Samstag, 28. Februar 2009

Vorboten des Frühlings

Heute war ein richtig schöner, sonniger Tag. Nachdem ich am Vormittag eine Hochzeitsbesprechung hatte, wollte ich den Nachmittag eigentlich im Büro verbringen. Bei dem schönen Wetter zog es mich aber ins Freie. So habe ich mit Tochter Katharina zusammen 3 Stunden lang Unkraut entlang der Buchsrabatten im Barockgarten gezupft und räuberisches, das Gras zu ersticken drohendes Unkraut aus dem Rasen entfernt. Solche Arbeit (das viele Bücken) bin ich nicht mehr gewohnt und es schmerzen nun alle Glieder. Aber es tat uns gut mal wieder so richtig frische Luft zu schnappen.

Foto: die Schneeglöckchen sind im Schlossgarten schon da! Einen ersten gelben Krokus haben wir auch schon gesichtet.

Schneeglöckchen

Freitag, 27. Februar 2009

Historischer Arbeitskreis Zeilitzheim

Der Historische Arbeitskreis Zeilitzheim - klingt groß, es handelt sich jedoch hier vornehmlich um die Arbeit von Hilmar Spiegel und Kurt Scheuering. Aber nicht minder beachtlich, was hier zum Wohle der Dorfgemeinschaft alles geschafft wird.

Hilmar Spiegel ist auch Kreisarchivpfleger, begeisterter Hobbyfotograf und unermüdlich zu jeder Zeit im und für das Dorf unterwegs. Kurt Scheuering ist langjähriger Gemeinderat, Musiker und Technikafficionado, der bei so ziemlich jeder Veranstaltung im Dorf - oft hinter den Kulissen - mithilft. Es sind nur zwei Personen, dieser historische Arbeitskreis, aber lasst Euch von der Zahl nicht täuschen.

Unter Hilmars Obhut befinden sich die Sammlungen archäologischer Funde und zeitgeschichtlicher Artefakte. Aus dem Fundus und den vielen Fotos und Zeitungsartikeln, die er über die Jahre gesammelt hat und im Archiv verwaltet, organisiert Hilmar Spiegel von Zeit zu Zeit Ausstellungen über das Dorfleben im Wandel der Zeit. So gab es in vergangenen Jahren Ausstellungen über den Weinbau in Zeilitzheim, über Handwerk und Krämerläden und für 2010 ist eine sehr vielversprechende Ausstellung im Alten Rathaus geplant, die mit einem Festakt bei uns im Schloss eröffnet werden soll. Das Thema werde ich jetzt noch nicht verraten...

Hilmar und Kurt haben auch die Beschilderung der historischen Gebäude vorgenommen und eine Broschüre dazu erstellt. Dieser Dorfrundgang mit den vielen Anekdoten und Fakten ist nicht nur für Touristen interessant. Auch die Dorfbewohner haben hier schon einiges über Zeilitzheim lernen können. Hilmars Texte habe ich auf den Seiten des Regionalentwicklungsvereins FWK hochgeladen.

Auch plant der Arbeitskreis Dorfverschönerungsmaßnahmen und erstellt Konzepte für Platzgestaltungen. So soll z.B. im Zuge der Platzgestaltung um die "Regie" ein alter Brunnen wieder aufgestellt werden.

Wo der Arbeitskreis nicht selbst tätig wird, aber sieht, dass sich Bürger für ihr Dorf einsetzen, macht er dieses Engagement bekannt und bedankt sich im Namen der Dorfgemeinschaft dafür. So erging bei der Bürgerversammlung ein herzliches Dankeschön an Bettina Plempel und Gerhard Herbert. Bettina Plempel hat viele dorfverschönernde Maßnahmen ehrenamtlich geleistet und Gerhard Herbert kümmert sich leidenschaftlich um den Rebschnitt der Hausstöcke an den öffentlichen Gebäuden und am Gasthaus und Schloss. Es gibt noch andere, die sich auf ähnliche Weise für das Dorf einsetzen, deren ehrenamtliche Arbeit der Historische Arbeitskreis noch würdigen möchte.

