Mittwoch, 30. September 2009

Mainschleifenbahn

Was die eigene Region touristisch zu bieten hat bekommt man selbst oft nicht mit, weil man Ausflüge ja eher in die weitere Ferne unternimmt. Mit zwei kleinen Kindern im Hause verkleinert sich der Radius für Ausflüge jedoch wieder.

So kamen wir am Sonntagnachmittag in den Genuss einer Zugrundfahrt mit der Mainschleifenbahn von Volkach nach Seligenstadt und zurück. Für die Kinder war es die erste Zugfahrt überhaupt. Für Isa war das noch ein wenig unheimlich, aber Katharina hat es sichtlich genossen (ich erinnere mich auch noch ganz genau an meine erste Zugfahrt als Kind in Pakistan).

Die Strecke wird von ehrenamtlichen Mitgliedern eines gemeinnützigen Vereins betrieben. Als Lok kommt ein Uerdinger Schienenbus (Baujahr 1960) zum Einsatz, der einer Zugfahrt einen Hauch von Wirtschaftswunderfeeling verleiht.

Fron and BackCockpitMSBAerobics

Dienstag, 29. September 2009

"Burns Night" - Schottischer Abend im Schloss

Nachdem ich 6 Jahre meiner Kindheit in Schottland verbracht habe und dort auch in eine schottische primary school eingeschult wurde (gleich in die 2. Klasse, dann bis incl. 7. Klasse), verbindet mich noch einiges mit diesem Land, in dem auch meine Schwester Sibylle noch viele Jahre blieb, nachdem wir in Richtung Deutschland abzogen.

Es gibt auch fast jedes Jahr eine kulturelle Veranstaltung im Schloss, die an diese Erfahrung anknüpft. Am kommenden Freitag gibt es mal wieder einen schottischen Abend, den der bei uns bereits bestens bekannte Adam MacThomas künstlerisch ausgestalten wird. Aus unserer Pressemitteilung:

In diesem Jahr feiert die anglophile Welt den 250.Geburtstag des schottischen Nationaldichters Robert Burns „Rabbie Burns“, wie die Schotten ihren Dichter liebevoll nennen, einen Bauernsohn, der den schottischen Dialekt in die englische und in die Welt-Literatur einfügte. Schottland-Liebhaber in der ganzen Welt (so viele Schotten sind einstmals wegen der Armut des Landes ausgewandert) feiern seinen Geburtstag mit einer „Burns Night“, so auch in Zeilitzheim, und zwar am Freitag, 2. Oktober um 19.30 Uhr mit einem schottischen Abendessen und einem musikalisch-literarischen Programm, das Adam MacThomas gestaltet. Er rezitiert Verse von Robert Burns, die ihn unsterblich gemacht haben, besonders das große Gedicht vom Tom O`Shanter, einer Ballade, in der Hexen und Gespenster dem armen Tam böse nachstellen. Adam MacThomas rezitiert, begleitet sich selbst in den Vertonungen von Burns` Texten auf der Gitarre, er spielt Klavier, die Low Whistle, die Tin Whistle und die Great Highland Bagpipe. Er berichtet von vergangener Größe der Clans auf den Inseln, von Bonnie Prince Charlie und seiner Retterin Flora MacDonald, die ihn auf ihrem Boot in Sicherheit ruderte.

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Ehrung der ehrenamtlichen Dorfverschönerer

Da es seitens Bürgermeister / Gemeinde nicht machbar war ("wo fängt man an, wo hört man auf...") hat nun der Historische Arbeitskreis Zeilitzheim die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer, die sich besonders um die Dorfverschönerung ehrenamtlich verdient machen, geehrt.

Bei einem Pressetermin im Alten Rathaus in Zeilitzheim überreichte die Seele des hist. Arbeitskreises, Hilmar Spiegel, den vier verdienten Bürgern eine Urkunde und einen gerahmten Nachdruck (limitierte Auflage) einer gemalten historischen Ansicht Zeilitzheims.

Gewürdigt wurden:

Karl-Josef und Rita Schömig für die Pflege des Areals rund um das Kriegerdenkmal am Zeilitzheimer Marktplatz. Hier sorgt die Dorflinde für reichlich Arbeit das ganze Jahr über.

Gerhard Herbert für den fachmännischen und optisch sehr ansprechenden Rebschnitt der Hausstöcke an den Gebäuden, die zum Ensemble des Marktplatzes Zeilitzheim gehören.

Bettina Plempel für zahlreiche floristische und gärtnerische Verschönerungsmaßnahmen rund um das Dorf.

Jürgen Rettner als handwerklicher Profi und "Mädchen für alles", der vor allem auch Metallarbeiten für den hist. Arbeitskreis bzw. für die Dorfgemeinschaft gemacht hat (z.B. die Rebschutzgitter an den historischen Gebäuden am Marktplatz).

