Montag, 25. Januar 2010

Tourismuscamp 2010

Tummelplatz der webaffinen Touristiker



Es war ein Treffen der Aktiven an der Schnittstelle zwischen Tourismus und web2.0: das 3. Tourismuscamp an der Universität in Eichstätt. Ich war dabei, von Freitag, 22. bis Sonntag, 24. Januar 2010. Organisiert wird dieses von tourismuszukunft.de in Zusammenarbeit mit der Uni. Unterstützt haben die Studenten der Geographie und zahlreiche Sponsoren.

Was habe ich mir von dem Camp erwartet? Bahnbrechende Neuerungen habe ich nicht erwartet. Gelernt habe ich dennoch viel. Und nach wie vor ist bei den Barcamps der Austausch untereinander das wichtigste Gut. Dieser kam auch nicht zu kurz. Es waren viele nette und fachkundige Leute dabei. Die Tatsache, dass man sich teilweise schon von anderen Treffen und twitter her kennt erleichtert den schnellen Einstieg in die Materie.

Seit etwa 11 Jahren besuche ich Seminare für Touristiker. Seitdem ich vor ein paar Jahren für das Schloss auch social media in die Palette der Kommunikationsangebote integriere, interessiere ich mich natürlich auch besonders für solche Touristiker, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen.

Gerne werden wir auch mal als gadget freaks und "euphorische nerds" belächelt. Aber ich denke die Entwicklung ist nicht mehr aufzuhalten: immer mehr Menschen bewegen sich - gerade auch mit mobilen Endgeräten wie iPhone - im Netz. Für immer mehr Menschen wird das Befragen von gemeinschaftlich generiertem Wissen zur alltäglichen Übung. Warum sich dem verschließen? Sollten wir uns irren, haben wir nichts verloren. Wir können dann immer noch zu unseren althergebrachten Kommunikationsmethoden zurück greifen.

Eines darf man nämlich nicht vergessen: all diese Werkzeuge sind eben nur das - Werkzeuge. Take it or leave it. Ich merke jedenfalls, dass immer mehr unserer Gäste diese verwenden, dass ich immer öfter auf flickr Fotos und YouTube Videos von unseren Gästen angesprochen werden, dass immer mehr von ihnen die neuen Kommunikationswege wie twitter, chat / IM etc. nutzen. Warum sollte ich Ihnen diese Kanäle verwehren? Genau: das wäre töricht. Vielmehr versuche ich jeden Tag dazu zu lernen und die Kanäle, die früher reine Sendekanäle waren, auch immer mehr zu Empfangskanälen zu machen. Ganz langsam fängt das an zu funktionieren.

Dass bei dem Barcamp auch das Gesellige nicht zu kurz kam zeigt das folgende Video. Einige der Teilnehmer gründeten für das Tourismuscamp kurzerhand die Band "The Russian Ice Divers" und traten am zweiten Abend zu tosendem Applaus in der Trompete in Eichstätt auf.


1 Kommentare:

  1. Schade auch ich war wieder nicht dabei und ich schwöre auch nicht, dass ich es im kommenden Jahr schaffe, aber dank der diversen Kanäle des Web 2.0 fühlte ich mich stehts dabei und kompetent unterrichtet. Es hatte geradezu das Erlebniss in einem Klassenraum zu sitzen, in dem die kleinen Zettel mit UNgeheimen Botschaften und Kommentaren hin und her fliegen. Danke an alle fleißigen Twitterer.
    Und schon haben wir ein FÜR das twittern. Als ich vergangene Woche beim anregenden und lustigen Stammtisch der Berliner-Online-Tourisitker saß kam in einer kleinen Runde auch die Diskussion über Twitter auf. Die Einen meinten da würde doch nur Informationsmüll in ungeahnter Menge produziert und es wäre so eine Second-Life-Blase die bald bum explodieren würde...Die Anderen konterten engagiert. Natürlich fliegt da viel Unsinn in der Gegend rum aber mit den geeigneten Tools und der Fähigkeit Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, würde immer etwas im Speicher landen, von dem man profitieren würde. Sicher gibt es Tage, wo von 100 Tweets nur einer für mich interessant ist aber den hätte ich nicht erhalten, hätt ich den entsprechenden Urheber nicht auf Following gesetzt. Auch ist es ja jedem selbst überlassen, wem er folgt und von wem er sich folgen lässt. Ich lasse auch nicht jeden folgen. Gibt es für mich keine Berührungspunkte (ich denke da an die unmengen von Esotherikern, ebook-eigenverlag-propheten oder Damen aus dem leichten Gewerbe)wird geblockt. So habe ich in vergleichsweise kurzer Zeit eine sehr qualifizierte Gruppe Follower um mich gescharrt,mit der es Spass macht zu kommunizieren. Gestern antwortete ich meinem Twitterfreund GAP089(er war auch in Eichstätt)auf seinen Beitrag: "Social Media verändert alles - Marketing, PR und die Kommunikation"http://ow.ly/10ryc : "kann ich bestätigen in 1 Jahr hab ich eine Reihe bester Kontakte durch neuen Netzwerke in einer mit vorher fremden Branche erhalten"... und treffe mich mit ihnen regelmäßig (übrigens nicht nur nerdmäßig am Rechner) habe einige Geschäfte angebahnt und sehr gute Anregungen für Artikel auf meiner Seite gefunden. Was will ich mehr!
    Lustiger Nebeneffekt für einen ausgebildeten Journalisten: Twitter zwingt dich mit wenigen Zeichen die Sache auf den Punkt zu bringen!
    P.S. War hier glücklicher Weise nicht nötig ;-)

    AntwortenLöschen