Seitdem ich den Gemeinderat und einen Vereinsvorsitz abgegeben habe und auf meine "alten Tage" wieder ein wenig mehr Zeit für "hobbies" habe, darf ich jetzt auch ein wenig mitmischen im Historischen Arbeitskreis. Ich werde also auch gelegentlich hier im Blog über die Arbeit des Vereins berichten.

Sonntag, 22. Februar 2009

Fasching in Franken

Ich oute mich: ich bin ein Faschingsmuffel. Ich kann diesem so rein gar nichts abgewinnen. Die Kinder kommen um diesen jedoch nicht herum, in Krabbelgruppen, Kinderturngruppen, Kindergarten. Und heute waren sie mit Kati auch beim Kinderfasching im katholischen Pfarrzentrum in Zeilitzheim. Für sie ist es ja noch ganz witzig, sich als Zebra zu verkleiden und "helau!" zu schreien. Sollen sie ruhig, so lange es ihnen Spaß macht. Ich bleibe Faschingsmuffel. Auch das Schloss ist Faschingsfreie Zone, zumal wir im Februar ohnehin immer zum Renovieren geschlossen haben.

Foto: Schlossgarten, Blick Richtung Westen auf die Scheune des Nachbarn.

Neighbor's Barn on a Winter Day

Freitag, 20. Februar 2009

Frühjahrsputz im Schloss

Man nennt es doch nur so, den Frühjahrsputz, oder? Denn im Moment ist bei uns in Zeilitzheim alles andere als Frühjahr. Es ist kalt, manchmal nass. Und jede Nacht schneit es, so dass man morgens die Gehwege von Schnee räumen muss. Tagsüber taut das dann meist wieder auf, damit der Spaß von vorne wieder losgehen kann. Bei uns ist dennoch Frühjahrsputz. Dazu ist nämlich nur noch jetzt im Februar Zeit. Im März, spätestens zum Krimidinner am 14. März, ist das Hotel wieder in Betrieb.

Bis dahin wird die Küche gestrichen und erneuert, ein Fussboden neu verlegt, es werden Vorhänge gewaschen, Betthimmel gewaschen, ersetzt oder genäht, Möbel verrückt und mal wieder so gründlich aufgeräumt. Es ist die Zeit in der wir "einen Schritt zurück" machen können, um uns und unseren Betrieb von einem anderen, "verrückten" Blickwinkel betrachten zu können. Die Fragen, die wir uns dabei u.a. stellen, sind: könnte es (was auch immer) anders besser gemacht werden? Machen wir es (nur) so, weil wir es schon immer so gemacht haben? Passt dieses Möbelstück / dieser Vorhang noch immer zum Rest des Zimmers? Wie könnten wir die Abläufe / Prozesse ändern, um effizienter und vor allem Effektiver zu werden?

Dieser "verrückte Blick" ist nicht immer einfach. Wie sagen die Briten: "You can't teach an old dog new tricks". Aber, doch, es geht. Mit ein wenig Mut zur Selbstkritik kann man auch als alter Hund neue Dinge lernen und auch lernen sich selbst, seine Arbeitsweise und sein kleines Schlosshotel beim "Frühjahrsputz" mal mit anderen Augen zu sehen und mit noch ein wenig mehr Mut die erforderlichen Veränderungen (Verbesserungen) auch durchführen. Und das natürlich immer in kleinen Schritten, Stück für Stück...

Freitag, 13. Februar 2009

Der Schlossgarten zu Zeilitzheim in vier Jahreszeiten

Wenn ich jetzt, in diesen kahleren Tagen, Gäste durch den Schlossgarten führe, höre ich oft: "Wie schön! Aber wie schön muss der Garten sein, wenn auch etwas blüht?". Ich verweise dabei meist auf die Sammlung von Fotos vom Schlossgarten bei flickr.

Es gibt jedoch einen weiteren Ort mit Bildern vom Schloss und speziell vom Schlossgarten mit vier Alben, eines für jede Jahreszeit. Diese Seite dürfte denen, die mit flickr und ähnlichen social networking sites noch nicht so vertraut sind, ein wenig besser gefallen.

Fotos vom Schlossgarten in den vier Jahreszeiten

Donnerstag, 12. Februar 2009

Abendstimmung

Blick Richtung Westen. Auf dem Wagen sind die Reste des Zeilitzheimer Weihnachtsbaums, glaube ich (?).