Allen, die sich ehrenamtlich für das Dorf engagieren (stellvertretend jetzt die vier genannten, aber natürlich auch allen anderen engagierten Bürgern), sei hiermit herzlich gedankt!

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Foto, von links nach rechts: Karl-Josef Schömig, Jürgen Rettner, Gerhard Herbert, Bettina Plempel, Hilmar Spiegel

Inzwischen ist auch der Artikel von Barbara Gülta bei der Main Post erschienen.

Sonntag, 27. September 2009

Das Wissen um den Umgang mit dem Wissen

Ich weiß gar nicht wie oft ich am Tag etwas gefragt werde, auf das ich antworte: „Hast Du denn schon nach der Antwort gesucht?“. Jedenfalls mindestens einmal stündlich, glaube ich. Jetzt wurde Kati auch noch gebeten, eine Telefonnummer im "elektronischen Telefonbuch" nachzuschlagen (sprich: dastelefonbuch.de). Das alles hat mich etwas ins Grübeln gebracht. Ist denn das Prinzip, eigenes Wissen suchbar zu speichern (und nach Bedarf auch abzurufen) oder auch fremdes Wissen durch Suchen anzuzapfen, nicht bekannt? Ist solches Verhalten erst ein Produkt des (bis dato nie ganz erreichten) papierlosen Büros? Lernt man es erst jetzt in der Schule (wenn überhaupt)? (im BWL 2.0 Blog fand ich einen Artikel über ein interessantes Projekt an einer Schule in England, an der Achtjährige iPod Touches mit Internetzugang für den Unterricht erhalten – aber dieses Beispiel ist wohl leider noch etwas utopisch in unserem Land).

Im Land der Erfinder, Entdecker und Gründer hat man heutzutage eher Angst vor allem Neuen, vor allem, was mit Computern zu tun hat sowieso.

Jedenfalls scheint es sich im alltäglichen Leben um mich herum noch nicht durchgesetzt zu haben, dass man Informationen auch googlen kann. Oder – und das ist für firmeninternes Wissen ja der durchaus wichtigere Aspekt – man Informationen (Wissen) auch wieder aus seinem Rechner abrufen kann. Wenn man Ersteres zwar tendenziell weiß, Letzteres jedoch handwerklich noch nicht so drauf hat, kann es auch schon mal vorkommen, dass man in der www Suchmaschine nach einer Datei auf dem eigenen Rechner sucht (ehrlich, habe ich neulich erst erlebt). Egal, jedenfalls scheint es noch ein ziemliches Defizit zu geben, was das Wissen um den Umgang mit dem Wissen betrifft.

Das Wissen ist da – wie zapft man es an?

Erst wenn das Prinzip von elektronischem Wissensabruf verinnerlicht wird, kommt man wohl auch in den Habitus, Wissen in einer leicht wieder auffindbaren Form zu speichern. Und damit meine ich nicht (nur) in welchem Ordner diverse Dateien abgelegt werden, sondern wie Informationen verschlagwortet und miteinander verknüpft werden, welche Werkzeuge man zur Archivierung und vor allem zur schnellen Wiederaufbereitung verwendet.

Egal welches Programm oder System man verwendet (auf meine eigene, bevorzugte Lösung gehe ich noch kurz ein), gibt es ein paar plattformübergreifende Tipps:

Indizieren - Dateien am Rechner sollte man indizieren, damit man mit einem Suchprogramm nicht nur Dateinamen, sondern auch den Inhalt der Dateien schnell durchsuchen kann. Am windows PC funktioniert dies zum Beispiel über die Windows Desktop Suche, die wohl in Vista und Windows 7 integriert ist, aber auch für Win XP nachgerüstet werden kann. Aber auch Drittanbieter wie google, yahoo, copernic destop search etc. bieten Programme zum Indizieren und Durchsuchen von Windows Rechnern an. Am Apple Macintosh ist diese Funktion mittels „spotlight“ ohnehin integriert. Besonders schön am Mac: Spotlight findet auch Inhalte innerhalb von Programmen wir evernote (siehe unten) und e-mail Nachrichten, die am PC nicht mit indiziert werden.

