Seit 3 Monaten schaue ich immer Ende des Monats bei http://www.hotel-newsroom.de/ vorbei, um die aktualisierte deutschsprachige Hotel twitter Top100 zu betrachten. Klar, ein wenig Eitelkeit und Neugierde ist schon dabei, da ich mit dem twitter account @barockschloss bislang immer innerhalb der obersten zehn platzierte. Da möchte ich natürlich wissen, wie weit ich rauf oder runter gerutscht bin... (mit der heutigen Veröffentlichung habe ich genau den Platz 5 behalten).
Aber die Liste befriedigt nicht nur Eitelkeiten, sondern zeigt uns Hoteliers, die sich im web2.0 bewegen, welche Kollegen ebenfalls miteinander und mit ihren Gästen mittels "social web" kommunizieren. So finde ich interessante und innovationsfreudige Menschen, mit denen ich mich hier und da auch rege austausche.
Montag, 30. November 2009
twitter hotel top 100
Sonntag, 29. November 2009
Das Informationszeitalter
Groß war die Befürchtung, es würden heute massenweise Besucher vor der Tür stehen, die dachten, heute sei Weihnachtsmarkt. Durch die behördlich verhängte Terminverschiebung mit anschließender Rückverschiebung gab es ja leider zwei verschiedene Jahresprogramme im Umlauf. Die viele Werbung, Blogpostings und direkten Anschreiben per Post an alle Jahresprogramm-Rezipienten und "eingetragenen" Marktbesucher hat jedoch Früchte getragen. Ich selbst bekam nur von einer einzigen enttäuschten Besucherin mit, dass sie umsonst angereist war.
Es konnte ihre Enttäuschung, den Markt verpasst zu haben, wohl nicht ganz lindern, aber ich empfahl ihr, sich für eines unserer kostenlosen Informationsmodelle eintragen zu lassen (Versand des Jahresprogramms und Newsletter per Post oder die email Veranstaltungshinweise jeweils 5-14 Tage vor Veranstaltungen). Sicherlich, aus dem Programmverteiler fliegt man auch schon mal wieder raus, wenn wir einige Jahre nichts mehr von jemandem gehört haben. Daher empfiehlt es sich auch, uns ab und zu "Lebenszeichen" zu senden, sei es durch Blogkommentare, emails, oder die Teilnahme an den Verlosungen bei den Märkten. Wir geben Anschriften unserer Besucher nicht an andere weiter und nehmen jeden auch sofort wieder aus einem Verteiler, sollte dies gewünscht sein. Auch den email Newsletter kann man natürlich jederzeit wieder abbestellen.
Und dann gibt noch eine Methode sich Mühelos über die Ereignisse im Schloss zu informieren: RSS-feeds. Wer einen feed-reader wie google reader benutzt, kann die Artikel im Schlossblog und/oder den Veranstaltungskalender per RSS abonnieren. Und dann natürlich selbst jederzeit wieder "kündigen". Gerne bin ich bereit, unseren Gästen und Besuchern persönlich zu informieren, wie man RSS feeds abonniert.
Jedenfalls werden die Möglichkeiten sich zu informieren und regelmäßig automatisch benachrichtigen zu lassen immer einfacher. Wenngleich ich viel Mühe in die Erstellung unserer gedruckten Programme und Broschüren stecke, hätte ich aus Kosten- und Umweltüberlegungen nichts dagegen, wenn immer mehr unserer Gäste die elektronische Variante des Informationsversands wählen würden.
Es konnte ihre Enttäuschung, den Markt verpasst zu haben, wohl nicht ganz lindern, aber ich empfahl ihr, sich für eines unserer kostenlosen Informationsmodelle eintragen zu lassen (Versand des Jahresprogramms und Newsletter per Post oder die email Veranstaltungshinweise jeweils 5-14 Tage vor Veranstaltungen). Sicherlich, aus dem Programmverteiler fliegt man auch schon mal wieder raus, wenn wir einige Jahre nichts mehr von jemandem gehört haben. Daher empfiehlt es sich auch, uns ab und zu "Lebenszeichen" zu senden, sei es durch Blogkommentare, emails, oder die Teilnahme an den Verlosungen bei den Märkten. Wir geben Anschriften unserer Besucher nicht an andere weiter und nehmen jeden auch sofort wieder aus einem Verteiler, sollte dies gewünscht sein. Auch den email Newsletter kann man natürlich jederzeit wieder abbestellen.
Und dann gibt noch eine Methode sich Mühelos über die Ereignisse im Schloss zu informieren: RSS-feeds. Wer einen feed-reader wie google reader benutzt, kann die Artikel im Schlossblog und/oder den Veranstaltungskalender per RSS abonnieren. Und dann natürlich selbst jederzeit wieder "kündigen". Gerne bin ich bereit, unseren Gästen und Besuchern persönlich zu informieren, wie man RSS feeds abonniert.
Jedenfalls werden die Möglichkeiten sich zu informieren und regelmäßig automatisch benachrichtigen zu lassen immer einfacher. Wenngleich ich viel Mühe in die Erstellung unserer gedruckten Programme und Broschüren stecke, hätte ich aus Kosten- und Umweltüberlegungen nichts dagegen, wenn immer mehr unserer Gäste die elektronische Variante des Informationsversands wählen würden.
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Samstag, 28. November 2009
A Day in the Life of...
Kurzer Abriss aus dem Tagesablauf eines Schlosseigentümers. Vor 7 Uhr aufgestanden. Dann ins Büro, dieses ankurbeln; es kommt ja heute keiner, ausser mir. Um 9 Uhr dann eine Besichtigung wegen einer möglichen Hochzeitsfeier im kommenden Jahr. Danach mit anderen Eltern von Kindergartenkindern in Stammheim mit dem Traktor Altpapier eingesammelt und fuhrweise in die riesigen Container geladen. Am Nachmittag noch eine Hochzeitsbesichtigung und Besuch von der Feuerwehr, die in unserem Gewölbekeller eine Übung mit Atemschutzgeräten machte. Und dann: das große Warten. Die Hotelgäste tröpfelten bis abends ins Haus. Das ist immer eine komische Zeit, denn zum richtigen Arbeiten ist "das große Warten" nicht wirklich geeignet; man wird immer wieder aus den Gedanken heraus gerissen. Gegen 19 Uhr dann zum großen Glück schon alle da. An die Heimatfront. Die Kinder, die sonst schon ab halb sieben schlafen gehen, bleiben heute besonders lange auf. Dafür habe ich noch ein wenig Zeit mit Katharina "Vorschule" zu machen. In weniger als 12 Stunden geht es wieder los, diesmal aber mit dem "Sonntagsprogramm".
Donnerstag, 26. November 2009
Weitere Weihnachtsmarktnachlese mit Fotos
Heute erreichte mich eine weitere Zuschrift mit schönen Fotos vom Weihnachtsmarkt, diesmal von Frau Manuela Herbert aus Erlangen. Sie hat mir erlaubt, diese hier im Blog mit den Lesern zu teilen (vielen Dank!).
"Hallo,
nachdem ich gelegentlicher Schloss-blog-Leser bin, war der Termin für den Weihnachtsmarkt schon notiert und so waren wir am Sonntag auf dem wunderbaren Zeilitzheimer-Schloss-Weihnachtsmarkt. Ich bin schon etliche Male am Schloss vorbei gefahren, war aber noch nie in den Räumen. Es ist wirklich sehr schön! Auch die Räumlichkeiten des Gasthauses gegenüber mit der ungewöhnlichen Saal-Decke sind sehr interessant,- und überhaupt der Büchermarkt ......habe dort mehr Geld ausgegeben als beim Rundgang durch die Verkaufsstände.
Im Anhang finden sie einige von meinen Bildern (habe sie etwas reduziert, damit die Ladezeit nicht zu lange dauert). Wir waren um 11.00 beim "Firlefanz" Zauber und sind dann durch das Schloss. Beim Likörstand fand ich das Farbenspiel der Gläser faszinierend - beim Blick in den Hof die restlichen Trauben. Vom Schlossgarten hab ich auch einige Bilder, aber mit Ihren tollen Aufnahmen die sonst im Blog zu finden sind, kann es nicht vergleichen.
Habe mir auf jeden Fall den Ostermarkt-Termin schon notiert!
ein schöne Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen
Manuela Herbert"
Created with Admarket's flickrSLiDR.
"Hallo,
nachdem ich gelegentlicher Schloss-blog-Leser bin, war der Termin für den Weihnachtsmarkt schon notiert und so waren wir am Sonntag auf dem wunderbaren Zeilitzheimer-Schloss-Weihnachtsmarkt. Ich bin schon etliche Male am Schloss vorbei gefahren, war aber noch nie in den Räumen. Es ist wirklich sehr schön! Auch die Räumlichkeiten des Gasthauses gegenüber mit der ungewöhnlichen Saal-Decke sind sehr interessant,- und überhaupt der Büchermarkt ......habe dort mehr Geld ausgegeben als beim Rundgang durch die Verkaufsstände.
Im Anhang finden sie einige von meinen Bildern (habe sie etwas reduziert, damit die Ladezeit nicht zu lange dauert). Wir waren um 11.00 beim "Firlefanz" Zauber und sind dann durch das Schloss. Beim Likörstand fand ich das Farbenspiel der Gläser faszinierend - beim Blick in den Hof die restlichen Trauben. Vom Schlossgarten hab ich auch einige Bilder, aber mit Ihren tollen Aufnahmen die sonst im Blog zu finden sind, kann es nicht vergleichen.
Habe mir auf jeden Fall den Ostermarkt-Termin schon notiert!
ein schöne Vorweihnachtszeit wünscht Ihnen
Manuela Herbert"
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Dienstag, 24. November 2009
Weihnachtsmarktfotos
Heute erreichten mich Bilder vom Weihnachtsmarkt (vor allem von der Biedermeiergruppe) von unseren Besuchern Gudrun und Hermann Rößner aus Chemnitz (vielen Dank!). Diese sind unten im Auszug aus flickr zu sehen. Wer diese direkt bei flickr betrachten möchte, findet sie hier.
Viele schöne Fotos sind auch unter dem Artikel beim Revista Verlag zu finden.
Wer noch Fotos oder Videos irgendwo hochgeladen hat möge sich bitte melden. Gerne verlinke ich von hier oder lade Sie unter Nennung des Fotografen bei flickr hoch.
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Viele schöne Fotos sind auch unter dem Artikel beim Revista Verlag zu finden.
Wer noch Fotos oder Videos irgendwo hochgeladen hat möge sich bitte melden. Gerne verlinke ich von hier oder lade Sie unter Nennung des Fotografen bei flickr hoch.
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Sonntag, 22. November 2009
Der Weihnachtsmarkt war ein voller Erfolg
Die letzten Tage war ich krank. Heute eigentlich auch noch, ziemlich. Aber ich hab mich aufgerafft und unseren Weihnachtsmarkt mitgemacht. Mit allem, was dazugehört.
Ich bin allerdings jetzt doch sehr müde und schlapp, wenngleich sehr froh, auch für unsere Aussteller und die fleißigen Helfer des Förderkreises. Es war ein grandioser Erfolg. Allen Beteiligten hiermit ein herzliches Dankeschön!
Drei Fotos habe ich trotz alledem schon hoch laden können. Hier ist eines:

Foto: Stoffe von Annette Feix beim heutigen Weihnachtsmarkt
Ich bin allerdings jetzt doch sehr müde und schlapp, wenngleich sehr froh, auch für unsere Aussteller und die fleißigen Helfer des Förderkreises. Es war ein grandioser Erfolg. Allen Beteiligten hiermit ein herzliches Dankeschön!
Drei Fotos habe ich trotz alledem schon hoch laden können. Hier ist eines:

Foto: Stoffe von Annette Feix beim heutigen Weihnachtsmarkt
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Mittwoch, 18. November 2009
Blogparade Kundennutzen
Dr. Kerstin Hoffmann schreibt regelmäßig zum Thema "Erfolgreich (sein) mit Public Relations und Text" in ihrem Blog "PR-Doktor. Das Kommunikationsblog". Kürzlich rief sie zu einer Blogparade zum Thema Kundennutzen auf.