Facing West on a Winter Evening

Dienstag, 10. Februar 2009

Ortsumgehung Gaibach und Kolitzheim

Die Bürger von Gaibach und Kolitzheim fordern wegen des hohen Verkehrsaufkommens (wohl vor allem durch Mautflüchtige, die jetzt lieber über Land fahren) eine Ortsumgehung dieser beiden Orte für die Strecke zwischen Kitzingen (Volkach) und Schweinfurt.

In einem online Zeitungsbericht der Main Post von heute wird von einem Treffen zwischen Volkachs Bürgermeister Peter Kornell (ja, das ist der, der mit der DNA Prüfung von Hunden zur Häufchenidentifizierung jüngts bekannt wurde), Landtagsabgeordneten der (bisher) drei wichtigsten Bayerischen Parteien und unserem Bürgermeister Horst Herbert berichtet

Die Main Post (Mitarbeiter Ralf Weiskopf) schreibt: „Kornell berichtete, dass sich die Gemeinde Kolitzheim klar für eine Westumfahrung ausspreche, da im Osten des Ortes Wohn- und Gewerbegebiete betroffen wären. Auch für Gaibach sei, wegen der besseren Anbindung der dortigen Gewerbebetriebe und des Gymnasiums, eine Umfahrung im Westen die bessere Lösung. Ausgeschlossen wurde von Kornell eine Variante, die durch den Park und unmittelbar an der Konstitutionssäule vorbei führen würde. Für Volkach gebe es zu einer Ostumgehung keine Alternative.“

Im Interesse unserer Gemeinde, die bei einer „Ostumgehung“ Gaibachs eine Straße mitten durch die Flur und die Weinberge bekommen würde, wäre es schön, wenn unser Bürgermeister sich auch so sicher ausdrücken würde, wie der Bürgermeister Volkachs: „Für Kolitzheim gibt es zu einer Westumgehung Gaibachs keine Alternative“. Aber vielleicht hat er das auch getan und ist nur schlecht zitiert worden.

Sonntag, 8. Februar 2009

Nikolaus Christoph von Halem - Widerstand gegen das Dritte Reich

Mit dem neuen Tom Cruise Film "Operation Valkyrie" rund um Claus Schenk Graf von Stauffenberg und das gescheiterte Attentat gegen Hitler am 20. Juli 1944 ist dieses Thema mal wieder aktuell geworden. Und heute morgen schwemmte mir mein Feed Reader einen Link zum Wikipedia Artikel über Nikolaus Christoph von Halem ins Haus, der auch ein Attentat gegen Hitler geplant hatte und deswegen von den Nazis am 22. April 1944 zum Tode verurteilt und am 9. Oktober 1944 gehängt wurde.

Der kurze Wikipedia Artikel nennt auch Nikolaus von Halems Pläne für die Zeit nach einem Attentat auf Hitler: "Deutschland werde man in zehn oder zwölf Fürstentümer auflösen und Otto von Habsburg als Kaiser auf den Thron heben". Für das geplante Attentat auf Hitler versuchte von Halem Josef "Beppo" Römer, den ehemaligen Führer des Freikorps Oberland und späteren KPD Sympathisanten, zu rekrutieren bzw. dieser sollte einen geeigneten Attentäter aus seinen Reihen finden. Römer hat von Halem jedoch hingehalten und ihn letztlich unter Folter der Nazis verraten.

In Klaus von der Groebens ausführlichen Buch "Nikolaus Christoph von Halem IM WIDERSTAND gegen das Dritte Reich" ist auch die Anklageschrift des Oberreichsanwalts beim Volksgerichtshof gegen von Halem und den Mitangeklagten Herbert Mumm von Schwarzenstein enthalten. Es ist ein höchst interessantes, wenngleich zutiefst erschreckendes zeitgeschichtliches Dokument. Ich zitiere nur kurz aus der Anklageschrift:

(Anklage der oben genannten) "durch Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und zugleich durch Wehrkraftzersetzung die Kriegsfeinde des Großdeutschen Reichs begünstigt zu haben. Herbert Mumm von Schwarzenstein, ein Staatsfeind aus homosexuell bedingter Charakterschwäche, der sich durch häufiges Abhören englischer Rundfunksender um die Reste nationaler Widerstandskraft gebracht hat, und Nikolaus- Christoph von Halem, ein Staatsfeind aus anglophiler Einstellung und aus Haß gegen den Nationalsozialismus..."

