Doch tun sie das wirklich? Sicherlich verfliegt die anfängliche Begeisterung oft auch wieder, ist man erst mal wieder zuhause. Das ist ja auch vollkommen verständlich. Doch der Wille war ja da. Wie kann ich diesen wohlwollenden Freunden des Hauses helfen, es wirklich aktiv weiter zu empfehlen? Natürlich habe ich dazu schon eine Idee:
Die Empfehlungskarte
Es genügt jedoch bestimmt nicht, den Besuchern einfach nur eine Karte oder Broschüre mit zu geben in der Hoffnung sie würden diese von sich aus verteilen oder weitergeben. Ein Anreiz muss her bzw. dieser Vorgang muss Spaß machen. Der Empfehler und derjenige, dem etwas empfohlen wird, sollte irgendeine "Belohnung" oder zumindest Motivation erfahren, wenn er sich aktiv für die Bekanntmachung des Schlosses und seines Kulturprogramms einsetzt
Wie könnte eine "Empfehlungskarte" aussehen? Welche Anforderungen stellt ein solches Projekt? Was erwarten wir uns, was erwarten sich der Empfehler und seine Freunde davon? Einige Ideen (die gerne von meinen Blogleser/innen in den Kommentaren ergänzt werden dürfen!):
- Die Karte sollte durch Bildmaterial und (kurze!) Texte Lust darauf machen, das Schloss für sich selbst zu entdecken. Vielleicht eignet sich ein (dezentes) Comic-Layout dazu. Stichwort: "Geheimtipp!".
- Die Empfehlerin muss Platz auf der Karte für ihren eigenen Namen und für eine kurze Grußbotschaft haben.
- Derjenige, der die Empfehlung erhält, sollte einen Anreiz bekommen diese Karte im Schloss einzulösen (z.B. Ermäßigungen für 2 Personen zu kulturellen Veranstaltungen, Freikarten zu den Märkten, Ermäßigung bei Übernachtung im Hotel).
- Der Empfehler sollte dann die gleichen Anreize bekommen, wenn die Karte von seinen Freunden eingelöst wurde. Er soll dann darüber benachrichtigt werden und sich ebenfalls eine solche "Prämie" aussuchen dürfen.
- Der potentielle Empfehler sollte maximal 3 Empfehlungskärtchen erhalten, damit das Ganze nicht inflationär wirkt. Er muss sich dann schon gut aussuchen, welchen 3 Freunden er den "Geheimtipp" empfiehlt.
- zusätzlich sollte eine Verknüpfung zwischen offline und online mit der Karte erreicht werden, z.B. indem auf ihr ein Link zu einer Internetseite genannt wird, die sonst nicht über die vorhandenen Seiten verlinkt ist, eine versteckte "landing page" sozusagen. Auf dieser könnten zusätzliche Inhalte zu finden sein, die eben nur für Verschenker und Rezipienten dieser Karten erhältlich sind. Was könnten das für Inhalte sein? Ein Code, den man per email zurück schickt und dafür Freikarten oder ähnliches erhält?
Die Idee einer solchen Empfehlungskarte hatte ich schon vor Jahren, habe sie aber nie umgesetzt. Das bringt dann ja auch nichts! Jetzt könnte aber etwas daraus werden. Welche weiteren Ideen und Hinweise haben Sie, verehrte Blogleser/innen?
Die Idee klingt gut. Weiter Anregungen wären die Badges die man sich bei diversen Diensten "verdienen" kann. Vielleicht gibst Du jedem der das Schloss weiterempfehlen will eine "Entdeckerkarte" mit "Guck mal was ich entdeckt habe" mit Platz für den Namen und oder einer Seriennummer (Erklärung folgt). Wenn der Entdecker die Karte weitergibt kannst du bei Vorlage der Karte durch den Empfänger dem Entdecker eine weitere "Auszeichnung" zukommen lassen (Seriennummer und Entdecker Personendaten sind gekoppelt - ja offline ;) ). Oder eben ohne die "gefährliche" Personendaten Kopplung aber das notieren der Seriennummer wäre interessant um zu sehen wie lange so eine Karte gebraucht hat bis sie Wirkung zeigt.