Datenbanken – Wissen in Datenbanken zu speichern hilft dieses wieder hervorzukramen, weil relationale Datenbanken eben darauf spezialisiert sind, Informationen, die in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen, zu verknüpfen bzw. nach diesen Verknüpfungen zu suchen. Das ist natürlich bei Address- bzw. Kontaktdatenbanken besonders praktisch und bekannt. Wenn man einer Datenbank auch selbst definierte Felder hinzufügen kann, sind die Möglichkeiten, wie man Informationen (Wissen) miteinander verknüpft, fast unbegrenzt. Sie lassen sich dann auch in Form von Auswahlabfragen wieder ans Licht bringen (so kann ich meiner Datenbank z.B. befehlen, mir die Namen und Anschriften von Kunsthandwerkern auszudrucken, aber nur von solchen, die österliches ausstellen, aus einem bestimmten Postleitzahlenbereich kommen und seit mindestens x Jahren nicht mehr bei uns ausgestellt haben).

Verschlagworten – Wenn man später nicht mehr weiß, wonach man suchen soll, kann man etwas auch nicht mehr (leicht) finden. Das Gehirn funktioniert hier auf komische Weise. Wichtig ist immer auch der Kontext, also der Zusammenhang, in dem eine Information (für einen) steht. Ich kann mich vielleicht nicht an den Namen einer bestimmten Person erinnern, aber ich weiß, dass ich mich an ihn erinnern werde, weil sein Dackel immer jahreszeitliche Pullis/Decken trägt. Also ist das eine wichtige Information, die ich mir zu dieser Person in meiner Addressdatenbank notiere. So viele Ergebnisse wird es zu dem Stichwort „Dackel“ im Notizfeld nicht geben und die Suchergebnisse liefern mir dann weitere Indizien wie Wohnort etc., die mir helfen, die Person namentlich zuzuordnen. Da selbst Indizierungsprogramme meist Ergebnisse aus Dateinamen schneller oder weiter oben wiedergeben, als Ergebnisse aus gefundenem Text innerhalb einer Datei, hilft es auch, Schlagwörter im Dateinamen zu integrieren. Je präziser – und eben auch kurz – man dabei vorgeht, desto besser. Ich speichere gerne auch das Datum in einem Dateinamen mit ab, weil ich so auf Anhieb erkenne, in welchem Zeitfenster ich mich bewege. Wenn man dabei das Datum in Form von Jahr/Monat/Tag angibt (z.B. 090927 für 27.9.2009) lassen sich solche Ergebnisse selbst bei einer alphanumerischen Sortierung auf- oder abwärts schnell finden.

Suchparameter – Jeder weiß, dass man bei Google, Bing & Co. einen Suchbegriff in die Suchmaschine eingeben kann und meist akzeptable Ergebnisse damit erzielt. Man kann aber die Qualität der Ergebnisse deutlich erhöhen, wenn man die Suche eingrenzt, indem man zusätzliche Begriffe hinzufügt. All das ist bereits in unzähligen Artikeln beschrieben und lässt sich entsprechend googlen. Eine Suche mit folgenden Suchbegriffen brachte mir heute gute Ergebnisse: „google syntax internetsuche“. Es gibt sogar Volkshochschulkurse, wie man richtig sucht im Internet. Für diese kleine Einführung nur so viel: setzt man vor eines der Suchbegriffe ein „+“, so bringt die Suchmaschine nur Ergebnisse, die auf jeden Fall auch diesen Begriff enthalten. Ein „-“ grenzt diese Begriffe entsprechend aus.

Offen sein und wollen – All das oben Beschriebene funktioniert natürlich nicht, wenn man nicht offen ist für Neues. Es hilft, wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, wie Informationen eingegeben / gespeichert werden müssen, um von einer Maschine wieder gefunden werden zu können (wenngleich es natürlich ständige Forschung nach immer besseren Methoden / Programmierung gibt – Stichwort: semantisches Web). Aber es hilft auch, wenn man ein wenig in sich selbst hinein hört und sich dafür sensibilisiert, wie man selbst Informationen verarbeitet. Ist man eher ein Mensch, der in Bildern denkt? Informationen bildlich zu beschreiben ist in jedem Fall eine große Hilfe. Und: welche Emotionen und Assoziationen weckt eine Information, ein Bild? Dieses Wissen sollte mit der Kernaussage / Information gespeichert werden, damit diese besser gefunden werden kann (siehe „Verschlagworten“).

Wichtig ist auch, dass wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir Wissen und Informationen nicht ihrer selbst willen speichern. Es geht nicht um die Verwaltung von Wissen, sondern darum, wie wir durch die Verknüpfung von Informationen und die Abrufbarkeit dieses Wissens im jeweils entscheidenden Moment einen Mehrwert erreichen können, einen kreativen Prozess in Gang setzen können. Klingt hochtrabend... Ganz vereinfacht ausgedrückt: die meisten Informationen brauchen wir nicht in dem Moment, in dem wir sie erhalten. Von vielen ahnen wir aber, dass diese später wieder von Bedeutung sein könnten, wir wissen aber vielleicht noch nicht mal in welchem Zusammenhang. Diese Ahnung sollte jedoch schon Impetus sein, die Information zu speichern, damit sie später einen Entscheidungsprozess vereinfachen, oder einen Ideenfindungsprozess befruchten kann.