In der Blogparade sollen sowohl Fachwissen und Expertentipps von Beratern und Agenturen als auch Best Practice Beispiele aus Unternehmen geschildert werden. Da ich kein Experte bin, nahm ich die Blogparade zum Anlass, über das Thema Kundennutzen rund um unser Barockschloss (www.barockschloss.de) nachzudenken.
Die Klassische Marketingfalle die uns Marketingberater ständig aus dem Kopf zu verdrängen versuchen, ist die Konzentrierung auf das Angebot im Gegensatz zum Blick auf den Kunden und seine Bedürfnisse. Viel zu oft stellen wir in erster Linie unser Angebot in den Vordergrund und listen Produkt und Dienstleistungsangebote auf, in der Hoffnung dies alleine könnte unsere prospektiven Kunden vom "Produkt" überzeugen. Doch langfristig erfolgreich wird es erst in dem Moment, in dem wir den Kunden als Mensch in den Mittelpunkt rücken und uns in erster Linie darüber Gedanken machen, welchen Nutzen wir ihm bieten können. Und dies gilt es dann in greifbare Argumente zu formulieren.
Gerade als Schlossherr tappe ich auch immer wieder in diese Falle, denn das Schloss ist nun einmal was es ist. Es steht da, in der Mitte eines kleinen fränkischen Weindorfes, mit seinen 20 Hotelzimmern und den kulturellen Veranstaltungen. Es steht in dieser Form schon seit 330 Jahren. Die Qualität der Veranstaltungen ist zumindest regional bekannt. Sollen die Gäste und Konzertbesucher doch kommen.
Aber: würde mich das Angebot alleine anlocken? Sicherlich nicht. Es gilt also zunächst einmal zu formulieren, welche Wünsche, Träume und Bedürfnisse wir erfüllen können (und welche nicht).
Für viele unserer treuesten Stammkunden sind gerade die Dinge, die wir NICHT haben oder können, ein Grund, warum sie gerade zu uns ins Schloss kommen. Wir haben zum Beispiel keine Fernsehapparate oder Telefone in den Gästezimmern. Das schätzen Gäste, die gerade Ruhe und Inspiration suchen. Denen möchte ich künftig auch noch mehr Bücher als Grundinventar in die Gästezimmer geben. Aber das Schloss ist mit seinen vielen Stufen und Treppen auch nicht gerade angenehm für Menschen, die eine Gehbehinderung haben, oder im Rollstuhl sitzen. Einen Fahrstuhl können und wollen wir aus denkmalpflegerischer Sicht nicht einbauen. Die möglichst schonende Restaurierung des barocken Landsitzes schätzen wiederum viele Gäste, die ein Gespür für Kulturgeschichte besitzen.
Unsere Gäste schätzen unseren persönlichen Einsatz in und für dieses Baudenkmal, spüren, dass das Schloss unser Leben ist und haben daran Teil. Oft werden sie zu Freunden des Hauses und der Familie. Sie können auch vor und nach ihrem Besuch an diesem Schlossleben teilhaben durch das Schlosstagebuch (weblog). Sie wissen, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie uns anrufen, mailen, chatten.
Wir können nicht alles für jeden bieten. Es ist ein Haus, das Manchen von Anfang an missfällt und andere begeistert. Der Trick ist es, die "richtigen" Gäste anzusprechen und keine falschen Versprechungen zu machen. Dem Gast, der eine ehrliche Schilderung unserer Stärken und Schwächen erhält, nützt dies. Dem Gast, der von vornherein weiß, dass ein Aufenthalt bei uns für ihn nicht in Frage kommt, nützt das auch.
Einen ersten Ansatz, um den Blickwinkel des Gastes in den Vordergrund zu bringen, habe ich durch die Umgestaltung der Startseite unserer Internetpräsenz versucht. Stand dort früher in gewohnter Manier was man eben alles bei uns machen kann, habe ich dies nun in Fragen umformuliert. So wird der Besucher zuerst mit der Frage "Warum bin ich hier" konfrontiert, und seine möglichen Antworten leiten ihn (oder sie) auf die jeweils entsprechenden Angebotsseiten weiter:
Ich möchte einen Kurzurlaub in Weinfranken verbringen (Hotel, FeWo, Freizeittipps)
Ich möchte ein Fest in historischem, privat gehaltenem Ambiente feiern (Feste und Feiern)
Ich interessiere mich für alte Gemäuer, Schlösser, Kunst und für kulturelle Veranstaltungen (Kultur und Denkmalpflege)
Ich möchte ein Seminar oder eine Tagung organisieren und suche dafür einen abgeschiedenen Ort (Seminare und Tagungen)
Ich möchte die als gemeinnützig anerkannte Arbeit des Förderkreis Schloss Zeilitzheim e.V. unterstützen (Förderkreis)
Ich suche ein Besonderes Geschenk (Gutscheine für Himmelbettzimmer und/oder Veranstaltungen)
Egal - Ich will alles! (zur Gesamtübersicht)
Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht mit diesem Konzept. Es erscheint mir noch ein wenig zu statisch, zu textorientiert. Es heißt, dass wir Informationen, die wir uns selbst erarbeiten, viel besser behalten, als zum Beispiel Informationen, die wir nur lesen, hören etc. So kommt mir die Idee, Besucher unserer Internetseite durch ein interaktives Comic "laufen" zu lassen. Aber mit dieser Idee stehe ich erst ganz am Anfang meiner Überlegungen.
Es fällt immer wieder schwer, Nutzenargumente für unsere Gäste zu formulieren. Was jemand noch entwickeln müsste ist ein Programm, das Texte automatisch umschreibt von angebotsorientierten Argumenten zu nutzenorientierten Argumenten. Aber nur wir können wirklich wissen, welchen Nutzen gerade unsere "perfekten Kunden" haben (könnten).
Vielleicht sollten wir das Thema mal an unsere Stammgäste und Veranstaltungsbesucher "crowdsourcen" und sie selbst formulieren lassen, welchen konkreten Nutzen sie selbst von "ihrem Barockschloss" haben.
Schöne Ergebnisse dieser Art finden sich zum Beispiel in den Hotelbewertungen, die unsere Gäste schreiben (nur Auszüge):
"Als Familie mit 3 Kindern hatten wir ein sehr geräumiges Appartement bestehend aus 2 Doppelzimmern und einem Vorzimmer, die alle 3 sehr individuell und romantisch eingerichtet waren. Passend zum Ambiente gab es keine Fernseher, dafür aber gute Leselampen am Bett. Das Frühstück war reichhaltig und wirklich sehr lecker. Wir wurden sehr freundlich und herzlich aufgenommen und haben uns rundum wohl gefühlt, die entspannte familiäre Atmosphäre hat auch den Kindern sehr gut gefallen."
"Da wir ein schönes ruhiges Wochenende erleben wollten und auf Handys verzichten wollten, können wir leider nicht sagen, ob eine vernünftige Erreichbarkeit gewährleistet ist. Unterfranken kann zu jeder Jahreszeit schön sein. Besondere Reize bietet wohl der Herbst wenn sich die Blätter der Bäume und der Weinreben in alle Rot- und Brauntöne verfärben. Gepaart mit schönen Spaziergängen in den Weinbergen und dem im Herbst angebotenen "Federweißer" von vielen kleinen Winzern, bietet diese Jahreszeit einen besonderen Charme. Das Preis-/leistungsverhältnis ist als fair zu bezeichnen."
"Sehr gut gefallen hat uns die individuelle Betreuung der Gäste durch die Schloßeigentümer. Der Garten ist für jeden Gast zugänglich und ein Bestaunen der vielen alten Räumlichkeiten ist ausdrücklich erwünscht - man fühlt sich wirklich in "Alte Zeiten" versetzt. Das Mitbringen eines Hundes ist erlaubt, das ist bei der ländlichen Lage mit kurzem Weg zu den Wein-Wandertouren natürlich ideal. Bei einer Schloßführung wird schnell klar, dass die Schloßherrn viel Wert auf die Erhaltung und Sanierung legen - und jeder Schloßgast kann durch seine Übernachtung dazu beitragen! Dann kann man auch mal über das etwas ältere Bad hinwegsehen und sich an den historischen Möbeln erfreuen :-) Ein schöner Ort mit tollen Veranstaltungsräumen - und Volkach mit seinen Weinstuben ist auch nicht weit."
Auch negative Bewertungen können zukünftigen Gästen helfen, den für Sie möglichen Nutzen eines Besuchs abzuwägen. Dieser Gast empfand den Aufenthalt insgesamt als "Zumutung" und schrieb unter anderem: "Im Hotel selbst gibt es nur Frühstück. Die Auswahl ist recht bescheiden, aber noch ausreichend. Es gab Brot und kleine Aufbackbrötchen, Marmelade, Nutella, etwas Wurst und Käse, gekochte Eier, Joghurt, Müsli, Orangensaft, Melone und Gurken. Teilweise fehlten die Servierzangen oder -gabeln, ansonsten machten die Sachen aber einen frischen und sauberen Eindruck." Der Nutzen, der sich aus einer solchen Kritik für zukünftige Gäste ergibt: wir können Mißstände beseitigen. So gibt es seit dieser Kritik auch an Sonntagen frische Bäckerbrötchen. Wir gehen offen mit solcher Kritik und vor allem mit Fehlern um. Auch das ist ein Nutzen für den Gast.
Da ich am Ende dieses Artikels vielleicht mehr Fragen aufgeworfen habe, als Antworten zu bieten hatte, ist das vielleicht kein "best-practice" Beispiel im Sinne der Blogparade. Aber diese hat mich zum Nachdenken angeregt. Und meine Leser vielleicht auch.
In der Blogparade sollen sowohl Fachwissen und Expertentipps von Beratern und Agenturen als auch Best Practice Beispiele aus Unternehmen geschildert werden. Da ich kein Experte bin, nahm ich die Blogparade zum Anlass, über das Thema Kundennutzen rund um unser Barockschloss (www.barockschloss.de) nachzudenken.
Die Klassische Marketingfalle die uns Marketingberater ständig aus dem Kopf zu verdrängen versuchen, ist die Konzentrierung auf das Angebot im Gegensatz zum Blick auf den Kunden und seine Bedürfnisse. Viel zu oft stellen wir in erster Linie unser Angebot in den Vordergrund und listen Produkt und Dienstleistungsangebote auf, in der Hoffnung dies alleine könnte unsere prospektiven Kunden vom "Produkt" überzeugen. Doch langfristig erfolgreich wird es erst in dem Moment, in dem wir den Kunden als Mensch in den Mittelpunkt rücken und uns in erster Linie darüber Gedanken machen, welchen Nutzen wir ihm bieten können. Und dies gilt es dann in greifbare Argumente zu formulieren.
Gerade als Schlossherr tappe ich auch immer wieder in diese Falle, denn das Schloss ist nun einmal was es ist. Es steht da, in der Mitte eines kleinen fränkischen Weindorfes, mit seinen 20 Hotelzimmern und den kulturellen Veranstaltungen. Es steht in dieser Form schon seit 330 Jahren. Die Qualität der Veranstaltungen ist zumindest regional bekannt. Sollen die Gäste und Konzertbesucher doch kommen.
Aber: würde mich das Angebot alleine anlocken? Sicherlich nicht. Es gilt also zunächst einmal zu formulieren, welche Wünsche, Träume und Bedürfnisse wir erfüllen können (und welche nicht).
