Die Gerolzhöfer Lokalredaktion der Regionalzeitung Main Post hat unsere Pressemitteilung der LandWirt'n Gastronomen aufgegriffen und einen auf das Schloss und meine Statements sehr schön
zusammengefassten Artikel veröffentlicht.
Hintergrund unserer Meldung war ein
Zeitungsbericht mit folgender Meldung: "Den Plänen der schwarz-gelben Staatsregierung zufolge soll ab 1. August das Rauchen in kleinen Einraum-Gasthäusern sowie Nebenräumen von Gaststätten wieder erlaubt sein."
Um unseren Lesern jedoch die Meinungen meiner Wirtskollegen aus der Stadt Schweinfurt und dem nördlichen Landkreis Schweinfurt nicht vorzuenthalten, veröffentliche ich nun auch den Text unserer Pressemitteilung zum Thema "Lockerung des Nichtraucherschutzgesetzes":
Schweinfurter Wirte "Die LandWirt'n" bleiben RauchfreiGastronomen des Netzwerks werden Rauchfreiheit in ihren Speiselokalen beibehalten
Kaum hatte man sich an die Auswirkungen des Nichtraucherschutzgesetzes in Bayern gewöhnt, soll es jetzt wohl wieder einen neuen Gesetzentwurf der neuen Bayerischen Staatsregierung geben. Waren manche Kneipenwirte doch lautstark gegen das Rauchverbot, verwundert es vielleicht, dass einige Gastwirte dennoch für Ihre Betriebe daran festhalten wollen, egal wie das neue Gesetz aussehen könnte.
Die Inhaber der vier zur regionalen Gastronomenvereinigung "Die Landwirt'n" zusammen geschlossenen Betriebe sehen den erneuten Plänen zur Gesetzesänderung in Bayern kritisch entgegen. Sie wollen ihre Betriebe, zu denen zwei Wirtshäuser auf dem Lande, eines in der Schweinfurter Innenstadt und das Schloss in Zeilitzheim gehören, weiterhin rauchfrei halten - und das obwohl manche der Inhaber selbst Raucher sind und Nebenzimmer vorhanden wären.
Uwe Speil, Chefkoch und Inhaber des Weißen Rößl in Schweifurt, ist selbst Raucher. Er sagt "Als Raucher werde ich das Gesetz nicht lockern. Auch wenn jetzt das Rauchergesetz gelockert wird werden wir das Arbeitsplatzschutzgesetz erhalten. Dann geht alles wieder von vorne los. Die meisten Raucher haben sich daran gewöhnt nach draußen zu gehen. Im Sommer oder in Kürze ist es sowie so kein Problem da sich die Biergarten wieder anbieten."
Auf die positive Aufnahme der Rauchfreiheit beim Essen geht auch Edmund Beck vom Traditionsgasthaus Zellertal in Zell bei Schweinfurt ein: "Die überaus positive Reaktion von den Gästen unseres Hauses auf das Rauchverbot ermutigt uns, bei Änderungen im Nichtraucherschutzgesetz durch die neue Bayerische Staatsregierung, den Ist-Zustand beizubehalten und weiterhin unsere Räume „Rauchfrei“ zu halten."
Auch als politisches Thema sieht der Zeilitzheimer Schlossherr Alexander v. Halem das Rauchverbot. "Der Staat sollte sich hüten, alles zu reglementieren" sagt der Nichtraucher und Vater zweier kleiner Kinder, der jedoch bemerkt selbst froh zu sein, nun auch ohne passives Rauchen mit der Familie zum Essen ausgehen zu können. "Trotzdem solle man die Entscheidung, wie er seinen Betrieb führt, dem Wirt überlassen und dem Gast die Entscheidung überlassen, wo er einkehrt", so von Halem. In Zeilitzheim will er das Rauchverbot, von dem er meint, dass es auch die Raucher akzeptiert hätten, in den Festsälen des Schlosses beibehalten. Im Schloss hätten die Gäste dies auch schon lange vor dem Nichtraucherschutzgesetz respektiert. "Das war nie ein Thema" sagt der Schlossherr. Mit den ständigen Änderungen würde man sowohl die Gastronomen, als auch deren Gäste nur verunsichern und mit Schlupflöchern, zum Beispiel für Bier- und Festzelte, die den Wirten auf dem Lande im Sommer ohnehin schon genug Konkurrenz machten, nur unnötige Fronten schaffen.
Auch im Mundartwirtshaus "Äs Madenhäusle" in Madenhausen haben Gäste immer wieder bei Befragungen des Wirts Ernst Böhm festgestellt, daß man sich absolut an die neue Situation gewöhnt hat und es „fei schüä“ ist, wenn man die Küche in allen gastronomischen Betrieben rauchfrei geniessen kann. Außerdem kann man sich mit großer Wahrscheinlichkeit in naher Zukunft auf eine rauchfreie EU-Lösung einstellen. Also bleibt es im Madenhäusle wie es ist: rauchfrei . "Dafür danken wir auch unseren rauchenden Gästen von ganzem Herzen für ihr tolles Verständnis," sagt der Madenhäuslewirt Ernst Böhm.
Das Fazit der "LandWirt'n" Gastromonen fasst Alexander von Halem zusammen: "Die Staatsregierung sollte in der Tat unnötige gesellschaftliche Verbote und Einschränkungen abschaffen, oder zumindest für alle gleiche Voraussetzungen schaffen - für die Einraumkneipe wie das Bierzelt. Engagierte Gastronomen, bei denen der Verzehr von Speisen im Vordergrund steht, werden bei ihren Gästen jedoch auf Zustimmung stoßen, wenn sie ihnen den Genuss dieser in rauchfreier Umgebung weiterhin ermöglicht".