Meine bevorzugte Methode zur Wissensspeicherung:

Für alles, was Kontaktbezogen ist: eine selbst geschriebene MS Access Datenbank (die jedoch vermutlich in den kommenden Jahren auf den Mac umziehen und dann wohl in eine Filemaker Datenbank umgeschrieben wird).

Für Informationen in Dateien: indizierte Festplatten (bevorzugt am Mac mit Spotlight, was bei mir aber auch nur "zuhause" funktioniert, da im Büro noch Windows Rechner stehen).

Für alles andere: Evernote. Evernote (www.evernote.com) bietet ein unschlagbares Archivierungswerkzeug, das sowohl am Windows PC, am Apple Macintosh, als auch über ein web-basiertes Interface funktioniert und gespeicherte Daten auf allen verwendeten Rechnern synchronisiert. Ich kann also im Büro am PC oder zuhause am Mac Informationen eingeben (oder aus dem Netz „clippen“) und diese in verschiedenen thematisch festgelegten „notebooks“ speichern und vor allem verschlagworten. Sogar Scans oder Fotos von handgeschriebenen Texten lassen sich nach einem automatischen server-seitigen OCR-Abgleich durchsuchen. Und sogar auf dem iPhone oder iPod Touch lassen sich die so gespeicherten Notizen wieder finden. Man kann den Zugang zu seinen „notebooks“ auch anderen freigeben und somit an Projekten gemeinsam arbeiten. Kostenlos ist das alles auch noch (bis zu einem gewissen Umfang, den ich trotz starker Nutzung noch lange nicht erreicht habe). Ich könnte noch viel mehr Lobendes über evernote schreiben, aber: probiert es am besten einfach selbst aus (über obigen Link erfährt man alles, was es dazu benötigt).

Vor allem fände ich es toll, wenn alle, mit denen ich regelmäßig zusammen arbeite (in und außerhalb des eigenen Unternehmens), den Zugriff auf ihr eigenes, Firmeneigenes und netzwerkinternes Wissen verbessern würden. Die Möglichkeiten, die sich bei besserem und schnelleren Zugriff auf Wissen in einer vernetzten Welt ergeben, sind nämlich geradezu erschreckend - in einer positiven Weise. Wir, die wir nicht als 8jährige schon iPods mit Internetzugang in der Schule benutzten, müssen uns halt ein wenig mehr anstrengen, wenn wir den Anschluss nicht verpassen wollen. Als Optimist sage ich aber: Diese Anstrengung lohnt sich.

Morning Coffee with Mouse

Samstag, 26. September 2009

Birnenzeit

Im Schlossgarten reift das Spalierobst. Unsere Walnüsse brauchen noch eine Woche oder so.

Foto: Isa bei der Birnenernte

Pear

Freitag, 25. September 2009

Herzlichen Glückwunsch, Outbeck!

EngelbertZ Outbeck Conditorei wird 120 Jahre alt. Dahinter steckt (in dieser Generation) Volker Müller und Barbara Müller-Schleich mit Kindern.

Herzlichen Glückwunsch, Babs und Volker! Nicht (nur) zu 120 Jahren Traditionsbäckerei, sondern vielmehr zu den Innovationen, die Ihr gerade in den letzten Jahren eingeführt habt.

Ein Besuch auf www.outbeck-conditorei.de lohnt sich für Leckermäuler und für diejenigen, die sehen wollen, wie eine Bäckerei/Konditorei auf dem Lande auch geführt werden kann.

Im Schloss sind die Kreationen von Volker Müller bestens bekannt, hauptsächlich in Form von individuellen Hochzeitstorten, aber auch phantasievolle Häppchen hat Familie Müller schon des öfteren für unsere Kunden ins Schloss geliefert.

Bei dem Festwochenende "3 Tage Genuss" vom 2.-4. Oktober 2009 werde ich leider nicht dabei sein können, weil ich bei der Jahresversammlung des Schlösserverbundes Culture & Castles sein werde. Für das Rezeptbuch, das Familie Müller anlässlich des Jubiläums mit 120 Rezepten von 120 Persönlichkeiten, Geschäftspartnern, Freunden oder Kunden füllt, habe ich heute auch eines beigesteuert. Evtl. kommt es etwas spät (die Erkältung hatte auch meine Kreativität etwas beeinträchtigt...). Egal, ob das Rezept es in das Büchlein geschafft hat: wenn es veröffentlicht wird, weise ich nochmal auf das Rezeptbuch hin.