Für viele unserer treuesten Stammkunden sind gerade die Dinge, die wir NICHT haben oder können, ein Grund, warum sie gerade zu uns ins Schloss kommen. Wir haben zum Beispiel keine Fernsehapparate oder Telefone in den Gästezimmern. Das schätzen Gäste, die gerade Ruhe und Inspiration suchen. Denen möchte ich künftig auch noch mehr Bücher als Grundinventar in die Gästezimmer geben. Aber das Schloss ist mit seinen vielen Stufen und Treppen auch nicht gerade angenehm für Menschen, die eine Gehbehinderung haben, oder im Rollstuhl sitzen. Einen Fahrstuhl können und wollen wir aus denkmalpflegerischer Sicht nicht einbauen. Die möglichst schonende Restaurierung des barocken Landsitzes schätzen wiederum viele Gäste, die ein Gespür für Kulturgeschichte besitzen.
Unsere Gäste schätzen unseren persönlichen Einsatz in und für dieses Baudenkmal, spüren, dass das Schloss unser Leben ist und haben daran Teil. Oft werden sie zu Freunden des Hauses und der Familie. Sie können auch vor und nach ihrem Besuch an diesem Schlossleben teilhaben durch das Schlosstagebuch (weblog). Sie wissen, mit wem sie es zu tun haben, wenn sie uns anrufen, mailen, chatten.
Wir können nicht alles für jeden bieten. Es ist ein Haus, das Manchen von Anfang an missfällt und andere begeistert. Der Trick ist es, die "richtigen" Gäste anzusprechen und keine falschen Versprechungen zu machen. Dem Gast, der eine ehrliche Schilderung unserer Stärken und Schwächen erhält, nützt dies. Dem Gast, der von vornherein weiß, dass ein Aufenthalt bei uns für ihn nicht in Frage kommt, nützt das auch.
Einen ersten Ansatz, um den Blickwinkel des Gastes in den Vordergrund zu bringen, habe ich durch die Umgestaltung der Startseite unserer Internetpräsenz versucht. Stand dort früher in gewohnter Manier was man eben alles bei uns machen kann, habe ich dies nun in Fragen umformuliert. So wird der Besucher zuerst mit der Frage "Warum bin ich hier" konfrontiert, und seine möglichen Antworten leiten ihn (oder sie) auf die jeweils entsprechenden Angebotsseiten weiter:
Ich möchte einen Kurzurlaub in Weinfranken verbringen (Hotel, FeWo, Freizeittipps)
Ich möchte ein Fest in historischem, privat gehaltenem Ambiente feiern (Feste und Feiern)
Ich interessiere mich für alte Gemäuer, Schlösser, Kunst und für kulturelle Veranstaltungen (Kultur und Denkmalpflege)
Ich möchte ein Seminar oder eine Tagung organisieren und suche dafür einen abgeschiedenen Ort (Seminare und Tagungen)
Ich möchte die als gemeinnützig anerkannte Arbeit des Förderkreis Schloss Zeilitzheim e.V. unterstützen (Förderkreis)
Ich suche ein Besonderes Geschenk (Gutscheine für Himmelbettzimmer und/oder Veranstaltungen)
Egal - Ich will alles! (zur Gesamtübersicht)
Aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht mit diesem Konzept. Es erscheint mir noch ein wenig zu statisch, zu textorientiert. Es heißt, dass wir Informationen, die wir uns selbst erarbeiten, viel besser behalten, als zum Beispiel Informationen, die wir nur lesen, hören etc. So kommt mir die Idee, Besucher unserer Internetseite durch ein interaktives Comic "laufen" zu lassen. Aber mit dieser Idee stehe ich erst ganz am Anfang meiner Überlegungen.
Es fällt immer wieder schwer, Nutzenargumente für unsere Gäste zu formulieren. Was jemand noch entwickeln müsste ist ein Programm, das Texte automatisch umschreibt von angebotsorientierten Argumenten zu nutzenorientierten Argumenten. Aber nur wir können wirklich wissen, welchen Nutzen gerade unsere "perfekten Kunden" haben (könnten).
Vielleicht sollten wir das Thema mal an unsere Stammgäste und Veranstaltungsbesucher "crowdsourcen" und sie selbst formulieren lassen, welchen konkreten Nutzen sie selbst von "ihrem Barockschloss" haben.
Schöne Ergebnisse dieser Art finden sich zum Beispiel in den Hotelbewertungen, die unsere Gäste schreiben (nur Auszüge):
"Als Familie mit 3 Kindern hatten wir ein sehr geräumiges Appartement bestehend aus 2 Doppelzimmern und einem Vorzimmer, die alle 3 sehr individuell und romantisch eingerichtet waren. Passend zum Ambiente gab es keine Fernseher, dafür aber gute Leselampen am Bett. Das Frühstück war reichhaltig und wirklich sehr lecker. Wir wurden sehr freundlich und herzlich aufgenommen und haben uns rundum wohl gefühlt, die entspannte familiäre Atmosphäre hat auch den Kindern sehr gut gefallen."
"Da wir ein schönes ruhiges Wochenende erleben wollten und auf Handys verzichten wollten, können wir leider nicht sagen, ob eine vernünftige Erreichbarkeit gewährleistet ist. Unterfranken kann zu jeder Jahreszeit schön sein. Besondere Reize bietet wohl der Herbst wenn sich die Blätter der Bäume und der Weinreben in alle Rot- und Brauntöne verfärben. Gepaart mit schönen Spaziergängen in den Weinbergen und dem im Herbst angebotenen "Federweißer" von vielen kleinen Winzern, bietet diese Jahreszeit einen besonderen Charme. Das Preis-/leistungsverhältnis ist als fair zu bezeichnen."
"Sehr gut gefallen hat uns die individuelle Betreuung der Gäste durch die Schloßeigentümer. Der Garten ist für jeden Gast zugänglich und ein Bestaunen der vielen alten Räumlichkeiten ist ausdrücklich erwünscht - man fühlt sich wirklich in "Alte Zeiten" versetzt. Das Mitbringen eines Hundes ist erlaubt, das ist bei der ländlichen Lage mit kurzem Weg zu den Wein-Wandertouren natürlich ideal. Bei einer Schloßführung wird schnell klar, dass die Schloßherrn viel Wert auf die Erhaltung und Sanierung legen - und jeder Schloßgast kann durch seine Übernachtung dazu beitragen! Dann kann man auch mal über das etwas ältere Bad hinwegsehen und sich an den historischen Möbeln erfreuen :-) Ein schöner Ort mit tollen Veranstaltungsräumen - und Volkach mit seinen Weinstuben ist auch nicht weit."
Auch negative Bewertungen können zukünftigen Gästen helfen, den für Sie möglichen Nutzen eines Besuchs abzuwägen. Dieser Gast empfand den Aufenthalt insgesamt als "Zumutung" und schrieb unter anderem: "Im Hotel selbst gibt es nur Frühstück. Die Auswahl ist recht bescheiden, aber noch ausreichend. Es gab Brot und kleine Aufbackbrötchen, Marmelade, Nutella, etwas Wurst und Käse, gekochte Eier, Joghurt, Müsli, Orangensaft, Melone und Gurken. Teilweise fehlten die Servierzangen oder -gabeln, ansonsten machten die Sachen aber einen frischen und sauberen Eindruck." Der Nutzen, der sich aus einer solchen Kritik für zukünftige Gäste ergibt: wir können Mißstände beseitigen. So gibt es seit dieser Kritik auch an Sonntagen frische Bäckerbrötchen. Wir gehen offen mit solcher Kritik und vor allem mit Fehlern um. Auch das ist ein Nutzen für den Gast.
Da ich am Ende dieses Artikels vielleicht mehr Fragen aufgeworfen habe, als Antworten zu bieten hatte, ist das vielleicht kein "best-practice" Beispiel im Sinne der Blogparade. Aber diese hat mich zum Nachdenken angeregt. Und meine Leser vielleicht auch.
Dienstag, 17. November 2009
Die Zukunft der Zeitung
Heute bin ich bei einer Verbandssitzung ein wenig angeeckt mit der Aussage, das Leseverhalten der Menschen ändere sich und auch die Zeitungen würden sich verändern (müssen). Ich vertrat die Ansicht, Zeitungen (im Sinne von gedruckten Zeitungen auf Papier) würden zukünftig mehr ein Premiumsegment darstellen, als eines der Masse. Das ist doch keine Beleidigung für die Zeitung, oder?
Und obwohl ich selbst (und viele um mich herum) mehr und mehr auf nicht gedruckte Medien "umsteigen", bin ich dennoch der Meinung, dass "Print" eine Zukunft haben kann. Aber ein kleineres und immer klarer definiertes Segment wird es bedienen müssen, um zu überleben.
Journalistische Arbeit ist immens wichtig: es muss (möglichst gut) ausgebildete Journalisten geben, die es verstehen, die Themen der Zeit (möglichst) objektiv zu erfassen und feinfühlig zu kommentieren. Aber es findet auch ein Wandel im gesamten Verhalten der Menschen, in der Gesellschaft statt. Jeder, der sonst nur Konsument von Inhalten war, kann diese nun auch auch erfassen und publizieren. Das macht diese nicht unbedingt lesbar, aber schließlich entscheidet der Leser, was er auf Dauer lesen möchte, welche Informationsanbieter er abonniert. Egal, ob das ein Abo für ein gedrucktes Blatt, oder ein RSS-feed ist (oder was noch alles kommt).
Bezeichnend finde ich, dass die Zeitungen sehr wohl erkannt haben, dass es Veränderungen geben wird. Der Eigentümer unserer Regionalzeitung, die Georg von Holtzbrinck Verlagsgesellschaft, hat sogar die VZ-Portale gekauft. Auf lokal/regionaler Ebene versucht man dort mit einem bislang nicht sonderlich überzeugenden Regionalportal main.de die ins Netz abgewanderten "Leser" aufzufangen. Und sich deren Meinungen und Arbeit mittels crowdsourcing durch "Leserreporter" zu bedienen (bitte, liebe Main Post, das ist keinesfalls böse gemeint; nur eine Feststellung).
Also, bottom line: wird es die Zeitung in dieser Form in einigen Jahren noch geben? Sicherlich. Wird sie sich ändern müssen, wenn sie auch profitabel sein will? Ganz klar. Was sagt das alles über unser Leseverhalten und die Qualität der Zeitungsinhalte aus?
Wie bereits erwähnt, ich glaube, dass der Printbereich (nur) überleben wird, wenn er einem immer kleiner werdenden Kreis von Lesern, die bereit sind für "Premiumjournalismus" zu bezahlen, bedienen kann. Ohne dabei abfällig auf Blogger, Bürgerjournalismus etc. herzuziehen. Vielleicht. Das wäre zumindest der best-case Fall für die Zeitungen. Aber diese sorgen ja schon fleissig mit dem Kauf von Onlineportalen vor, falls dies nicht funktionieren sollte.
Vielleicht sind Sie anderer Meinung? Dann bitte auch ruhig kommentieren. Zuspruch für diese Thesen gibt es im Netz ohnehin schon genug.
Nachtrag: Der Zeitungsanwalt reagiert in diesem Artikel auf die Beschwerde einer Leserin. Die Zeitung wird also wirklich teurer. Interessant ist auch der Kommentar unter dem Artikel.
Und obwohl ich selbst (und viele um mich herum) mehr und mehr auf nicht gedruckte Medien "umsteigen", bin ich dennoch der Meinung, dass "Print" eine Zukunft haben kann. Aber ein kleineres und immer klarer definiertes Segment wird es bedienen müssen, um zu überleben.
Journalistische Arbeit ist immens wichtig: es muss (möglichst gut) ausgebildete Journalisten geben, die es verstehen, die Themen der Zeit (möglichst) objektiv zu erfassen und feinfühlig zu kommentieren. Aber es findet auch ein Wandel im gesamten Verhalten der Menschen, in der Gesellschaft statt. Jeder, der sonst nur Konsument von Inhalten war, kann diese nun auch auch erfassen und publizieren. Das macht diese nicht unbedingt lesbar, aber schließlich entscheidet der Leser, was er auf Dauer lesen möchte, welche Informationsanbieter er abonniert. Egal, ob das ein Abo für ein gedrucktes Blatt, oder ein RSS-feed ist (oder was noch alles kommt).