Allen, die sich für die Geschichte des Widerstands gegen die Nationalsozialisten interessieren, empfehle ich Klaus von der Groebens Buch, das jedoch wohl nur noch antiquarisch zu bekommen ist. Bei worldcat.org kann man jedoch nachsehen, welche Bibliothek in der Nähe das Buch auf seinen Regalen hat.


Quellen:
Wikipedia Artikel (Stand 8.2.09): http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaus_Christoph_von_Halem
Wikipedia Artikel (Stand 8.2.09): http://de.wikipedia.org/wiki/Claus_Schenk_Graf_von_Stauffenberg
Klaus von der Groeben: Nikolaus Christoph von Halem IM WIDERSTAND gegen das Dritte Reich, Böhlau Verlag, 1990. ISBN 3-205-05269-2

Freitag, 6. Februar 2009

NPO Blogparade

was können oder müssen wir als NPO tun, um das Online-Fundraising bei uns voranzutreiben?

Frage von Christian Henner-Fehr - NPO Blogparade

Ich denke wir müssen uns als Erstes ansehen, was woanders gut funktioniert. Und zwar dort, wo auch das Feeling stimmt, wo Menschen wirklich miteinander kommunizieren. Wer hat es wodurch geschafft (online) Gelder für einen guten (kulturellen) Zweck zu sammeln? Wie sind sie dabei vorgegangen?

Es geht mir dabei weniger um "Spenden". Aber auch. Es ist nichts Verkehrtes daran, wenn jemand etwas gut findet und deswegen einfach ohne Gegenleistung etwas Geld gibt (ist sogar besonders ehrenwert). Aber: Fundraising im klassischen Sinne ist doch etwas anderes. Man tut Gutes und redet darüber. Oder lässt darüber reden.

Für ein kleines Kulturzentrum, wie wir es sind, sind die potentiellen Sponsoren *aus der Region* oder zumindest regional stark verwurzelt.

Was hat der Sponsor davon, dass sein Name z.B. unter unserem Sommerfestival steht?

Zunächst denkt man wohl an die Öffentlichkeit, die man dem Sponsor bescheren kann. Sind die Möglichkeiten dieser Öffentlichkeit jedoch begrenzt, weil man weiß, dass ohnehin (fast) nur lokal und regional über einen berichtet wird, muss man dem Sponsor andere Anreize anbieten. Bei uns ist das zum Beispiel ein großes Manko. Die regionale Tageszeitung Main Post hat fast alle kleinen Zeitungen der Region aufgekauft. Was lokal passiert, erscheint dann fast ausschließlich auf den Seiten der Lokalredaktionen. Diese leisten zwar lokal sehr gute Arbeit, aber was nützt es, wenn die Einwohner der nächsten Kleinstadt, Kreisstadt oder Bezirksstadt nichts von der Kulturarbeit mit teils international bekannten Künstlern erfahren, weil die Zeitung es als "lokal" betrachtet? Gut, das ist ein anderes Thema, das ich über die Jahre auch immer wieder mal mit besagter Institution erfolglos aufgegriffen habe und vielleicht gesondert behandelt werden könnte.

Und letztlich ist es ja leider ein Fakt, dass man ja wohl doch "Bittsteller" ist, wenn man als Kulturveranstalter bei einem Wirtschaftsunternehmen um Geld bittet. Schön wär's, wenn wir wirklich ein so hohes (finanzielles) return of investment garantieren könnten, dass ein Sponsor bescheuert wäre, nicht in unser Projekt zu "investieren". Im Ernst: es muss klar sein, dass es letztlich in erster Linie um ideelle Werte geht, um deren Erhalt man um Unterstützung bittet. Das heißt nicht, dass es für einen Kultursponsor *nur* ideelle Vorteile der Unterstützung gibt.