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Mittwoch, 23. September 2009

Vorhang Zu

Wie es aussieht, werde ich krank... entsprechend bleibe ich im Schloss wohl etwas hinter den Kulissen in den nächsten Tagen.

Dennoch geht die Arbeit weiter: Gestern kamen unsere Weihnachtsmarkt Plakate an. Ein guter Aufhänger, die Aussteller, die sonst immer dabei sind, sich aber noch nicht angemeldet haben, an diesen Markt zu erinnern. Und heute kamen die DIN Lang Karten vom Drucker, die auf unsere kulturellen Veranstaltungen im Oktober und November hinweisen. Also gilt es, die Datenbank gut zu durchforsten: wer war schon länger nicht mehr da und möchte das Programm vielleicht doch nicht mehr erhalten? Wer hat es neu angefordert?

Das sind alles Arbeiten, die ich zum Glück auch "auf Autopilot" hinter den Kulissen machen kann.

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Dienstag, 22. September 2009

Kaffeepause

Ich genieße gerade eine Tasse Kaffee während einer verspäteten Pause... Fünf Minuten Zeit, um inne zu halten und Bericht zu erstatten.

Mit dem Weinherbst kommen die Kurzurlauber an die Mainschleife, die Weinfranken zur Weinlese und Federweißenzeit erleben wollen. Das kühlere Wetter gehört dazu. In den kommenden Tagen versenden wir ein entsprechendes Kärtchen mit Fotos aus Schloss und Zeilitzheim an einige unserer Stammgäste. Aber auch der Auszug aus dem Jahresprogramm für den Zeitraum Oktober/November kommt heute oder morgen vom Drucker und geht kurz danach auf postalische Reise.

Für den vorweihnachtlichen Kunsthandwerkermarkt (Weihnachtsmarkt) am 22. November laufen bereits jetzt die Vorbereitungen. Die Plakate müssten jeden Moment eintreffen; diese senden wir dann auch an die Aussteller, damit sie den Markt bekannt machen können.

So. Jetzt schnell noch den Kaffee austrinken und ab zur dörflichen Raiffeisenbank. Die hat nämlich nur noch bis mittags auf...

Sittin' On Window Sill

Montag, 21. September 2009

Weinlesefest

In den vergangenen 6 Jahren oder so durfte ich das Weinlesefest der Gemeinde ja meist moderieren, oder als Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsvereins (FWK) zumindest die Rede für den austragenden Verein halten. Gestern war es mal ganz angenehm, dass ich einfach nur Gast sein durfte. Mit Kati und den Töchtern lauschte ich den Reden, aß eine Bratwurst (oder zwei) und genoss ein Gläschen Kerner Kabinett aus dem Weingut Moller.

In Stammheim feierten wir das Fest der Weinlese bei strahlender Sonne bei unseren Gastgebern Franz und Beate Moller und Helfern. Pfarrer Ikejiama verlieh bei der Segnung der Trauben dem Fest Farbe (vor allem durch sein farbenfrohes afrikanisches Gewand). Unsere Töchter hatten viel Spaß, zumal sie dort auch viele ihrer Stammheimer Kindergartenfreunde antrafen. Katharina jagte die Jungs auf ihren Rollern um den Festplatz herum und auch Isa hatte ihren Spaß.

Weinlesefest

Foto: die Lindacher Weinprinzessin Anna Servatius beim Mahlen der Weintrauben für den Gemeindeschoppen 2009 (ein Bacchus, gelesen mit 78 Grad Oechsle).

Samstag, 19. September 2009

Freitag, 18. September 2009

Zuckerrübenvollernter bei der Arbeit

Wer sehen will, wie das Ernten von Zuckerrüben geht, schaut sich folgendes Video an (es müssen ja nicht die ganzen 6 Minuten sein):



Frage: Warum fährt der Rübenvollernter so krumm? Also, ich meine mit dem Hinterteil?

Quizfrage: Wieviele Reihen hat er gleichzeitig abgesäbelt und aufgegabelt?

Jedenfalls fahren die Rübenlaster jetzt pausenlos, bevorzugt wohl in der Nacht ab 21 Uhr (weil es da wohl weniger "Widerstand auf den Straßen gibt).

Donnerstag, 17. September 2009

Sie kehrt uns den Rücken...

Unsere Ewelina, au pair Studentin aus Polen, die den Sommer über hier war, fährt nun heute Abend wieder nach hause. Das mit dem Rücken kehren meine ich aber nur bildlich, denn sie hat hier auf diesem Foto ein Küchenmädchenkostüm aus der Biedermeierzeit gemodelt (das soll nämlich das Randthema des diesjährigen Weihnachtsmarktes am 22. November sein).

Way Back

Mit einem herzlichen Dankeschön für die Mithilfe und Familienmitgliedschaft in den letzten Monaten wünsche ich Ewelina eine gute Heimfahrt nach Polen!