Bezeichnend finde ich, dass die Zeitungen sehr wohl erkannt haben, dass es Veränderungen geben wird. Der Eigentümer unserer Regionalzeitung, die Georg von Holtzbrinck Verlagsgesellschaft, hat sogar die VZ-Portale gekauft. Auf lokal/regionaler Ebene versucht man dort mit einem bislang nicht sonderlich überzeugenden Regionalportal main.de die ins Netz abgewanderten "Leser" aufzufangen. Und sich deren Meinungen und Arbeit mittels crowdsourcing durch "Leserreporter" zu bedienen (bitte, liebe Main Post, das ist keinesfalls böse gemeint; nur eine Feststellung).
Also, bottom line: wird es die Zeitung in dieser Form in einigen Jahren noch geben? Sicherlich. Wird sie sich ändern müssen, wenn sie auch profitabel sein will? Ganz klar. Was sagt das alles über unser Leseverhalten und die Qualität der Zeitungsinhalte aus?
Wie bereits erwähnt, ich glaube, dass der Printbereich (nur) überleben wird, wenn er einem immer kleiner werdenden Kreis von Lesern, die bereit sind für "Premiumjournalismus" zu bezahlen, bedienen kann. Ohne dabei abfällig auf Blogger, Bürgerjournalismus etc. herzuziehen. Vielleicht. Das wäre zumindest der best-case Fall für die Zeitungen. Aber diese sorgen ja schon fleissig mit dem Kauf von Onlineportalen vor, falls dies nicht funktionieren sollte.
Vielleicht sind Sie anderer Meinung? Dann bitte auch ruhig kommentieren. Zuspruch für diese Thesen gibt es im Netz ohnehin schon genug.
Nachtrag: Der Zeitungsanwalt reagiert in diesem Artikel auf die Beschwerde einer Leserin. Die Zeitung wird also wirklich teurer. Interessant ist auch der Kommentar unter dem Artikel.
Montag, 16. November 2009
Weihnachtsmarkt im Schloss
Der Countdown hat begonnen. Am kommenden Sonntag ist er schon, unser vorweihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt. Seit etwa 20 Jahren gibt es ihn nun schon. Er war einer der ersten seiner Art in der Region; inzwischen gibt es Weihnachtsmärkte wie Sand am Meer. Umso wichtiger ist es, Qualität zu bieten und auch ein interessantes Rahmenprogramm (siehe unten) zu haben.
So beliebt war unser Markt, dass er regelrecht überlaufen war. Damit kamen Verkehrsprobleme für das Dorf. Dies haben wir mit der Einführung eines kleinen Eintritts gelöst (EUR 3,-- pro Person, Kinder frei, Eintritt zum Büchermarkt für alle frei). Jetzt können diejenigen, denen der eher symbolische Obulus für den Markt nicht zuviel ist, diesen auch wieder genießen, weil sich die Besucher nicht mehr so hindurch schieben, wie früher. Auch für die Aussteller bedeutet dies zwar weniger, aber deutlich interessierteres Publikum.
Erstmals gab es in diesem Jahr Probleme mit dem Termin (die Hintergründe dazu kann man in früheren Blogartikeln nachlesen.
Fakt ist: der Weihnachtsmarkt findet wie immer am "Totensonntag" statt, also dem letzten Sonntag VOR dem 1. Advent, also am kommenden Sonntag, 22. November 2009 (von 10 bis 18 Uhr).

Rahmenprogramm:
Augenfreuden, Ohrenweide: 75 Aussteller im Hof, Keller, der Alten Schlosskelter, der Remise. Einige Paare im biedermeierlichen Gewand flanieren im Schloss. Der Leierkastenmann dreht seine Drehorgel.
Um 10.30 Uhr (bis 11.00 Uhr) "A Christmas Carol" von Charles Dickens. Theaterspiel der Klasse 6 a des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach. Seminarraum.
Um 11 Uhr Feuershow im Garten durch das Duo Firlefanz, Jonglage und Varieté, Matthias und Silke Ebert
Um 11.30 Uhr Gerhart Seidel liest Weihnachtsgeschichten für Kinder und Erwachsene
Um 12 Uhr Feuershow im Garten
Um 13 Uhr (bis 13.30 Uhr) "A Christmas Carol" von Charles Dickens
Ab 14.30 Uhr "Christmas Carols". Weihnachtliche Musik und Gesang. Katja Tschirwitz und Anna Nesyba singen und spielen in diversen Räumen des Schlosses. Thomas Kerzel singt englische Lieder.
Um 15 Uhr (bis 15.30 Uhr) "A Christmas Carol" von Charles Dickens
Um 15 Uhr (bis 15.30 Uhr) "Arm und Reich - regiert Geld die Welt?" Frei nach Charles Dickens. Café-Kabarett
Um 16 Uhr Der Weihnachtsmann und seine Engelschar besuchen das Schloss. In seinem Sack hat er etwas für die Kinder.
Das "Schlosscafé" ist geöffnet.
Büchermarkt im Gasthaus "Zur Sonne"
So beliebt war unser Markt, dass er regelrecht überlaufen war. Damit kamen Verkehrsprobleme für das Dorf. Dies haben wir mit der Einführung eines kleinen Eintritts gelöst (EUR 3,-- pro Person, Kinder frei, Eintritt zum Büchermarkt für alle frei). Jetzt können diejenigen, denen der eher symbolische Obulus für den Markt nicht zuviel ist, diesen auch wieder genießen, weil sich die Besucher nicht mehr so hindurch schieben, wie früher. Auch für die Aussteller bedeutet dies zwar weniger, aber deutlich interessierteres Publikum.
Erstmals gab es in diesem Jahr Probleme mit dem Termin (die Hintergründe dazu kann man in früheren Blogartikeln nachlesen.
Fakt ist: der Weihnachtsmarkt findet wie immer am "Totensonntag" statt, also dem letzten Sonntag VOR dem 1. Advent, also am kommenden Sonntag, 22. November 2009 (von 10 bis 18 Uhr).

Rahmenprogramm:
Augenfreuden, Ohrenweide: 75 Aussteller im Hof, Keller, der Alten Schlosskelter, der Remise. Einige Paare im biedermeierlichen Gewand flanieren im Schloss. Der Leierkastenmann dreht seine Drehorgel.
Um 10.30 Uhr (bis 11.00 Uhr) "A Christmas Carol" von Charles Dickens. Theaterspiel der Klasse 6 a des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach. Seminarraum.
Um 11 Uhr Feuershow im Garten durch das Duo Firlefanz, Jonglage und Varieté, Matthias und Silke Ebert
Um 11.30 Uhr Gerhart Seidel liest Weihnachtsgeschichten für Kinder und Erwachsene
Um 12 Uhr Feuershow im Garten
Um 13 Uhr (bis 13.30 Uhr) "A Christmas Carol" von Charles Dickens
Ab 14.30 Uhr "Christmas Carols". Weihnachtliche Musik und Gesang. Katja Tschirwitz und Anna Nesyba singen und spielen in diversen Räumen des Schlosses. Thomas Kerzel singt englische Lieder.
Um 15 Uhr (bis 15.30 Uhr) "A Christmas Carol" von Charles Dickens
Um 15 Uhr (bis 15.30 Uhr) "Arm und Reich - regiert Geld die Welt?" Frei nach Charles Dickens. Café-Kabarett
Um 16 Uhr Der Weihnachtsmann und seine Engelschar besuchen das Schloss. In seinem Sack hat er etwas für die Kinder.
Das "Schlosscafé" ist geöffnet.
Büchermarkt im Gasthaus "Zur Sonne"
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Sonntag, 15. November 2009
Stille Zeit
Bei so viel Alltag und Arbeit - Kinder groß ziehen, Veranstaltungen gut durchführen, Gäste (hoffentlich mehr als) zufrieden stellen - es bleibt am Abend manchmal ein leerer Kopf.
Leer? Natürlich nicht. Aber irgendwie stellen sich im täglichen "Kampf" die Themen für geistreiche Blogpostings nicht so recht ein.
Worüber gäbe es heute Bedarf nachzudenken?
Mega-TV-Trauerfeier für einen Nationaltowart, der Selbstmord (oder Freitod oder wie auch immer) begangen hat. Sehr, sehr traurig für die Familie. Doch pervers, dass so ein Thema nur so großes nationales Interesse findet, weil es indirekt um Fussball geht. Die unzähligen Menschen in diesem Land, die unter Depressionen leiden oder anders seelisch krank sind, interessieren doch niemanden.
Volkstrauertag. Ein deutsches Ding. Wie sieht man diesen Tag als Deutscher? Denkt man an den großen Krieg zurück, oder können diejenigen, die 18, 15 oder 12 Monate (oder wie auch immer) Wehrdienst geleistet haben mit diesem Tag etwas anfangen? In den USA bin ich Veteran. Dort hat man ohnehin ein ganz anderes Verständnis von "Gedenken". Das ist im Militär dort nicht (nur) an einen Volkstrauertag gebunden. Hier in Deutschland kommen mir dabei meist "Reservistenverbände" in den Sinn. Lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren.
Jedenfalls sind wir schon voll in der "stillen Zeit". Heute Volkstrauertag, nächstes Wochenende Totensonntag. An diesem findet bei uns der besinnliche Weihnachtsmarkt statt. Man wollte uns diesen am Totensonntag schon verbieten (tat es, besann sich jedoch eines Besseren).

Foto: Grabstein unseres Familiengrabes. Hier liegen meine Großmutter Gabriele v. Richthofen und die zweite Frau ihres Mannes friedlich vereint begraben. Irgendwann könnte ich auch hier landen, wenn noch Platz ist.
Leer? Natürlich nicht. Aber irgendwie stellen sich im täglichen "Kampf" die Themen für geistreiche Blogpostings nicht so recht ein.
Worüber gäbe es heute Bedarf nachzudenken?
Mega-TV-Trauerfeier für einen Nationaltowart, der Selbstmord (oder Freitod oder wie auch immer) begangen hat. Sehr, sehr traurig für die Familie. Doch pervers, dass so ein Thema nur so großes nationales Interesse findet, weil es indirekt um Fussball geht. Die unzähligen Menschen in diesem Land, die unter Depressionen leiden oder anders seelisch krank sind, interessieren doch niemanden.
Volkstrauertag. Ein deutsches Ding. Wie sieht man diesen Tag als Deutscher? Denkt man an den großen Krieg zurück, oder können diejenigen, die 18, 15 oder 12 Monate (oder wie auch immer) Wehrdienst geleistet haben mit diesem Tag etwas anfangen? In den USA bin ich Veteran. Dort hat man ohnehin ein ganz anderes Verständnis von "Gedenken". Das ist im Militär dort nicht (nur) an einen Volkstrauertag gebunden. Hier in Deutschland kommen mir dabei meist "Reservistenverbände" in den Sinn. Lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren.
Jedenfalls sind wir schon voll in der "stillen Zeit". Heute Volkstrauertag, nächstes Wochenende Totensonntag. An diesem findet bei uns der besinnliche Weihnachtsmarkt statt. Man wollte uns diesen am Totensonntag schon verbieten (tat es, besann sich jedoch eines Besseren).

Foto: Grabstein unseres Familiengrabes. Hier liegen meine Großmutter Gabriele v. Richthofen und die zweite Frau ihres Mannes friedlich vereint begraben. Irgendwann könnte ich auch hier landen, wenn noch Platz ist.
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Samstag, 14. November 2009
#hotelcamp
Habe heute per google wave das Hotelcamp verfolgt. Ich wäre ja gerne dabei gewesen, aber ich konnte nicht. Und so war es (fast) genauso gut.
Es ist schon verrückt, was momentan technisch möglich ist. Und das wird sich in der Zukunft noch exponentiell steigern.
Ich rate daher: Augen offen halten, offen sein für Neues, sich selbst und das Status quo immer wieder anzweifeln. Nur so kann es funktionieren.