Aber was bietet man den potentiellen Sponsoren also als "Zuckerle" an? Am naheliegendsten ist, dass man den Sponsoren stark ermäßigte Veranstaltungskarten anbietet, die sie ihren Mitarbeitern und Kunden zukommen lassen können. Sie sollen damit auch nach außen zeigen können: schaut her - wir fördern die Kultur in unserer Region. Natürlich ist der persönliche Kontakt zu den Sponsoren wichtig. Ein Empfang vor einer Veranstaltung oder ein anschließendes Abendessen zusammen mit den Künstlern fördert die Kommunikation und damit vielleicht auch die zukünftige Zusammenarbeit.

Wie oft müssen wir als kleiner, regionaler Kulturveranstalter von Leuten aus der Region hören: "Ach! Wir wußten ja gar nicht, dass es soetwas in unserer Region gibt!"

Wird man Dank eines Kultursponsors aus der Region erst einmal "geworben", bleibt man vielleicht ein Leben lang dabei.

(Dies ist ein Artikel im Rahmen der NPO-Blogparade)

Wir bleiben Rauchfrei

Die Gerolzhöfer Lokalredaktion der Regionalzeitung Main Post hat unsere Pressemitteilung der LandWirt'n Gastronomen aufgegriffen und einen auf das Schloss und meine Statements sehr schön zusammengefassten Artikel veröffentlicht.

Hintergrund unserer Meldung war ein Zeitungsbericht mit folgender Meldung: "Den Plänen der schwarz-gelben Staatsregierung zufolge soll ab 1. August das Rauchen in kleinen Einraum-Gasthäusern sowie Nebenräumen von Gaststätten wieder erlaubt sein."

Um unseren Lesern jedoch die Meinungen meiner Wirtskollegen aus der Stadt Schweinfurt und dem nördlichen Landkreis Schweinfurt nicht vorzuenthalten, veröffentliche ich nun auch den Text unserer Pressemitteilung zum Thema "Lockerung des Nichtraucherschutzgesetzes":

Schweinfurter Wirte "Die LandWirt'n" bleiben Rauchfrei

Gastronomen des Netzwerks werden Rauchfreiheit in ihren Speiselokalen beibehalten

Kaum hatte man sich an die Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern gewöhnt, soll es jetzt wohl wieder einen neuen Gesetzentwurf der neuen Bayerischen Staatsregierung geben. Waren manche Kneipenwirte doch lautstark gegen das Rauchverbot, verwundert es vielleicht, dass einige Gastwirte dennoch für Ihre Betriebe daran festhalten wollen, egal wie das neue Gesetz aussehen könnte.

Die Inhaber der vier zur regionalen Gastronomenvereinigung "Die Landwirt'n" zusammen geschlossenen Betriebe sehen den erneuten Plänen zur Gesetzesänderung in Bayern kritisch entgegen. Sie wollen ihre Betriebe, zu denen zwei Wirtshäuser auf dem Lande, eines in der Schweinfurter Innenstadt und das Schloss in Zeilitzheim gehören, weiterhin rauchfrei halten - und das obwohl manche der Inhaber selbst Raucher sind und Nebenzimmer vorhanden wären.

Uwe Speil, Chefkoch und Inhaber des Weißen Rößl in Schweifurt, ist selbst Raucher. Er sagt "Als Raucher werde ich das Gesetz nicht lockern. Auch wenn jetzt das Rauchergesetz gelockert wird werden wir das Arbeitsplatzschutzgesetz erhalten. Dann geht alles wieder von vorne los. Die meisten Raucher haben sich daran gewöhnt nach draußen zu gehen. Im Sommer oder in Kürze ist es sowie so kein Problem da sich die Biergarten wieder anbieten."

Auf die positive Aufnahme der Rauchfreiheit beim Essen geht auch Edmund Beck vom Traditionsgasthaus Zellertal in Zell bei Schweinfurt ein: "Die überaus positive Reaktion von den Gästen unseres Hauses auf das Rauchverbot ermutigt uns, bei Änderungen im Nichtraucherschutzgesetz durch die neue Bayerische Staatsregierung, den Ist-Zustand beizubehalten und weiterhin unsere Räume „Rauchfrei“ zu halten."

