Donnerstag, 26. August 2010

Meine persönliche stART10 Piste

Bei der stARTconference werde ich am 10.9.2010 selber sprechen. Darauf freue ich mich schon sehr! Schade finde ich, dass ich als Teilnehmer der Konferenz wiederum nicht die Vorträge derjenigen werde hören können, die zeitgleich mit mir präsentieren. Während ich am 10.9. um 14:50 Uhr zum Thema "Web2.0 für kleine Kulturveranstalter" referiere, sind auch folgende Referate geplant:

Hannes Jahnert spricht über Micro-Volunteering,
Christoph Bauer: "PR im Social Web: Die Kunst des Eigensinns",
Helge Kaul: "Interaktive Wertschöpfung und Social Media - Erfolgsfaktoren im Kulturmarketing",
"Hürden bei der Umsetzung von Web2.0 Projekten" mit Frank Giesker, Klaus Georg Koch u.a.,
Sebastian Deutsch: "Personal Computing Revisited".

Alles interessante Themen. Würde ich nicht selbst zu dieser Uhrzeit referieren, würde ich wohl den Vortrag von Christoph Bauer besuchen. Warum? Weil gerade für kleine Kulturbetriebe, wie wir ihn führen, neue Wege in Sachen PR wichtig sind. Ausserdem klingt mir "Die Kunst des Eigensinns" sehr sympathisch.

Auf Anregung von Frank Tentler, der selbst schon eine "persönliche Piste durch das stART10 Programm" veröffentlicht hat, möchte ich dies hier ebenfalls tun. Im stARTconference Blog hat er zur Veröffentlichung solcher personalisierter stART Programme gebeten. Er fragte auch, durch welche Fachrichtung diese Pläne geprägt sind. Für mich ist meine (vorläufige) Entscheidung weniger durch eine Fachrichtung, als durch eine Ausrichtung auf / Suche nach vielversprechenden Praxisbeispiele geprägt. Als ehemaliger Philosophiestudent interessiere ich mich aber auch für strategische / kategorische / soziologische und sonstige "cross-disciplinary" Annäherungen an das Thema Kultur / Web2.0.

Hier also mein geplantes stART Programm:

Nach der Begrüßung am Morgen des 9.9. dürfen alle Teilnehmer den Ausführungen von Prof. Dr. Carsten Winter zu "Von der Push zur Pull-Kultur" lauschen. Dafür bin ich sehr dankbar, zumal es mir auch sehr schwer gefallen wäre, mich für einen anderen Vortrag zu entscheiden. Gut, dass niemand "gegen" diesen Vortrag positioniert wurde.

Um 12:00 Uhr muss ich mich dann schon unter 6 Vorträgen entscheiden. Hier wähle ich, glaube ich, den "Track 3 - Web2.0 allgemein" mit dem Vortrag von Dr. Kerstin Hoffmann: "Was kostet das? Was bringt das ein? Bugdets und ROI, Monitoring und Kennzahlen im Social Web".

Nach der Mittagspause geht es um 14 Uhr weiter. Für mich mit der Podiumsdiskussion "Kultur und Web 2.0 im Blick der Wissenschaft: Erkenntnisse aus aktuellen Studien. Podiumsdiskussion mit Julian Stolte, Ulrike Schmid, Bettina Minder, Axel Vogelsang". Klaus Wolfrum kenne ich persönlich und fahre auch mit ihm zur stART, so dass ich mich auch direkt bei ihm über das sehr interessante Feld des "mobile tagging" und QR-Codes informieren kann. Von der Beschreibung her hätte mich auch der Vortrag von Kai Lehmkühler und André Wartmann interessiert: "Wie mache ich die Cloud sichtbar?".

Um 16 Uhr werde ich wohl dem Vortrag von Patrick Breitenbach beiwohnen: "Kulturkommerzialisierung ohne Gesichtsverlust". Christian Henner-Fehrs Beitrag zur Zukunft der Kulturfinanzierung hätte mich auch sehr interessiert, aber ich habe zu diesem Thema bereits einige Diskussionen des "Treffpunkt Kulturmanagement" erlebt und glaube zu wissen, dort ggf. weitere Informationen auch außerhalb der stART zu bekommen.

Um 17 Uhr geht es für mich weiter mit ... keine Ahnung. Die fünf zu dieser Uhrzeit vorgeschlagenen Themen interessieren mich alle sehr. Besonders schwer wird es mir fallen zwischen Frank Tentler's Vortrag zu "Cloud Communities - Wie das Web zum plattformübergreifenden Themenraum wird" und Nobert Hayduk "Ortsbasierte soziale Netzwerke und deren Nutzen für Kultureinrichtungen" zu entscheiden.

Ab 18:30 Uhr gibt es dann erst einmal das "Abendprogramm", also Zeit zum Verschnaufen und Vertiefen der neuen Bekanntschaften.

Am Freitag, 10. September spricht erst einmal (konkurrenzlos) die Amerikanerin Shelley Bernstein zu "Web 2.0 strategy of the Brooklyn Museum".

Um 10:45 Ist dann Simon A. Franks Vortrag "RT @zarathustra: also! Die Kommunikationskultur des Microbloggingdienstes Twitter als (Un)Heilsbringer für den Kunst- und Kulturbetrieb?" Als Twitterafficionado Pflichtprogramm für mich. Alleine schon wegen des kreativen Titels.

Um 12 Uhr könnte ich dem Vortrag von Karin Janner "Wie Verlage Crowdsourcing und Social Commerce einsetzen können - am Beispiel des Community-Verlages Spieltz" beiwohnen. Da ich als (laienhafter) Entwickler eines Brettspiels über Karins spieltz.de Plattform jedoch kürzlich mitgewirkt habe, bin ich (denke ich) zu diesem Thema schon genügend vorinformiert. Ich werde daher voraussichtlich dem Vortrag von Prof. Dr. Christoph Breidenich: "Von neuen Medien und alten Meistern – Design und Knechtschaft im Social-Web" beiwohnen.

Für die sieben ab 14 Uhr angebotenen Programme kann ich mich noch nicht für eines entscheiden. Klaudia Pircs Best-Practice Beispiel zu Agenturbloggen könnte es sein. Tino Kreßner's "Crowdfunding" Projekt interessiert mich auch sehr, aber das hat mir co-CEO Denis Bartelt erst kürzlich in einem "Treffpunkt Kulturmanagement" live erklären können (habe mich dort schon eingetragen...).

Und um 14:50 Uhr bin ich eben dran.

Ich bin mir noch gar nicht sicher, ob ich das vorläufig personalisierte Programm nicht doch noch ein wenig umschmeisse. Die vielen sehr vielversprechenden Vorträge machen mir die Wahl nicht leicht. Es gibt keinen Vortrag, der mich grundsätzlich nicht interessiert. Aber entscheiden muss ich mich halt, so ist das Leben.

Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn einige stART-Besucher auch meinem Vortrag beiwohnen können. Vor allem würde es mich freuen, wenn dieser anderen kleinen Kulturbetrieben, die bisher am Zaun standen und sich nicht sicher waren, ob der Schritt über den (social media) Zaun es Wert ist, durch diesen (und die vielen vielversprechenden stART Beiträge) den Schritt ins social web wagen.

In diesem Sinne: die stARTconference kann kommen!

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