AntwortenLöschenHallo Alexander, das ist eine sehr spannende Idee, finde ich! Ich würde diese "versteckte landing page" mit einem Passwort versehen welches auf den Empfehlungkarten aufgedruckt ist. So vermeidest Du auch dass andere Personen aus Versehen auf diese Seite kommen. Die Idee überhaupt mit Karten zu arbeiten finde ich auch sehr gut. Trotz Internet bevorzugen doch viele Leute immer noch etwas was man in der Hand halten kann. Ansonsten kann ich Deinen Ideen nichts hinzufügen, vielleicht melden sich noch ein paar kreativere Menschen :-) Ich finde man sollte jedoch allzu plakative Belohnungen für die Empfehlung vermeiden. Mir geht es z. B. so dass ich gerne Dinge empfehle die ich selbst gut finde, aber niemals mit Hilfe eines Formulars o. ä. wo der Empfänger angeben muss wer ihn empfohlen hat. Der Empfänger kommt dann leicht auf die Idee dass er nur angesprochen wurde damit der Empfehler zu seiner Belohnung kommt. Besser wäre es, wenn man aufgrund einer Codenummer oder ähnlichem verfolgen könnte: Aha, diese Empfehlung muss von xy kommen. Aber das wäre vermutlich sehr aufwändig. Vielleicht stehe ich mit dieser Ansicht auch alleine da. Bin mal gespannt was andere sagen bzw. für was Du dich letztendlich entscheidest. Vielleicht sehen wir ja das Ergebnis beim Twitterpicknik :-) Viele Grüße von Sigrid
AntwortenLöschenVersuch doch mal die Kombination QR-Code und Karte, denn reizvoll ist in meinen Augen die Kombination von Online- und Offline-Welt.
AntwortenLöschenGrundsätzlich eine gute Idee, die auch bei anderen Kampagnen eingesetzt wird, z.B. wenn in Anzeigen eine URL angegeben wird, die nur dort abgedurckt ist. Erfolgskontrolle.
AntwortenLöschenIch würde auf keinen Fall die Empfehlungskrten begrenzen. Jede/r soll und darf so viele mitnehmen, wie er oder sie meint verteilen zu können. Es sind Streuartikel, es ergibt keinen Sinn, sie zu verknappen. Schimstenfalls behält der/die Empfehlende immer 1-2 zurück für vielleicht noch bessere Freunde oder will sie erst dann herausgeben, wenn jemand in die Gegend fährt. Und dann geraten sie in Vergessenheit...
Für die Empfehlenden würde ich 1x im Jahr einen großen Preis verlosen, z.B. ein Wochenende in einem schönen Hotel um die Ecke (Werbepartner).
Die per Empfehlung gewonnen Gäste tun dies per Abgabe der Karte bei Abholung der online reservierten, günstigeren Eintrittskarte - und auch im Direktkauf mit Empfehlungskarte sollte das Ticket günstiger werden. Ob es dafür eine besondere Landing Page braucht, ist fraglich. So eine Landing-Page könnte eher in Richtung Social Marketing gehen und einen kleinen Film aus dem Schloss beinhalten, der geteilt werden kann (Facebook & Co). Oder eine personalisierbare Flash-Animation à la Weihnachtselfen-eKarte.
Seriennummern wären ein Weg, um Empfehler/innen zu belohnen. Damit muss dann aber schon ein großer Nutzen verbunden werden, um persönliche Daten locker zu machen. Es sollte auch möglich sein, zu empfehlen, ohne sich belohnen zu lassen. Gerade unter Kulturinteressierten kann das Lob der Freunde für den tollen Tipp Belohnung genug sein. Die Empfehler-Daten also auf ein Minimum beschränken (Name + eMail/Telefonnummer) und den Gewinn oder die Prämie nach Anruf oder Schirftwechsel verschicken. Das verstärkt auch noch einmal die persönliche Bindung.
Kritisch zu beleuchtet bliebe dann noch die Frage, ob die gesammelten Daten auch für Newsletter o.ä. genutzt werden dürfen sollen. Ich würde so ein Einverständnis auf jeden Fall aktiv per Kreuz erteilen lassen und nicht inkludieren (falls nicht gewünscht bitte streichen o.ä.)
Internette Grüße
liqui
Eine Art Empfehlungskarte fiel mir vor ein paar Jahren auf. Die Wohlfühlerei von Frank Kapraun in Aschaffenburg hatte verschiedene Wohlfühlerei-Postkarten auf dem Tresen liegen. Jeder Gads konnte beliebig viele Karten schreiben. Frank Kapraun hat sie dann am nächsten Tag frankiert und verschickt. Superidee find ich.
AntwortenLöschenDas sind ja schon super Ideen und Vorschläge! Vielen Dank! Wer noch Ideen hat: bitte jederzeit gerne. Ich werde dann hier im Schlossblog noch berichten, für welche Art der Ausführung ich mich entscheide bzw. noch einen Zwischenbericht veröffentlichen mit der Analyse der Vorschläge.
AntwortenLöschenAlexander