Kommentar noch nicht ganz.

    Das Blog findet sich rechts in der Seitenleiste (unter "Neues aus dem Klosterblog"), sollte meiner Meinung nach aber noch prominenter verlinkt werden (etwas, was auf meiner eigenen Seite übrigens auch noch notwendig ist). Als Ganzheit, chronologisch, findet man sie unter "Gäste für Gäste", News, Klosterblog. Die Blogartikel spielen dort also (vielleicht ganz bewusst) keine zentrale Rolle. Aber, wie schon gesagt, sehr schöne Seite!

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  4. Hallo, lieber Alexander,
    herzlichen Dank für den "Ritterschlag" ;-)
    Ich bin zum Bloggen über mein Tagebuch "Mein Babyjahr 2008" gekommen und war überrascht, welche Resonanz diese - eigentlich nur für mich geschriebene - Dokumentation erzeugt hat. Du hast es (als einer der wenigen in der Branche) erkannt: Die Leute wollen wissen, wie der Wirt, der Hotelier, der Direktor "tickt". Das isses. Und nichts anderes. Denn ICH will das auch wissen. Deshalb gehe ich auf einen Blog. Das authentiscxhe Bloggen hat auch einen riesengrossen Vorteil: Man bekommt immer mehr Gäste, die auch so ticken wie man selbst. Und das macht doch allen dann vor Ort richtig Spaß...

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  5. Ja, Jürgen, Du sagst es!

    Ich musste mich im Beitrag heute korrigieren: ich hatte Schloss Dennenlohe und Schloss Burgellern verwechselt. Link zu letzterem nun auch im Text oben.

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  6. Hallo Alexander,
    wie Du ja angemerkt hast, habe ich nicht in der Regelmässigkeit geschrieben, wie es sich vielleicht gehört.
    Zumal ich mir - als "Neublogger" - auch einiges aus den Fingern saugen mußte und ich eher Speisekarten und Menüs fliessend schreiben kann.
    Manchmal saß ich auch vor dem Bildschirm und habe überlegt, ob das, was ich schreibe auch gelesen wird, oder ich es einfach in die Internetwelt schicke und es dort in irgendeiner Ecke ungelesen verstaubt.
    Auf Deinen Artikel hat mit der liebe Herr Herbold von unserer CPH-Hotel Zentrale hingewiesen.....und ich war echt überrascht, weil er mir gestern einen anderen Artikel gezeigt hat, der bei hotels daily veröffentlicht wurde und prompt ist meine Sichtweise geändert worden!
    Auf jedenfall danke ich Dir und werde versuchen häufiger zu bloggen!
    Als nächsten Blog wollte ich gerne auf diesen kurzen Bericht hier von Dir verweisen - wenn ich darf ?!
    Liebe Grüße aus Fulda,
    Tinus

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  7. Hallo Tinus,
    ja, klar, das würde mich freuen, also sowohl der Hinweis auf die hier entstehende Diskussion als auch die zusätzlichen Artikel (es muss ja wirklich nicht täglich sein; hauptsache "echt" und das machst du ja schon sehr gut!).
    Grüße
    Alexander

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  10. Lieber Alexander, ganz ganz lieben Dank für Deine Erwähnung und, dass Du mich zum Direktor vom legendären Hotel Neptun gemacht hast. Es ehrt mich sehr, denn ich war lediglich der Stelli :-). Ja seinerzeit im Februar 2008 hatte ich sehr für das Auflegen eines Hotel Neptun Blogs im Hause plädiert. Es galt zunächst einige Überzeugungsarbeit und danach einige Schulungstunden zu leisten. Aber wenn ich sehe und regelmäßig lese, wie das Blog weiter so authentisch lebt, macht es mich schon ein wenig stolz. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich den Schritt in die Selbstständigkeit vom Posten eines stellv. Hoteldirektors nicht schon bereut habe und ich antworte immer mit einem klaren NEIN - das vergangene Jahr war ein fantastisches Jahr und ich kann Dir sagen, man kann auch vom Bloggen leben ;-). Einfach Meer Grüße von der Küste und ich freue mich auf ein Wiedersehen, spätesten zum 2. Deutschen Hotelkongress in Wiesbaden. Doch bis dahin wünsche ich Dir und Deiner Familie wunderschöne Feiertage. Komm gut ins neue Jahr und keep blogging

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  11. Lieber Jörg,
    naja, egal, für mich bleibst Du der Neptun-Direktor ;-) !
    Ja, wie schon gesagt finde ich das Neptun-Blog wirklich ein Paradebeispiel dafür, dass auch größere Häuser authentisch mit den einzelnen (erkennbaren) Stimmen von Mitarbeitern bloggen können. Diesen Samen hast Du gesät.
    Schön, dass wir uns in Wiesbaden sehen! Sehen wir uns auch beim Tourismuscamp in Eichstätt?
    Dir auch alles Gute und spätestens bis 2011 (ist ja nicht mehr lange hin...)
    Alexander

    P.S. die zwei Kommentare von Jörg und mir wurden nur vorübergehend entfernt, leicht korrigiert und wieder eingestellt! ;-)

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  12. Vielen Dank für diese tolle Kritik an der deutschen Hotelblog-Landschaft. Und auch für die Inspiration!
    Die Wichtigkeit der persönlichen Ebene haben wir auch schon erkannt. Leider tun sich unsere Hoteldirektoren und ihre Teams noch etwas schwer mit dem Schreiben vollständiger Artikel. Wir im Marketing bekommen oft Ideen oder Artikelansätze und geben denen dann den letzten Schliff. Wir werden aber versuchen, 2011 unseren Blog etwas persönlicher zu gestalten (den passenden Workshop dazu hatten wir in der letzten Woche).
    Nochmal vielen Dank und wunderschöne Feiertage!

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  13. Hallo Claudia,
    ja, das ist wohl die größte Herausforderung bei Blogs für große (oder auch kleine aber geographisch verstreute) Unternehmen: wie bekommt man die persönliche Stimme(n) ins Blog?
    Und die Schwierigkeit für uns alle ist immer wieder: wie motiviert man andere mit zu schreiben?
    Danke für das nette Feedback! Ein zweiter Teil zur deutschen Hotelblogszene ist schon in der Mache.
    Ich wünsche Dir und dem carathotel Team auch eine schöne Feiertagszeit!
    Wir sehen uns bei Twitter,
    Alexander

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  14. Ich wollte nur kurz mitteilen, das wir nach einer optischen Neugestaltung nun auch etwas persönlicher werden: http://blog.carat-hotel.de/team-carathotels-blog/

    Der Anfang ist gemacht.

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  15. Hallo Claudia (und Andreas),
    tolles Redesign, klasse Fotos!Finde ich sehr gut und werde mich erst mal festlesen im carathotels Blog...
    Grüße,
    Alexander

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