Mittwoch, 16. September 2009

Krimidinner: Neue Termine 2010

Das bevorstehende Krimidinner am Samstag, 31.10.2009 ist schon ausgebucht (wenngleich wir eine Warteliste für Interessenten führen, falls noch jemand abspringt oder erkrankt). Die gute Nachricht: Auch im kommenden Jahr wird es wieder zwei Termine für das Krimidinner "Ein Leichenschmaus" geben und die Reservierungen trudeln auch schon ein.

De Termine:
Samstag, 6. März 2010
Samstag, 30. Oktober 2010
jeweils um 19 Uhr

Auch steht das Gesamtjahresprogramm für 2010 nun bald fest. Wer dieses dann per Post erhalten möchte, und noch nicht in unserem Verteiler steht, kann sich also noch bei uns melden. Wer uns Porto sparen möchte und Papier vermeiden möchte, kann sich natürlich auch regelmäßig auf unserer Internetseite dazu informieren und/oder sich in unseren e-mail Verteiler für kurzfristige Veranstaltungshinweise eintragen lassen. Ein kurzes e-mail genügt!

Belltower

Foto: Glockenturm über dem Jagdsaal des Schlosses

Wenn du dein Leben so liebst, wie ich mein Werkzeug...

BayWa Agrar

Paws Off!

Gesehen in Zeilitzheim...

Dienstag, 15. September 2009

Weinschulung der LandWirt'n Mitgliedsbetriebe

Im LandWirt'n Blog habe ich von unserer gestrigen Weinschulung für Servicemitarbeiter in aller Kürze berichtet. Das Video dazu möchte ich den Schlossbloglesern nicht vorenthalten!

Sonntag, 13. September 2009

Halbtagesausflug nach Bamberg

Man vergisst doch immer wieder, wie schön auch die Orte in einem Umkreis von weniger als einer Stunde Autofahrt sind. Meine Lieblingsstadt aus dieser Kategorie ist zweifelsfrei Bamberg. Wir fahren viel zu selten dort hin und fassen jedes Mal, wenn wir doch mal wieder dort sind, den Entschluss doch öfter mal dorthin zu fahren. Alleine die Fahrt durch den Steigerwald über Oberschwarzach und Ebrach mit seinem Zisterzienserkloster machen Bamberg zum perfekten Ausflugsziel für Besucher in Zeilitzheim.

Gestern erlebten wir dort den Bundestagswahlkampf: für die Grünen sprach MdB Hans-Josef Fell (der erst kürzlich bei uns in der Gemeinde, einer Hochburg für Photovoltaik, zu Besuch war) in der Fußgängerzone. Gleich daneben der Stand der Piraten, allesamt junge Burschen. Für die Kinder bastelten diese Säbel aus orangenen Luftballonschlangen. Klar, unterstreicht dies doch deren Motto: Piraten - klar machen zum ändern! Ihr Wahlprogramm brachten sie sehr unaufdringlich unter die Leute, aber ich habe mir eines erbeten. Hier gibt es das Wahlprogramm der Piratenpartei als PDF.

Pirat in Bamberg Hans-Josef Fell in Bamberg

Ein Besuch im Schlenkerla mit seinem aus Eichenfässern frisch gezapftem Aecht Schlenkerla Rauchbier ist eines meiner persönlichen Lieblingsbeschäftigungen. Und am heutigen Tag des offenen Denkmals macht das Schlenkerla auch mit: Um 15 und 17 Uhr gibt es heute einen ca. 30-minütigen Bier-Geschichte Vortrag.

Der Rosengarten der neuen Residenz war bei warmer Septembersonne noch ein wenig überlaufen von japanischen Touristen, aber diese sind, glaube ich, auch noch in den Wintermonaten anzutreffen.

Bamberg, so schön. Und so nah!

Rosengarten Bamberg

Samstag, 12. September 2009

Zuckerrübenernte hat begonnen

Die Rübenvollernter sind unterwegs... die Häufchen bilden sich.

Foto: Zuckerrübe und Freund, gesehen in der Nähe der Lohmühle bei Zeilitzheim

Sugar Beet / Goat

Donnerstag, 10. September 2009

Platz 3 bei den Twitter Top 100 der deutschsprachigen Hotels

Mit unserem twitter account @barockschloss haben wir es mit Stand 01.09.09 auf den 3. Platz der Twitter Top 100 der deutschsprachigen Hotels geschafft. Diese ist auf der Beratungsseite zu "social media für die Hotellerie", auf hotel-newsroom.de (der consale gmbh) zu finden.