Es ist schon verrückt, was momentan technisch möglich ist. Und das wird sich in der Zukunft noch exponentiell steigern.
Ich rate daher: Augen offen halten, offen sein für Neues, sich selbst und das Status quo immer wieder anzweifeln. Nur so kann es funktionieren.
Freitag, 13. November 2009
Schlossherr sein im Winter
Es ist ja erst Mitte November, aber Heizungstechnisch ist es im Schloss schon Winter. Draußen ist es jetzt tagsüber deutlich wärmer als drinnen. Und diese Kälte bereitet mir immer wieder ziemlichen Stress. Gestern erst wieder über 6.000 Liter Heizöl getankt, damit es den Gästen in ihren Zimmern und in den Festsälen auch schön warm ist. Dieser Ölvorrat, der manch Einfamilienhaushalt für ein ganzes Jahr genügt, dürfte mal wieder nur 6-8 Wochen reichen, fürchte ich. Und heute gibt eine der beiden Heizungen natürlich prompt den Geist auf. Klar, dass dies just zum Wochenende geschieht. Das Schloss ist schließlich ausgebucht und eine kulturelle Veranstaltung mit Menü haben wir auch.
Stundenlang war der Heizungsfachmann mit der Reparatur der Heizung beschäftigt. Er hat sie auseinander genommen und dann erst einmal verschiedene Ersatzteile incl. neuer Pumpe geholt und eingebaut, damit diese läuft (welche Rechnung noch auf uns zukommt, habe ich vorerst verdrängt).
Um 15:30 Uhr lief die Heizung dann wieder. Dann begann der Wettlauf mit der Zeit... den Jagdsaal warm kriegen, bevor die kulturelle Veranstaltung am Abend beginnt...
Ergebnis: im Jagdsaal ist es jetzt gerade zur Veranstaltung "Crime & Dine" nicht ganz so warm wie wir es für unsere Gäste gerne hätten. Diese zeigten jedoch großes Verständnis, wofür ich sehr dankbar bin. Mit ein wenig Frankenwein, Essen, und den von der charmanten Alexa Christ vorgetragenen Geschichten wird es einem dann schon ein wenig wärmer. Aber was bin ich froh, dass wir so verständnisvolle Gäste haben (viele darunter sind Stammgäste, einige von Ihnen kannten das Schloss schon, als kalte Säle eher die Norm waren). Aber es soll ja gemütlich sein. Geht es nicht durch Zentralheizung, dann hoffentlich durch ein herzliches Aneinanderrücken.
Ich hoffe, dass unsere Gäste uns und dem Schloss diese Panne verzeihen und dennoch einen schönen Abend in einem Hause erleben, dass eben auch mal seine Macken haben kann. Dass so viele Gäste darunter sind, die dem Hause schon viele Jahre verbunden sind, freut mich dabei besonders. Und dass neue Gäste, die den heutigen Abend als Geschenk bekommen haben, oder mit diesem einen ganz besonderen Anlass feiern, freut mich auch sehr.
Schlossherr sein ist nicht immer ganz so rosig, wie man es sich vielleicht vorstellt. Gerade im Winter. Aber es gibt eben auch besonders herzliche Begegnungen in einem solchen Gemäuer.
Stundenlang war der Heizungsfachmann mit der Reparatur der Heizung beschäftigt. Er hat sie auseinander genommen und dann erst einmal verschiedene Ersatzteile incl. neuer Pumpe geholt und eingebaut, damit diese läuft (welche Rechnung noch auf uns zukommt, habe ich vorerst verdrängt).
Um 15:30 Uhr lief die Heizung dann wieder. Dann begann der Wettlauf mit der Zeit... den Jagdsaal warm kriegen, bevor die kulturelle Veranstaltung am Abend beginnt...
Ergebnis: im Jagdsaal ist es jetzt gerade zur Veranstaltung "Crime & Dine" nicht ganz so warm wie wir es für unsere Gäste gerne hätten. Diese zeigten jedoch großes Verständnis, wofür ich sehr dankbar bin. Mit ein wenig Frankenwein, Essen, und den von der charmanten Alexa Christ vorgetragenen Geschichten wird es einem dann schon ein wenig wärmer. Aber was bin ich froh, dass wir so verständnisvolle Gäste haben (viele darunter sind Stammgäste, einige von Ihnen kannten das Schloss schon, als kalte Säle eher die Norm waren). Aber es soll ja gemütlich sein. Geht es nicht durch Zentralheizung, dann hoffentlich durch ein herzliches Aneinanderrücken.
Ich hoffe, dass unsere Gäste uns und dem Schloss diese Panne verzeihen und dennoch einen schönen Abend in einem Hause erleben, dass eben auch mal seine Macken haben kann. Dass so viele Gäste darunter sind, die dem Hause schon viele Jahre verbunden sind, freut mich dabei besonders. Und dass neue Gäste, die den heutigen Abend als Geschenk bekommen haben, oder mit diesem einen ganz besonderen Anlass feiern, freut mich auch sehr.
Schlossherr sein ist nicht immer ganz so rosig, wie man es sich vielleicht vorstellt. Gerade im Winter. Aber es gibt eben auch besonders herzliche Begegnungen in einem solchen Gemäuer.
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Donnerstag, 12. November 2009
Auswandern... oder "Netzlos"
Katharina: "Das Internet ist schlecht". Dass heißt sie sieht den roten Punkt am Router leuchten und weiß, dass es mal wieder keine Internetverbindung bei uns gibt. Am frühen Abend eigentlich Standard.
Gestern twitterte ich noch frech, die Telekom bringe mich noch zum Auswandern (worin ich eh schon erfahren bin). Aber das Barockschloss lässt sich nicht so leicht mitnehmen. Das weiß die Telekom wohl auch und ausserdem kriegt die ja eh meine 50 Euro im Monat dafür, dass ich überhaupt mal ins Netz kann, mit stark begrenzter "Geschwindigkeit" und keinerlei Garantie, dass es überhaupt funktioniert. "DSL light" nennen die das. Oder "Pilotversuch". Keinerlei Garantie, eben.
Abgeschrieben haben die uns hier, auf dem Land.
Die fehlende Anbindung an das Netz der Welt wird sich noch negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, vor allem in ländlichen Regionen auswirken.
Nun bin ich auch fast fertig mit dem Buch "Wikinomics - Die Revolution im Netz". Das Buch von Don Tapscott und Anthony D. Williams ist nun schon drei Jahre alt (eine lange Zeit, wenn es um bahnbrechende Veränderungen in der Netzwelt geht). Aber im Wesentlichen haben die beiden damals schon richtig erkannt, in welche Richtung wir uns bewegen: open-source als Quell sprudelnder Kreativität, offene Marktplätze für Wissen und Fähigkeiten, die Veränderung eines jeden Konsumenten zum mitentscheidenden und mit kreierenden Prosumenten, das Teilen der Wissenschaft, die Bedeutung partizipativer Plattformen, globale Produktion, die Macht der Wikis, die Chancen des kooperativen Verstands...
Grundlegend wird ja derzeit immer "anders denken" oder gar "quer denken" als Voraussetzung erfolgreichen Entscheidens und Handelns ins Feld geführt. Das halte ich auch für immens wichtig - den Blickwinkel, auch auf sich selbst, immer wieder zu verändern. Und das Wissen von aussen in diese neuen Sichtweisen mit einzubeziehen.
Wenn das Netz mal wieder nicht funktioniert, merke ich wie stark ich dieses schon für die eigene Meinungs- und Entscheidungsfindung nutze. Fast kein Gedanke geht vorbei, den ich nicht durch das Hinzufügen anderer Sichtweisen (oder den Anblick bildhafter und bildlicher Darstellungen) aus dem Netz abrunden möchte.
Tochter fragt was Koalas fressen. Ich erzähle es ihr, schlage vielleicht auch in einem Buch nach, in dem ein Koala in einem Eukalyptusbaum abgebildet ist. Aber das Netz macht erst eine holistische Sicht auf den Koala in seiner Ökosphäre - selbst für ein 4jähriges Mädchen - mit einfachen Bildern sichtbar.
Sicherlich, wir dürfen uns nicht so stark auf das Netz verlassen, dass wir ohne diesem nicht mehr zurecht kämen. Aber in einem ehemaligen Industrieland und hoffentlich auch Wissensland wie unserem dürfte man schon erwarten, dass ständiger (und schneller) Zugriff auf das Netz des Wissens zum täglichen Leben gehört. Es sollte ein Grundrecht sein. Okay, das geht vielleicht zu weit. Aber wenn wir es als Volk, als Gesellschaft nicht schaffen, diesen Zustand möglich zu machen, werden wir ganz schnell ganz stark hinterherhinken. Hinter Korea, Indien, von China gar nicht zu sprechen.
Ich hoffe, dass wir es schaffen, diesen Absprung nicht zu verpassen. Sonst bleiben wir vielleicht als das Land der Dichter und Denker in Erinnerung. Als Macher und Beweger werden wir jedoch sonst bald nicht mehr wahrgenommen. Neulich sagte mir jemand, Europa werde ohnehin in 50 Jahren nur "Museum" für wohlhabende Amerikaner und Asiaten" sein. Ich erschrak, aber da ist etwas Wahres dran (für die Gastronomie ist das ja auch kein schlechtes Zukunftsmodell, aber für uns als Gesellschaft?!).
Okay, auswandern mit Barockschloss geht nicht. Was kann ich tun, um für eine bessere ländliche Anbindung ans Internet zu kämpfen?
Gestern twitterte ich noch frech, die Telekom bringe mich noch zum Auswandern (worin ich eh schon erfahren bin). Aber das Barockschloss lässt sich nicht so leicht mitnehmen. Das weiß die Telekom wohl auch und ausserdem kriegt die ja eh meine 50 Euro im Monat dafür, dass ich überhaupt mal ins Netz kann, mit stark begrenzter "Geschwindigkeit" und keinerlei Garantie, dass es überhaupt funktioniert. "DSL light" nennen die das. Oder "Pilotversuch". Keinerlei Garantie, eben.
Abgeschrieben haben die uns hier, auf dem Land.
Die fehlende Anbindung an das Netz der Welt wird sich noch negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, vor allem in ländlichen Regionen auswirken.
Nun bin ich auch fast fertig mit dem Buch "Wikinomics - Die Revolution im Netz". Das Buch von Don Tapscott und Anthony D. Williams ist nun schon drei Jahre alt (eine lange Zeit, wenn es um bahnbrechende Veränderungen in der Netzwelt geht). Aber im Wesentlichen haben die beiden damals schon richtig erkannt, in welche Richtung wir uns bewegen: open-source als Quell sprudelnder Kreativität, offene Marktplätze für Wissen und Fähigkeiten, die Veränderung eines jeden Konsumenten zum mitentscheidenden und mit kreierenden Prosumenten, das Teilen der Wissenschaft, die Bedeutung partizipativer Plattformen, globale Produktion, die Macht der Wikis, die Chancen des kooperativen Verstands...
Grundlegend wird ja derzeit immer "anders denken" oder gar "quer denken" als Voraussetzung erfolgreichen Entscheidens und Handelns ins Feld geführt. Das halte ich auch für immens wichtig - den Blickwinkel, auch auf sich selbst, immer wieder zu verändern. Und das Wissen von aussen in diese neuen Sichtweisen mit einzubeziehen.
Wenn das Netz mal wieder nicht funktioniert, merke ich wie stark ich dieses schon für die eigene Meinungs- und Entscheidungsfindung nutze. Fast kein Gedanke geht vorbei, den ich nicht durch das Hinzufügen anderer Sichtweisen (oder den Anblick bildhafter und bildlicher Darstellungen) aus dem Netz abrunden möchte.
Tochter fragt was Koalas fressen. Ich erzähle es ihr, schlage vielleicht auch in einem Buch nach, in dem ein Koala in einem Eukalyptusbaum abgebildet ist. Aber das Netz macht erst eine holistische Sicht auf den Koala in seiner Ökosphäre - selbst für ein 4jähriges Mädchen - mit einfachen Bildern sichtbar.