Auch als politisches Thema sieht der Zeilitzheimer Schlossherr Alexander v. Halem das Rauchverbot. "Der Staat sollte sich hüten, alles zu reglementieren" sagt der Nichtraucher und Vater zweier kleiner Kinder, der jedoch bemerkt selbst froh zu sein, nun auch ohne passives Rauchen mit der Familie zum Essen ausgehen zu können. "Trotzdem solle man die Entscheidung, wie er seinen Betrieb führt, dem Wirt überlassen und dem Gast die Entscheidung überlassen, wo er einkehrt", so von Halem. In Zeilitzheim will er das Rauchverbot, von dem er meint, dass es auch die Raucher akzeptiert hätten, in den Festsälen des Schlosses beibehalten. Im Schloss hätten die Gäste dies auch schon lange vor dem Nichtraucherschutzgesetz respektiert. "Das war nie ein Thema" sagt der Schlossherr. Mit den ständigen Änderungen würde man sowohl die Gastronomen, als auch deren Gäste nur verunsichern und mit Schlupflöchern, zum Beispiel für Bier- und Festzelte, die den Wirten auf dem Lande im Sommer ohnehin schon genug Konkurrenz machten, nur unnötige Fronten schaffen.

Auch im Mundartwirtshaus "Äs Madenhäusle" in Madenhausen haben Gäste immer wieder bei Befragungen des Wirts Ernst Böhm festgestellt, daß man sich absolut an die neue Situation gewöhnt hat und es „fei schüä“ ist, wenn man die Küche in allen gastronomischen Betrieben rauchfrei geniessen kann. Außerdem kann man sich mit großer Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft auf eine rauchfreie EU-Lösung einstellen. Also bleibt es im Madenhäusle wie es ist: rauchfrei . "Dafür danken wir auch unseren rauchenden Gästen von ganzem Herzen für ihr tolles Verständnis," sagt der Madenhäuslewirt Ernst Böhm.

Das Fazit der "LandWirt'n" Gastromonen fasst Alexander von Halem zusammen: "Die Staatsregierung sollte in der Tat unnötige gesellschaftliche Verbote und Einschränkungen abschaffen, oder zumindest für alle gleiche Voraussetzungen schaffen - für die Einraumkneipe wie das Bierzelt. Engagierte Gastronomen, bei denen der Verzehr von Speisen im Vordergrund steht, werden bei ihren Gästen jedoch auf Zustimmung stoßen, wenn sie ihnen den Genuss dieser in rauchfreier Umgebung weiterhin ermöglicht".

Donnerstag, 5. Februar 2009

Postkarten – Instrument für's Empfehlungsmarketing in Tourist Informationen

Aus der Zeitung erfuhr ich, dass die benachbarte Kleinstadt Gerolzhofen nun 6 neue Ansichtskarten im Angebot hat. Diese können in der Tourist-Information und in zwei Geschäften in der Innenstadt für 1 Euro das Stück erworben werden.

Ich bin mir nicht sicher, wie beliebt Postkarten heutzutage noch sind. Wer schreibt denn noch regelmäßig Briefe per Schneckenpost? Aber eine kurze Postkarte an die Daheimgebliebenen vom Urlaubsort vielleicht schon.

Ich frage mich nur: wieviele Leute kaufen eine Postkarte für einen Euro? Dann sollte es wohl schon eine besonders schöne Postkarte sein und die will der Gast dann vielleicht auch noch behalten, anstatt sie für unseren Ort werbend an seine Freunde zu verschicken. Ich denke daher, der Anreiz möglichst viele Postkarten zu erwerben und diese auch gleich zu verschicken sollte den Gästen möglichst groß gemacht werden. Touristiker: verschenkt die Postkarten doch einfach!

Fotomotive könnten durch Ausschreiben eines Fotowettbewerbs gesammelt werden. Das bindet auch gleich die örtliche Bevölkerung mit ein. Eine Vorlage in der Druckvorstufe zu erstellen dürfte in Zeiten von Photoshop für die meisten Schüler und Studenten auch kein Problem sein; Helfer werden im Kleingedruckten dann genannt. Drucken lassen kann man das ganze von einer online Druckerei (Beispiel: bei Druck von 10.000 Stück kostet eine Postkarte in der Herstellung etwa 2 Cent netto; wählt man eine kleinere Auflage, etwa 1.000 Stück, ist man mit rund 5 Cent netto pro Stück dabei. Da kann man das Motiv auch öfter mal austauschen oder mehrere Motive auswählen).