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Interessant bei dieser Auswertung ist (weshalb wir auch eine faire Chance hatten), dass nicht wie sonst üblich nur die Zahl der "follower" bewertet wird, sondern auch die Zahl der "tweets" und der Aktivitätsindex.

Was natürlich in einer solchen Statistik nicht (leicht) bewertet werden kann, ist die Qualität der bei twitter veröffentlichten Beiträge. Diese Aufgabe ist natürlich den Lesern, den followern, überlassen.

Meine tweets werden ja auch als Seitenleiste im Blog angezeigt, weshalb jeder Blogleser diese lesen kann, ohne selbst bei twitter angemeldet zu sein und mir zu folgen. Wer jedoch in einen Dialog treten möchte, sollte sich selbst bei twitter anmelden und uns folgen. Dann kann man uns auch direkt seine Meinung zu den veröffentlichten Kurznachrichten (maximal 140 Zeichen) senden, entweder öffentlich als @-reply, oder privat, per DM (direct message). Für diejenigen, denen das immer noch sehr fremd vorkommt: es gibt im Netz natürlich jede Menge Informationen für Einsteiger. Hier eine kleine Auswahl:

Ein twitter how-to für Anfänger (Slideshare Präsentation von Ralph Hutter)

Start-Anleitung für twitter (im Blog von Oliver Dürr)

Mittwoch, 9. September 2009

Tag des offenen Denkmals

Am kommenden Sonntag ist also wieder Tag des offenen Denkmals, der Europaweit auch als European Heritage Day gefeiert wird. In diesem Jahr steht der Denkmaltag unter dem Motto "Historische Orte des Genusses". Da würden wir von Thema her zwar ganz gut hineinpassen mit unserem www.hochzeitsschloss.de aber wir haben uns bereit Ende vergangenen Jahres entschlossen, in diesem Jahr mal auszusetzen.

Auf der Internetseite des Landkreises Schweinfurt ist aufgelistet, welche Denkmäler sich in diesem Jahr am Denkmaltag beteiligen.

Time

Foto: Sonnenuhr im Kräutergarten des Schlosses

Dienstag, 8. September 2009

Taubenschwänzchen

Gestern bekam ich im Schlossgarten dieses Taubenschwänzchen vor die Linse:

Hummingbird Hakwmoth

Beim ersten Anblick sieht dieser Nachtfalter aus wie ein Kolibri, weshalb er auch Kolibrischwärmer genannt wird. In unserem Schlossgarten schienen die Falter vor allem den weißen Flieder zu bevorzugen, sich aber auch an den anderen blühenden Pflanzen zu laben.

Ein faszinierendes Insekt! Wer mehr wissen möchte: wikipedia.

Sonntag, 6. September 2009

Geplettet

Heute sind wir richtig geplettet. Sehr viel mehr gibt es daher nicht zu berichten. Morgen geht es weiter: großes Aufräumen im Schloss.

EEY - Early-Evening Yawn

Freitag, 4. September 2009

Biogas: Strom und Wärme - aus Mais

Seit vergangenem Jahr ist sie in Betrieb, die Biogasanlage im Gemeindeteil Oberspiesheim.

Die Biogasanlage, an der 26 Landwirte aus der Region beteiligt sind, ist ein Grund, warum bei uns so viel Mais angebaut wird, denn: "Mais ist aufgrund seiner hohen Ertragsfähigkeit, der bewährten Produktionstechnik und der relativ einfachen Konservierbarkeit ideal für die Verwertung in Biogasanlagen geeignet. Gerade an Standorten, die ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt sind, ist Mais anderen Feldfrüchten bislang deutlich überlegen. Ein Hauptkriterium bei der Auswahl eines nachwachsenden Rohstoffs (NaWaRo) für die Nutzung in einer Biogasanlage ist, neben den Produktionskosten, der Methanhektarertrag. Kann das Ertragsniveau von Mais auf 250 dt bis 300 dt TM gesteigert werden (mit speziellen "Biogas-Maissorten") steigt auch der Methanhektarertrag entsprechend an." (Quelle: http://www.lfl.bayern.de/ipz/mais/11480/index.php)

Eine weitere "Zutat" für die Biogasanlage aus der Landwirtschaft ist die Gülle. "Das System ist ganz einfach: In einer Biogasanlage werden Mist und Gülle zu Biogas vergoren, das dann in der Regel in einem Gasmotor in Strom umgewandelt wird." (Quelle: http://www.innovations-report.de/html/berichte/energie_elektrotechnik/bericht-23456.html).

Und natürlich rechnet sich das ganze für die Landwirte, die den Strom über die Unterfränkische Überlandzentrale ins öffentliche Stromnetz speisen und die Abwärme der ortsansässigen Großgärtnerei Gernert verkaufen.