Sicherlich, wir dürfen uns nicht so stark auf das Netz verlassen, dass wir ohne diesem nicht mehr zurecht kämen. Aber in einem ehemaligen Industrieland und hoffentlich auch Wissensland wie unserem dürfte man schon erwarten, dass ständiger (und schneller) Zugriff auf das Netz des Wissens zum täglichen Leben gehört. Es sollte ein Grundrecht sein. Okay, das geht vielleicht zu weit. Aber wenn wir es als Volk, als Gesellschaft nicht schaffen, diesen Zustand möglich zu machen, werden wir ganz schnell ganz stark hinterherhinken. Hinter Korea, Indien, von China gar nicht zu sprechen.
Ich hoffe, dass wir es schaffen, diesen Absprung nicht zu verpassen. Sonst bleiben wir vielleicht als das Land der Dichter und Denker in Erinnerung. Als Macher und Beweger werden wir jedoch sonst bald nicht mehr wahrgenommen. Neulich sagte mir jemand, Europa werde ohnehin in 50 Jahren nur "Museum" für wohlhabende Amerikaner und Asiaten" sein. Ich erschrak, aber da ist etwas Wahres dran (für die Gastronomie ist das ja auch kein schlechtes Zukunftsmodell, aber für uns als Gesellschaft?!).
Okay, auswandern mit Barockschloss geht nicht. Was kann ich tun, um für eine bessere ländliche Anbindung ans Internet zu kämpfen?
Schnapsidee Zukunftsblog
Meine Schnapsidee einen "Zukunftsblog" in Form von Einträgen in einem öffentlichen google Kalender zu führen fand noch nicht so recht Zustimmung. Vielleicht lag es auch am Zeitpunkt der Präsentation: 13:37 Uhr an einem Mittwoch bei twitter.
Ich halte die Idee nach wie vor für eine Schnapsidee, aber nachzudenken, wie man ein halbwegs sinnvolles Konzept daraus basteln könnte, darf man doch trotzdem.
Hier ist der erste Beitrag, den ich gestern in meinem fiktiven Zukunftsblog für den heutigen Kalendertag geschrieben hatte:
"Habe heute die kulturellen Veranstaltungen 2010 in unseren öffentlichen google Kalender eingetragen. Dabei hatte ich ein Schnapsidee: Bloggen über die Gegenwart oder die Vergangenheit ist doch langweilig. Warum nicht einen Zukunftsblog als öffentlichen (oder kleinem Kreis zugänglichen geschlossenen) gCal schreiben? Der Sinn eröffnet sich mir selbst auch noch nicht so ganz (habe aber heute "frei" und so Zeit auch für sinnlosere Überlegungen). Aber für diejenigen, die auf den ganzen "positive affirmations" Kram stehen könnte es so sein, dass sie auf bestimmte Zukunftstermine Schnapsideen oder "habe ich folgendes Ziel erreicht?" Beiträge legen, die dann eben zu entsprechender Zeit im aktuellen Kalender erscheinen. Nuja, um die Kommentarfunktion ist es zumindest nicht sonderlich gut bestellt..."
Okay, ich hatte an meinem gestrigen freien Tag wirklich auch mal erstaunlich viel Zeit für sinnvolle Zeitreibung ob Isas 3stündigem Mittagsschlaf begründet durch Krankheit. Da kann man auch schon soetwas aushecken.
Ich nutze einen öffentlichen gCal jedenfalls schon seit über einem Jahr um unser Kulturprogramm auch in google Kalendern auffindbar zu machen und denjenigen wenigen, die ihren Kalender ebenfalls per gCal führen, zu erlauben, diesen problemlos anzeigen zu lassen und/oder zu abonnieren. Hin und wieder kleine "Ostereier" an "Zukunftsblogbeiträgen" in diesem zu verstecken wäre doch eine nette Idee! Vorausgesetzt, ich habe auch an künftigen freien Tagen eine verlängerte Mittagspause...
Ach ja: der Kalender ist zu finden unter in unserem öffentlichen gCal
Ich halte die Idee nach wie vor für eine Schnapsidee, aber nachzudenken, wie man ein halbwegs sinnvolles Konzept daraus basteln könnte, darf man doch trotzdem.
Hier ist der erste Beitrag, den ich gestern in meinem fiktiven Zukunftsblog für den heutigen Kalendertag geschrieben hatte:
"Habe heute die kulturellen Veranstaltungen 2010 in unseren öffentlichen google Kalender eingetragen. Dabei hatte ich ein Schnapsidee: Bloggen über die Gegenwart oder die Vergangenheit ist doch langweilig. Warum nicht einen Zukunftsblog als öffentlichen (oder kleinem Kreis zugänglichen geschlossenen) gCal schreiben? Der Sinn eröffnet sich mir selbst auch noch nicht so ganz (habe aber heute "frei" und so Zeit auch für sinnlosere Überlegungen). Aber für diejenigen, die auf den ganzen "positive affirmations" Kram stehen könnte es so sein, dass sie auf bestimmte Zukunftstermine Schnapsideen oder "habe ich folgendes Ziel erreicht?" Beiträge legen, die dann eben zu entsprechender Zeit im aktuellen Kalender erscheinen. Nuja, um die Kommentarfunktion ist es zumindest nicht sonderlich gut bestellt..."
Okay, ich hatte an meinem gestrigen freien Tag wirklich auch mal erstaunlich viel Zeit für sinnvolle Zeitreibung ob Isas 3stündigem Mittagsschlaf begründet durch Krankheit. Da kann man auch schon soetwas aushecken.
Ich nutze einen öffentlichen gCal jedenfalls schon seit über einem Jahr um unser Kulturprogramm auch in google Kalendern auffindbar zu machen und denjenigen wenigen, die ihren Kalender ebenfalls per gCal führen, zu erlauben, diesen problemlos anzeigen zu lassen und/oder zu abonnieren. Hin und wieder kleine "Ostereier" an "Zukunftsblogbeiträgen" in diesem zu verstecken wäre doch eine nette Idee! Vorausgesetzt, ich habe auch an künftigen freien Tagen eine verlängerte Mittagspause...
Ach ja: der Kalender ist zu finden unter in unserem öffentlichen gCal
Mittwoch, 11. November 2009
Überlegungen zum Martinstag
Gestern Abend waren wir in Stammheim auf einem für die Kinder doch noch recht langen Martinsumzug. Aber es hat ihnen gut gefallen. "St. Martin" ging auf seinem Pferd voraus, gefolgt von der Kinderschar samt Eltern mit ihren bunten Laternen, die sie gemeinsam im Kindergarten gebastelt hatten. Dahinter lief die Blaskapelle und - was für die Kinder mit am aufregendsten war - das Stammheimer Feuerwehrauto.
Am Feuerwehrhaus sahen wir dann das Schauspiel vom Martin, wie mit er einem Bettler seinen Mantel teilt. Natürlich alles mit passender und im Kindergarten vorher eingeübter Musik.
Zurück am Kindergarten gab es Punsch, Glühwein, Wiener Würstchen im Brötchen und hausgemachte Kuchen in fränkischen Proportionen (überriesig! Ein Stück Käseplootz zu 50 Cent reicht einer norddeutschen 4-köpfigen Familie wohl für mehrere Wochen).
Eigentlich waren die Kinder schon vor Beginn dieser Veranstaltung müde. Danach waren sie fertig - und aufgedreht. Mit dem Zubettgehen klappte es dennoch einigermaßen und gegen 20:45 Uhr ging auch Isa dann ins Bett. Das gab mir Zeit für ein paar Überlegungen.
Gerade im katholischeren Stammheim fand der Umzug am 10. November statt, dem Tag, an dem in evangelischen Gemeinden Martinisingen durchgeführt werden. Das lag jedoch mehr an Verfügbarkeit von Pferd und Reiter(in), als an diesem Termin. In Zeilitzheim dagegen, das noch leicht mehrheitlich evangelisch geprägt ist, ist man da katholischer. Auch im Kindergarten geht es da katholischer zu. Voller Stolz erzählte man uns bei einem Elterninformationsabend zum damals neuen Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, dass man mit den Kindern gemeinsam die Jungfrau Maria anbete. Es habe den Kindern nicht geschadet.
Ob dies den Kindern schadet oder nicht, wollten wir nicht unbedingt auf die Probe stellen. Ich halte eine religiös möglichst neutrale Erziehung der Kinder für angebrachter. Sie sollen einmal aus Freien Stücken entscheiden dürfen, woran sie glauben und nicht von allzu vielen "Märchen" aus der Kindheit geprägt sein.
Dennoch empfinde ich die Vermittlung von Traditionen und Bräuchen für die Kinder als sehr wichtig. Sie wachsen in einem Land auf, in dem sich alte heidnische Bräuche mit christlichen Bräuchen aus dem Mittelalter vermischen. Das gehört nun mal zu ihrer landesspezifischen Identität dazu und sie sollen diese Bräuche auch miterleben, auch ein wenig zelebrieren dürfen. Möglichst sollen sie diese dann auch als das, was sie sind verstehen lernen.
Jedenfalls ist die Geschichte vom Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem bedürftigen Menschen teilt, ein wertvolles Bild für die Kinder. Manche von ihnen wollten ihren Euro, den sie mit ihrer Laterne bekamen, um nach dem Umzug Kuchen und Punsch kaufen zu können, dem Bettler geben. Für unsere deutsch-ungarischen Kinder von Interesse: der spätere Bischof, Martin von Tours, wuchs als Sohn eines römischen Tribuns im heutigen Ungarn auf.
Am Feuerwehrhaus sahen wir dann das Schauspiel vom Martin, wie mit er einem Bettler seinen Mantel teilt. Natürlich alles mit passender und im Kindergarten vorher eingeübter Musik.
Zurück am Kindergarten gab es Punsch, Glühwein, Wiener Würstchen im Brötchen und hausgemachte Kuchen in fränkischen Proportionen (überriesig! Ein Stück Käseplootz zu 50 Cent reicht einer norddeutschen 4-köpfigen Familie wohl für mehrere Wochen).
Eigentlich waren die Kinder schon vor Beginn dieser Veranstaltung müde. Danach waren sie fertig - und aufgedreht. Mit dem Zubettgehen klappte es dennoch einigermaßen und gegen 20:45 Uhr ging auch Isa dann ins Bett. Das gab mir Zeit für ein paar Überlegungen.
Gerade im katholischeren Stammheim fand der Umzug am 10. November statt, dem Tag, an dem in evangelischen Gemeinden Martinisingen durchgeführt werden. Das lag jedoch mehr an Verfügbarkeit von Pferd und Reiter(in), als an diesem Termin. In Zeilitzheim dagegen, das noch leicht mehrheitlich evangelisch geprägt ist, ist man da katholischer. Auch im Kindergarten geht es da katholischer zu. Voller Stolz erzählte man uns bei einem Elterninformationsabend zum damals neuen Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz, dass man mit den Kindern gemeinsam die Jungfrau Maria anbete. Es habe den Kindern nicht geschadet.
Ob dies den Kindern schadet oder nicht, wollten wir nicht unbedingt auf die Probe stellen. Ich halte eine religiös möglichst neutrale Erziehung der Kinder für angebrachter. Sie sollen einmal aus Freien Stücken entscheiden dürfen, woran sie glauben und nicht von allzu vielen "Märchen" aus der Kindheit geprägt sein.
Dennoch empfinde ich die Vermittlung von Traditionen und Bräuchen für die Kinder als sehr wichtig. Sie wachsen in einem Land auf, in dem sich alte heidnische Bräuche mit christlichen Bräuchen aus dem Mittelalter vermischen. Das gehört nun mal zu ihrer landesspezifischen Identität dazu und sie sollen diese Bräuche auch miterleben, auch ein wenig zelebrieren dürfen. Möglichst sollen sie diese dann auch als das, was sie sind verstehen lernen.