Wenn das Verschenken der Postkarten keine Option ist, weil man einen teuren Fotografen, einen teuren Grafiker und einen teuren Drucker zur Herstellung seiner Postkarten beauftragt hat, so sollten Touristiker die Postkarten zumindest möglichst nur zum Herstellungspreis abgeben. Unsere Gäste sollen ja den Daheimgebliebenen erzählen, wo sie Urlaub machen. Auch ist es wichtig, den Gästen auch gleich die passenden (derzeit 45-Cent) Briefmarken mit zu verkaufen. Klebt die Briefmarke erst einmal drauf, wird die Postkarte auch noch verschickt. Am besten mit Briefkasten direkt vor der Tür. Noch schöner wäre ein besonderer, zum Beispiel altmodischer Briefkasten in oder direkt vor der Tourist-Information und enge Zusammenarbeit mit der Post, die Briefe aus diesem Kasten mit einem besonderen Stempel versieht... aber ich schweife ab. Ganz soweit muss man ja gar nicht gehen.

Und wenn man die Postkarten in der Tourist-Info nicht verschenken möchte, weil man befürchtet sie würden dann nur von Sammlern gehortet, könnte man wie folgt vorgehen: Postkarten kann man kaufen. Wer jedoch gleich die Briefmarken dazu erwirbt, die Postkarten in der gemütlichen Sitzecke in der TI ausfüllt (vielleicht gibt es ja auch einen Kaffee oder ein Wasser gratis?!) und vor Ort in den Briefkasten wirft, erhält bis zu 5 Postkarten gratis.

Unsere Hotelgäste im Schloss finden kostenlose Postkarten mit Schlossmotiv in den Informationsmappen im Zimmer. Ich muss aber wohl noch deutlicher darauf hinweisen, dass wir auch die Briefmarken in der Rezeption haben. Und vielleicht wünschen sich unsere Gäste noch weitere Fotomotive... Bitte: redet mit mir!

Dienstag, 3. Februar 2009

Feedback per twitter

Ich habe heute mittag mal schnell per twitter die Frage rausgelassen, welche 3-5 Fotos aus dem flickr set meiner persönlichen Lieblingsbilder sich als Fotos für einen Hotelflur eignen würden.

Florian Kohl aus Schweinfurt hat folgende Bilder ausgewählt:

Charly

Fritz' House

Freskensaal

Cold Day

Annette Schwindt aus Bonn stellte erst mal ein paar Gegenfragen:

"kommt drauf an, wie der Hotelflur aussieht :-)
kommt drauf an, was Du kommunizieren willst. Das meiste sind Blumenfotos, wenn ich das recht sehe. Soll es zur Deko sein?"

tineroyal aus Dresden meinte auch „weiss nicht, kommt auf den flur an... wandfarbe, decke, einrichtung... aber auf jedenfall das bild: fernweh. sehr schön.“

Also, falls sich noch jemand an der Diskussion beteiligen möchte: es handelt sich um einen im allgemeinen recht dunklen Flur, von dem viele Türen weg führen. Ich habe mir vorgestellt es könnten Bilder sein, die einen Bezug zum Schloss und/oder Schlossgarten haben und zum Beispiel in der jetzt dunklen und trüben Jahreszeit an hellere und freundlichere Zeiten erinnern.

Ein Bild eines winzigen Auszugs dieses Flurs habe ich in meinem flickr stream auch noch gefunden:

Guest Room Corridor

Die von Florian Kohl ausgesuchte Mischung finde ich schon mal sehr gut und auch "Fernweh", das unsere Tochter Katharina am Gartentor zeigt, gehört zu meinen persönlichen Favoriten:

Fernweh

Wer hierzu noch seinen Senf dazu geben möchte, erreicht mir per twitter oder kann natürlich auch hier einen Kommentar hinterlassen!

Äs Madenhäusle - Website vorgestellt

Die Website unserer Netzwerkkollegen Sabine und Ernst Böhm (Äs Madenhäusle) wurde nun heute vom Revista Verlag vorgestellt.

Selber anschauen!