Für die gerade jetzt stattfindende Anlieferung von Wagen auf Wagen gefüllt mit Maishäcksel wurde eigens eine Abbiegerspur am Eingang zur Biogasanlage Oberspiesheim gebaut. Diese erweist sich jetzt wohl als nützlich, wenngleich die Straße zwischen Herlheim und Oberspiesheim nicht sonderlich befahren ist.

Bringing in the Harvest

Donnerstag, 3. September 2009

Schlossführung: Was die Besucher immer wissen wollen

Heute war mal wieder "Schlossführung" angesagt in unserem Landschloss. Natürlich erzähle ich beim Zeigen der Säle auch etwas zur Baugeschichte des Schlosses und seiner früheren und heutigen Nutzung. Gerne gehe ich dabei auch auf Fragen der Besucher ein. Diese haben jedoch oft nichts mit den oben genannten Themen zu tun. Es gibt ein paar Fragen, die so gut wie jedes Mal gestellt werden (weshalb ich sie hier und da auch mal vorweg nehme).

Frage Nummer eins ist fast immer: "gibt es im Schloss ein Schlossgespenst?" Dies ist wohl eher die Verlegenheitsfrage, der Eisbrecher. Ich weiß darauf immer nicht so recht etwas zu antworten und es kann vorkommen, dass ich nur lapidar antworte, ich hätte noch keines gesehen. Aber es gibt eine kleine Anekdote aus meiner Kindheit zu diesem Thema: Auf dem Dachboden war früher ein Estrich auf dem wohl Getreide gelagert hatte. Dieser Estrich war - wie alle Böden und Wände im Schloss - nicht besonders eben. Ein besonderer Spaß, den mein Vater uns machte wenn Freunde mit Kindern zu Besuch waren, war abends auf den Dachboden zu steigen und eine große Sandsteinkugel (wohl ein Relikt des früheren Schlossportals, die wir Kinder jedoch immer als Kanonenkugel bezeichneten), auf dem krummen Estrich hin und her zu rollen. Unten horchten wir dann gespannt auf die Geräusche dieses "Schlossgespenstes". Der Estrich wurde in den frühen 80er Jahren jedoch vom Dachboden entfernt, aus statischen Gründen, um das Gewicht auf dem Haus darunter zu reduzieren. Seitdem hat man das Rollen und Grollen des Schlossgespensts nicht mehr gehört.

Frage Nummer zwei: ob denn die Möbel im Schloss drin waren, als meine Eltern es 1979 in desolatem Zustand kauften. Die einfache Antwort: nein. Das Schloss war durch seinen Vorbesitzer (im besten Eifer des "Modernisierungsgedanken" der 60er und 70er Jahre) recht ramponiert worden. Etwaig von der gräflichen Familie Schönborn übernommene Einrichtung wurde entweder verkauft, oder verschrottet. Selbst die schönen doppelflügigen, hohen Türen des 18. Jahrhunderts lagen auf einem Schrotthaufen im heutigen Schlossgarten (und konnten wieder eingehängt und von einem Restaurator von seinen 6 über schöner Bemalung liegenden Farbschichten befreit werden). Alles andere war weg. Das Schloss haben wir nach und nach wieder möbliert. Gönner und Förderkreismitglieder machen hin und wieder auch eine Möbelspende und es sind auch einige Dauerleihgaben im Schloss zu sehen.

Andere Fragen / Antworten möchte ich hier noch nicht vorweg nehmen, denn vielleicht möchten unsere Blogleser ja auch mal selbst zu einer Schlossführung kommen! Termine veröffentliche ich (manchmal auch kurzfristig) in unserem Jahresprogramm online. Für Gruppen machen wir gerne auch Schlossführungen nach terminlicher Vereinbarung.

Fürtbischöfliches Wappen von Schönborn

Mittwoch, 2. September 2009

Gelb

Yellow

Was gibt es zu berichten? Es war Isas erster Kindergartentag in Stammheim, heute. War gut. Hat sie alles schon akzeptiert. Jetzt haben wir 2 Kindergartenkinder. Wow.

How time flies!

Dienstag, 1. September 2009

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Die Bundestagswahl naht. Noch hält sich die Pappbeschilderung im Dorf in Grenzen. Ein Schild der sogen. Linken fliegt ein paar Tage schon am Schulgelände herum, sieht bei jedem Spaziergang etwas lädierter aus. Das Wahlplakat unseres wohl berühmtesten Abgeordneten des Wahlkreises, ex-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, hängt für solche Schülerstreiche zu Hoch am Laternenpfahl. Es scheint für die CSU eine solche Selbstverständlichkeit, dass Michael Glos seine ruhigeren Jahre noch im Bundestag verbringen darf, dass auf dem Plakat nur steht:

Reach for the Sky