Jedenfalls ist die Geschichte vom Martin von Tours, der seinen Mantel mit einem bedürftigen Menschen teilt, ein wertvolles Bild für die Kinder. Manche von ihnen wollten ihren Euro, den sie mit ihrer Laterne bekamen, um nach dem Umzug Kuchen und Punsch kaufen zu können, dem Bettler geben. Für unsere deutsch-ungarischen Kinder von Interesse: der spätere Bischof, Martin von Tours, wuchs als Sohn eines römischen Tribuns im heutigen Ungarn auf.
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Dienstag, 10. November 2009
Spuren suchen - Pfadfinder
Spuren suchen. Neue Pfade ertrampeln. Viel Zeit in der Natur zu verbringen. Das sind alles Wunschträume eines jeden Kindes. Für mich ging dieser Wunsch in Erfüllung bei den Pfadfindern.
Im schottischen Glasgow der 70er Jahre war ich zuerst cub scout und dann boy scout bei der First Glasgow Scout Group. Zu unserer Pfadfinderuniform gehörte neben dem obligatorischen braunen Hemd mit den diversen Leistungsabzeichen auch der Schottenrock. Heute für Deutsche vielleicht ein komischer Anblick. Für uns Jungs damals vollkommen normal. Wir lernten allerlei praktische Dinge (das erste Abzeichen, das ich damals als cub scout errang, war glaube ich das "housekeeping" Abzeichen osä, für das man in diversen häuslichen Arbeiten geprüft wurde wie Knöpfe annähen, Spiegeleier braten, Putzen...). Das Abzeichen hatte, glaube ich, auch als Symbol eine Kehrschaufel mit Besen darauf.
In Deutschland war ich auch noch eine Weile lang Pfadfinder, in Bremen (Pfadfinderschaft Nordmark, Mitglied des DPV). Ein besonderer Höhepunkt dieser Zeit war eine winterliche Zeltwanderung durch den Harz. Nach langen Fußmärschen stellten wir abends im Schnee unsere Kohten auf; Lagerfeuerromantik aus dem Jugendbewegungsbilderbuch.
Was mich in Deutschland jedoch mit voranschreitender Adoleszenz zunehmend störte, war die religiöse Ausrichtung der meisten Pfadfinderverbände, die ich kennenlernte. Während wir in Schottland zwar auch den Pfadfindereid auf Gott und britische Königin schwuren, war das dann auch das Ausmaß religiösen Lebens im Pfadfinderumfeld. In Deutschland war bei den Treffen und Freizeiten jedoch beten und das Singen christlicher Lieder gang und gäbe.
In Schottland sagten wir zur Aufnahme in diesen "Orden" folgenden Schwur, den sogenannten "Scout Promise" auf:
On my honour I promise that I will do my best—
To do my duty to God and the Queen
To help other people at all times
To obey the Scout Law.
Aber sogar der Gründer der Pfadfinderbewegung selbst, der britische General Lord Baden-Powell, hatte bereits 1920 sechs europäischen Länderverbänden auf Antrag gestattet den Zusatz "to God" zu streichen; um das Religiöse war es dem Oberpfadfinder nicht gegangen. In Deutschland gibt es katholische, evangelische und interkonfessionelle Pfadfinderverbände. Einen wirklich von der Religion befreiten Verband (der noch dem Ursprungsgedanken Baden-Powells gerecht wird) gibt es jedoch wohl nicht (oder?).
In unserer Region gibt es in Gerolzhofen einen Stamm der Pfadfinderschaft Sankt Georg, ein Pfadfinderstamm der kath. Diözese Würzburg. Das Abzeichen dieses Stammes, der sich die "Gralsritter" nennt, hat neben dem Gerolzhöfer Stadtwappen, einem Turm, einem Biber, einem Kelch (der wohl besagten Gral darstellen soll) auch ein an die Illuminaten erinnerndes wachsames Auge Gottes an der Spitze. Der Turm soll den Gerolzhöfer Bibraturm an der Stadtmauer darstellen, in dem sich der Stamm seit 1965 trifft.
Im schottischen Glasgow der 70er Jahre war ich zuerst cub scout und dann boy scout bei der First Glasgow Scout Group. Zu unserer Pfadfinderuniform gehörte neben dem obligatorischen braunen Hemd mit den diversen Leistungsabzeichen auch der Schottenrock. Heute für Deutsche vielleicht ein komischer Anblick. Für uns Jungs damals vollkommen normal. Wir lernten allerlei praktische Dinge (das erste Abzeichen, das ich damals als cub scout errang, war glaube ich das "housekeeping" Abzeichen osä, für das man in diversen häuslichen Arbeiten geprüft wurde wie Knöpfe annähen, Spiegeleier braten, Putzen...). Das Abzeichen hatte, glaube ich, auch als Symbol eine Kehrschaufel mit Besen darauf.
In Deutschland war ich auch noch eine Weile lang Pfadfinder, in Bremen (Pfadfinderschaft Nordmark, Mitglied des DPV). Ein besonderer Höhepunkt dieser Zeit war eine winterliche Zeltwanderung durch den Harz. Nach langen Fußmärschen stellten wir abends im Schnee unsere Kohten auf; Lagerfeuerromantik aus dem Jugendbewegungsbilderbuch.
Was mich in Deutschland jedoch mit voranschreitender Adoleszenz zunehmend störte, war die religiöse Ausrichtung der meisten Pfadfinderverbände, die ich kennenlernte. Während wir in Schottland zwar auch den Pfadfindereid auf Gott und britische Königin schwuren, war das dann auch das Ausmaß religiösen Lebens im Pfadfinderumfeld. In Deutschland war bei den Treffen und Freizeiten jedoch beten und das Singen christlicher Lieder gang und gäbe.
In Schottland sagten wir zur Aufnahme in diesen "Orden" folgenden Schwur, den sogenannten "Scout Promise" auf:
On my honour I promise that I will do my best—
To do my duty to God and the Queen
To help other people at all times
To obey the Scout Law.
Aber sogar der Gründer der Pfadfinderbewegung selbst, der britische General Lord Baden-Powell, hatte bereits 1920 sechs europäischen Länderverbänden auf Antrag gestattet den Zusatz "to God" zu streichen; um das Religiöse war es dem Oberpfadfinder nicht gegangen. In Deutschland gibt es katholische, evangelische und interkonfessionelle Pfadfinderverbände. Einen wirklich von der Religion befreiten Verband (der noch dem Ursprungsgedanken Baden-Powells gerecht wird) gibt es jedoch wohl nicht (oder?).
In unserer Region gibt es in Gerolzhofen einen Stamm der Pfadfinderschaft Sankt Georg, ein Pfadfinderstamm der kath. Diözese Würzburg. Das Abzeichen dieses Stammes, der sich die "Gralsritter" nennt, hat neben dem Gerolzhöfer Stadtwappen, einem Turm, einem Biber, einem Kelch (der wohl besagten Gral darstellen soll) auch ein an die Illuminaten erinnerndes wachsames Auge Gottes an der Spitze. Der Turm soll den Gerolzhöfer Bibraturm an der Stadtmauer darstellen, in dem sich der Stamm seit 1965 trifft.
Montag, 9. November 2009
November - Zeit der Treibjagden
Als in Deutschland stationierter amerikanischer Luftwaffensoldat machte ich ende der 80er Jahre den Jagdschein. Genauer gesagt: ich machte die entsprechende Ausbildung mit erfolgreichem Prüfungsabschluss, der in einer Urkunde des Landes Nordrheinwestfalen (Korrektur: Rheinland Pfalz) resultierte. Einen Jagdschein an sich habe ich mir aufgrund dieses Zertifikats jedoch nie ausstellen lassen. Dafür habe ich jetzt eine schöne Urkunde mit Wald und Wildsau drauf, die ich vor Kurzem wieder fand. Ich kann sie ja in unserem Jagdsaal ins Schloss hängen. Jedenfalls habe ich nicht vor, mir mit der Urkunde (und entsprechender Jagdversicherung) einen Jagdschein ausstellen zu lassen.
Gerade als ausgebildeter Jäger verstehe ich, dass es mangels wirklich freier und miteinander verbundener Lebensräume für Wildtiere und einer Veränderung der natürlichen Feinde der bei uns vorkommenden Tierarten wichtig ist, Tierbestände möglichst human zu kontrollieren. Treib- oder Drückjagden gehören für mich jedoch nicht dazu. Schließlich handelt es sich hier mehr um eine "Gesellschaftsjagd".
Aber ganz konsequent bin natürlich auch ich nicht, denn ich esse nicht nur Fleisch, sondern gerade (wenn auch sehr selten) auch gerne Wild. Wichtig aber, sich bewusst sein, was man tut.

Foto: Auge und Ohr eines lieben Viechs in Zeilitzheim. Diese leben in einem idyllischen Gehege (neben dem eine eigens dafür errichtete Schlachthütte steht).
Gerade als ausgebildeter Jäger verstehe ich, dass es mangels wirklich freier und miteinander verbundener Lebensräume für Wildtiere und einer Veränderung der natürlichen Feinde der bei uns vorkommenden Tierarten wichtig ist, Tierbestände möglichst human zu kontrollieren. Treib- oder Drückjagden gehören für mich jedoch nicht dazu. Schließlich handelt es sich hier mehr um eine "Gesellschaftsjagd".
Aber ganz konsequent bin natürlich auch ich nicht, denn ich esse nicht nur Fleisch, sondern gerade (wenn auch sehr selten) auch gerne Wild. Wichtig aber, sich bewusst sein, was man tut.

Foto: Auge und Ohr eines lieben Viechs in Zeilitzheim. Diese leben in einem idyllischen Gehege (neben dem eine eigens dafür errichtete Schlachthütte steht).
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Sonntag, 8. November 2009
Brave New World
Digital natives. So nennt man die "Kinder" die in den 80er Jahren oder später geboren wurden und kein Leben ohne Computer und Mobiltelefone kennen.
Wir mussten uns damals noch mit Eigenbausätzen für Sinclair ZX 81 und dann später der fertigen Kiste des Commodore C64 herumschlagen und erst basic programmieren lernen und für besonders coole Programme lange Listen an compiler code eingeben. Alles Käse. Aber stolz waren wir damals doch, an der Spitze dieser Volksbewegung des wirklich "persönlichen Computers" dabei zu sein.
Das soll nicht überheblich klingen, denn ich bin zum Beispiel sehr froh, dass unsere Kinder nun brauchbare Computersysteme in die Wiege gelegt bekamen und nicht mehr mit compilern herumspielen müssen, um die einfachsten Dinge erledigen zu können. Für sie ist es mit ihren 2 und 4 Jahren auch selbstverständlich eine Maus zu bedienen und auch eine Tastatur (zumindest die Cursor-Pfeile, denn schreiben können sie ja noch nicht). Auch die multitouch-Gesten der hoffentlich bald auch in diesem Haushalt anzutreffenden apple magic mouse werden ihnen sicherlich nicht schwer fallen.
Brave New World. Ich mag dich.
Wir mussten uns damals noch mit Eigenbausätzen für Sinclair ZX 81 und dann später der fertigen Kiste des Commodore C64 herumschlagen und erst basic programmieren lernen und für besonders coole Programme lange Listen an compiler code eingeben. Alles Käse. Aber stolz waren wir damals doch, an der Spitze dieser Volksbewegung des wirklich "persönlichen Computers" dabei zu sein.
Das soll nicht überheblich klingen, denn ich bin zum Beispiel sehr froh, dass unsere Kinder nun brauchbare Computersysteme in die Wiege gelegt bekamen und nicht mehr mit compilern herumspielen müssen, um die einfachsten Dinge erledigen zu können. Für sie ist es mit ihren 2 und 4 Jahren auch selbstverständlich eine Maus zu bedienen und auch eine Tastatur (zumindest die Cursor-Pfeile, denn schreiben können sie ja noch nicht). Auch die multitouch-Gesten der hoffentlich bald auch in diesem Haushalt anzutreffenden apple magic mouse werden ihnen sicherlich nicht schwer fallen.
Brave New World. Ich mag dich.
Samstag, 7. November 2009
Weizen, Aal und Sonne
Krautheimer Hefeweissbier. Der erste Schluck hat immer so etwas von Nelke... der zweite vielleicht von... Banane. Gesund soll das Zeug ja auch sein, für Haut und Haare und so. Nicht zu vernachlässigen ist jedoch der enthaltene Alkohol. Naja, 5% vol. Aber die Masse macht's.
Früher schmeckte das Hefeweizen jedoch besser, als wir Jugendlichen im Gasthaus "Zur Sonne" bei der Wirtin Irma so lange am Weizen nuckelten, wie wir konnten, um das Erlebnis noch zu verlängern und bezahlbar zu machen. Am Stammtisch hauten dabei die Kerle (manche von ihnen leben ja immernoch) ihre Karten grölend und ächzend auf den Tisch, während wir dagegen ganz brav unsere Partien "Waddeln" oder "Zwanzig Ab" am Ecktisch spielten.
Dazu gab es dann hin und wieder einen "Aal" aus der im gleichen Gebäude untergebrachten Metzgerei von Dietmar "Didi" Hausstein - eine längliche, kantige, trockene geräucherte Wurst, die vorzüglich dazu geeignet war, den Durst auf das nächste Weizenbier drastisch zu beschleunigen. Und auch ganz lecker schmeckte.
Das hielten wir aus, bis Wirtin Irma zuerst demonstrativ die Rollos herunter ließ und dann, wenn es ihr langsam zu bunt und/oder spät wurde, von der Theke aus die Lampe über unserem Tisch an und aus flackern ließ: Das unmissverständliche Signal nun doch endlich zu gehen. Sie hätte uns ja auch fragen können. Aber dann hätten sich diese pubertären Gasthausbesuche sicherlich auch nicht so in mein Gedächtnis eingeprägt.
Früher schmeckte das Hefeweizen jedoch besser, als wir Jugendlichen im Gasthaus "Zur Sonne" bei der Wirtin Irma so lange am Weizen nuckelten, wie wir konnten, um das Erlebnis noch zu verlängern und bezahlbar zu machen. Am Stammtisch hauten dabei die Kerle (manche von ihnen leben ja immernoch) ihre Karten grölend und ächzend auf den Tisch, während wir dagegen ganz brav unsere Partien "Waddeln" oder "Zwanzig Ab" am Ecktisch spielten.
Dazu gab es dann hin und wieder einen "Aal" aus der im gleichen Gebäude untergebrachten Metzgerei von Dietmar "Didi" Hausstein - eine längliche, kantige, trockene geräucherte Wurst, die vorzüglich dazu geeignet war, den Durst auf das nächste Weizenbier drastisch zu beschleunigen. Und auch ganz lecker schmeckte.
Das hielten wir aus, bis Wirtin Irma zuerst demonstrativ die Rollos herunter ließ und dann, wenn es ihr langsam zu bunt und/oder spät wurde, von der Theke aus die Lampe über unserem Tisch an und aus flackern ließ: Das unmissverständliche Signal nun doch endlich zu gehen. Sie hätte uns ja auch fragen können. Aber dann hätten sich diese pubertären Gasthausbesuche sicherlich auch nicht so in mein Gedächtnis eingeprägt.
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Über das Schreiben
Am Bildschirm blinkt ein grüner Cursor. Mehr nicht.
Das ist alles.
Es ist die Quintessenz der "Eingabeaufforderung", die wir ja noch aus den 80er Jahren kennen. Das ist Writeroom - ein Programm für den Apple Mac, das Ablenkungsfreies Schreiben verspricht. Das Versprechen wird gehalten.
Ich hatte vor einigen Monaten bereits mit Writeroom experimentiert. Dafür, dass dieser "word processor" jedoch wirklich nichts "bietet" als eben alles (wirklich ALLES), was sonst in einem Schreibprogramm am Bildschirm prangt, zu entfernen, waren mir die EUR 25,-- doch zu teuer. Nun aber wurde das Programm mit voller Lizenz bei macheist.com für lau angeboten.
Ob ich jetzt auch mal - motiviert durch eine solch schicke Schreibumgebung - geistreichere Blogartikel schreiben werde? Die Zeit wird es zeigen. Jedenfalls geht es jetzt so langsam wieder auf den Winter zu und ich habe vor, mich wieder meinem Buchprojekt zu widmen. Dieses kam in den hektischen Sommermonaten wirklich zu kurz, zumal es mit zwei kleinen Kindern im Haus auch nicht wirklich einfach ist, ein Buch zu schreiben. Alles faule Ausreden, ich weiß...
An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Diese werden ständig in evernote festgehalten, so dass sie mittels Stichwortsuche ganz schnell wieder hervor gekramt werden können, wenn die entsprechenden Assoziationen ins Hirn schlüpfen. Die Werkzeuge sind da, die virtuellen Bleistifte gespitzt. Zeit, sie einzusetzen!
Das ist alles.
Es ist die Quintessenz der "Eingabeaufforderung", die wir ja noch aus den 80er Jahren kennen. Das ist Writeroom - ein Programm für den Apple Mac, das Ablenkungsfreies Schreiben verspricht. Das Versprechen wird gehalten.
Ich hatte vor einigen Monaten bereits mit Writeroom experimentiert. Dafür, dass dieser "word processor" jedoch wirklich nichts "bietet" als eben alles (wirklich ALLES), was sonst in einem Schreibprogramm am Bildschirm prangt, zu entfernen, waren mir die EUR 25,-- doch zu teuer. Nun aber wurde das Programm mit voller Lizenz bei macheist.com für lau angeboten.
Ob ich jetzt auch mal - motiviert durch eine solch schicke Schreibumgebung - geistreichere Blogartikel schreiben werde? Die Zeit wird es zeigen. Jedenfalls geht es jetzt so langsam wieder auf den Winter zu und ich habe vor, mich wieder meinem Buchprojekt zu widmen. Dieses kam in den hektischen Sommermonaten wirklich zu kurz, zumal es mit zwei kleinen Kindern im Haus auch nicht wirklich einfach ist, ein Buch zu schreiben. Alles faule Ausreden, ich weiß...
An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Diese werden ständig in evernote festgehalten, so dass sie mittels Stichwortsuche ganz schnell wieder hervor gekramt werden können, wenn die entsprechenden Assoziationen ins Hirn schlüpfen. Die Werkzeuge sind da, die virtuellen Bleistifte gespitzt. Zeit, sie einzusetzen!
Freitag, 6. November 2009
Freitag der 13.
Ein passender Termin für unseren literarisch-kulinarischen Abend mit dem Titel "Crime and Dine" mit der Sprecherin und Moderatorin Alexa Christ. Krimis haben Hochsaison, besonders wenn sie genüsslich sind.
Am Freitag, 13. November um 19.30 Uhr liest Alexa Christ im Jagdsaal des Schlosses bei einem mehrgängigen Menü aus Krimis, Kurzgeschichten und Romanen, die alle irgend etwas mit prickelnden Gaumenfreuden zu tun haben. Ein Abend, der alle Sinne anspricht: den Geschmack ebenso wie die Ohren, die Augen genauso wie die Nase. Genuss steht im Vordergrund. Den amüsanten bis spannenden Texten leiht Alexa Christ dafür ihre dunkle, weiche Stimme und ihr Erzähltalent.
Alexa Christ schreibt Radiosendungen für den WDR und den Deutschlandfunk, für die sie ebenfalls als Sprecherin tätig ist und moderiert für Funk, Fernsehen, Messen und Events. Auch bei großen Literaturfestivals ist sie als Rezitatorin tätig. Literatur müsse aufregend, fesselnd, humorvoll, skurril und hintergründig sein, sagt sie, und müsse "gleichzeitig zum Lesen und Genießen verführen". Die "schönsten und verführerischsten Speisen" servieren wir.
Von Alexa Christ hatte ich erstmals über Stefan Niemeyer vom Romantikhotel Schloss Rheinfels gehört. Stefan twittert und betreibt auch einen Schlossblog. Anfang Mai waren wir zusammen in Ischgl beim Tourismusbesprechungsraum.
Das Menü:
Ouefs en meurette (Verlorenes Ei in Rotweinsauce, Burgund)
Risotto Milanese
Sugar Cured Ham (Knochenschinken gebacken mit Kruste, England)
Haselnusstarte
Karten: EUR 50,-- incl. Menü
Am Freitag, 13. November um 19.30 Uhr liest Alexa Christ im Jagdsaal des Schlosses bei einem mehrgängigen Menü aus Krimis, Kurzgeschichten und Romanen, die alle irgend etwas mit prickelnden Gaumenfreuden zu tun haben. Ein Abend, der alle Sinne anspricht: den Geschmack ebenso wie die Ohren, die Augen genauso wie die Nase. Genuss steht im Vordergrund. Den amüsanten bis spannenden Texten leiht Alexa Christ dafür ihre dunkle, weiche Stimme und ihr Erzähltalent.
Alexa Christ schreibt Radiosendungen für den WDR und den Deutschlandfunk, für die sie ebenfalls als Sprecherin tätig ist und moderiert für Funk, Fernsehen, Messen und Events. Auch bei großen Literaturfestivals ist sie als Rezitatorin tätig. Literatur müsse aufregend, fesselnd, humorvoll, skurril und hintergründig sein, sagt sie, und müsse "gleichzeitig zum Lesen und Genießen verführen". Die "schönsten und verführerischsten Speisen" servieren wir.
Von Alexa Christ hatte ich erstmals über Stefan Niemeyer vom Romantikhotel Schloss Rheinfels gehört. Stefan twittert und betreibt auch einen Schlossblog. Anfang Mai waren wir zusammen in Ischgl beim Tourismusbesprechungsraum.
Das Menü:
Ouefs en meurette (Verlorenes Ei in Rotweinsauce, Burgund)
Risotto Milanese
Sugar Cured Ham (Knochenschinken gebacken mit Kruste, England)
Haselnusstarte
Karten: EUR 50,-- incl. Menü
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Mittwoch, 4. November 2009
Klausurtagung in Karlstadt

Foto: am Main in Karlstadt
Die letzten 2 Tage verbrachte ich mit meinen Kolleg/innen vom Gastronomennetzwerk "Die LandWirt'n" bei unserer jährlichen Klausurtagungen, diesmal in Karlstadt am Main.
Bei dem jährlichen Treffen legen wir die Schwerpunkte für das nächste Jahr fest und entscheiden darüber, welche Schulungen wir gemeinsam für unsere Mitarbeiter durchführen. Natürlich ist auch der Erfahrungsaustausch untereinander sehr wichtig.
Gestern Nachmittag gab ich dann in Karlstadt einer Studentin ein Interview, die gerade ihre Diplomarbeit über die Anwendung von web2.0 in der Hotellerie schreibt. Sie war eigens dafür aus Niederbayern angereist. Ich wünsche ihr viel Erfolg mit ihrer Diplomarbeit und schon auf die zusammengetragenen Ergebnisse gespannt!
Sonntag, 1. November 2009
Herbstwochenende

Ich bin heute wirklich müde nach einem erfolgreichen, aber auch anstrengendem Wochenende im Schloss. In Stichpunkten:
Krimidinner: fast maximale Auslastung des Jagdsaales. Die Gäste wieder sehr zufrieden (andernfalls bitte melden!).
Besuch meiner Schwester Sibylle: sie schuf ein neues Kunstwerk, das nun härtet und die nächsten Wochen feucht gehalten werden muss. Skulptur.
Kinder: man muss sie schon wirklich mehr auslasten an den Nicht-Kindergartentagen (die leider auch unsere Hauptarbeitstage sind)...
Unter'm Strich: Alles ganz "normal" im Schloss. Aber: entsprechend müde.
Für mich heißt es ersteinmal: Klausurtagung der "LandWirt'n". Ab morgen.
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