Freitag, 30. Januar 2009

Gedanken zur dörflichen Infrastruktur

Das MacBook lädt mal wieder umfangreiche Updates für OS X 10.5 Software herunter (endlich kommt auch dieser Rechner in den Genuss des QuickTime Updates, aber auch iPhoto, Front Row und weitere). Da merke ich mal wieder, wie sehr ich auf die Internetverbindung für meine Arbeit und verschiedenen Projekte angewiesen bin. Wenn größere Batzen Software herunter geladen werden geht aber nichts mehr anderes bei unserer DSL „light“ Verbindung. Diese lässt sich die Telekom jedoch ohne Scham zum vollen 1000er DSL Preis bezahlen. Schließlich will man ja schneller im Netz sein, als mit ISDN. Da ist man selber Schuld, wenn die Telekom den Standort für nicht lukrativ genug betrachtet. Zuwenig Nachfrage aus dem Ort. Da lohnen sich keine Investitionen.

So ähnlich wird aus wirtschaftlichen Gründen in immer mehr Entscheidungen verfahren, bis es bald keine nennenswerte Infrastruktur mehr gibt im Dorf. Metzgerei? Schon lange geschlossen. Postfiliale? Erst nach Kolitzheim zusammen gelegt, dann diese auch geschlossen. Aber Briefmarken kann man ja auch noch mit dem Handy kaufen – oder im „Verkaufspunkt“ seines Vertrauens beim Versicherungsvertreter oder im Getränkeladen. Gastwirtschaften? Mit Sonne, Hirsch und Stern ehemals drei florierende Traditionsgasthäuser im Ort. Zuletzt versuchte ich mich zusätzlich zur noch florierenden Bewirtschaftung des Schlosses als „Wirt“ am Platz, 6 Jahre lang, letztlich ohne genügend Erfolg, um das Gasthaus „Zur Sonne“ als à la carte Restaurant mit unserem Zeilitzheimer Koch Hans Behr noch länger offen zu halten. Aber es gibt noch das Sportheim für den Stammtisch und die Bewirtung zu besonderen Anlässen.

Die Raiffeisenbank hat zwar ihre Öffnungszeiten eingeschränkt (hier trifft man an 3 Vormittagen und 2 Nachmittagen pro Woche auf unseren örtlichen Banker – aber nur noch kurze Zeit, da er bald in den Vorruhestand verabschiedet wird. Ob die Öffnungszeiten danach eingehalten werden, weiß ich noch nicht).

Schuster, Schneider, Zahnarzt... alles nur noch in der Kleinstadt zu finden. Wir sind ja schließlich mobil geworden. Der Kolonialwarenladen der Schwestern Kohles aus meiner Kindheit hat auch schon lange geschlossen; dafür hat die Familie Hauck ihre Bäckerei zu einem respektablen Einzelhandelsgeschäft ausgebaut, in dem es die Notwendigkeiten des Lebens zu kaufen gibt. Leider wird auch dieses zu wenig genutzt, um wohl sehr lange Bestand zu haben. Ich wünschte es wäre nicht so und rechne der Familie Hauck ihre Grundversorgung der Bürger unseres Ortes sehr hoch an.

Und auf dieser letztlich positiven Note möchte ich den heutigen „Tagebucheintrag“ auch so langsam enden. Denn es ist nur eines klar und für immer sicher: alles ändert sich. Die Frage ist: wie gehe ich mit der Veränderung in der Welt um mich herum um? Wie trage ich meinen Teil dazu bei, dass es vielleicht besser wird? Schwierige Fragen. Noch schwieriger die Antworten. Kann man doch nur am eigenen Verhalten die Welt verändern oder verbessern, wenn überhaupt.

Ich hatte einige Jahre lang versucht eine infrastrukturelle Lücke zu schließen und musste diese Anfang vergangenen Jahres mit der Schließung des Gasthauses wieder aufreißen. Meine Energie stecke ich zumindest seit einem Jahr vermehrt in das Wohlergehen des Schlosses, seiner kulturellen Veranstaltungen, den Familienfesten und seiner Instandhaltung. Das macht das Dorf vielleicht für Gäste von weiter her attraktiv, die hier in den Zimmern der Privatvermieter wohnen und den Zeilitzheimer Wein trinken. Für die Bewohner unseres Dorfes scheint das Schloss – bis auf einige Arbeitsplätze - jedoch keine große Bereicherung zu sein.

Um zum Thema der dörflichen Infrastruktur zurück zu kommen: kann man es, wenn wir Dorfbewohner selbst ob der wirtschaftlichen Untragbarkeit Dienstleistungen vor Ort schließen, der Telekom verübeln, wenn sie uns nicht verkabelt oder im Mobilfunkloch sitzen lässt? Wohl nicht. Es stellt sich für mich nur die Frage, ob es nicht langfristig gesehen sinnvoll wäre, die Allgemeinheit (sprich die Gemeindeverwaltung und Politik) kümmere sich mehr um den Anschluss seiner Bürger ans schnelle Netz, das mehr und mehr zur Grundlage aller Kommunikation und somit Lebensgrundlage wird. Klar: Verantwortung trägt jeder für sich selbst. Es fragt sich nur, ob es in diesem Fall nicht gemeinschaftlich besser voran ginge.

Die Updates haben nun fertig geladen und ich kann wieder ins Netz! Schnell die Chance nutzen und diesen Blogbeitrag hochladen...

Mittwoch, 28. Januar 2009

Bürgerversammlung im Sportheim

Am 12. Februar ist es wieder soweit: Es gibt die jährliche Bürgerversammlung in unserem Ortsteil der Gemeinde Kolitzheim: Zeilitzheim.

In diesem Jahr darf ich wieder als mündiger Bürger daran teilnehmen. Denn als Gemeinderat hatte man zwar teilzunehmen, sich aber dezent zurück zu halten. Zumindest empfand ich das so. Immerhin hat unser Bürgermeister seine Sache ja auch immer gut gemacht.

Ob ich in diesem Jahr dann den Weg anderer ehemaligen Gemeinderatsmitglieder gehe und erst so richtig auf den Tisch haue und mit einer langen Liste mit Forderungen an die Gemeinde zur Versammlung erscheine? Ich denke nein. Lassen sich doch die meisten Anliegen, die in einer Bürgerversammlung geäußert werden, auch direkt durch ein Telefonat oder ein E-Mail an die jeweils zuständige Person in der Gemeindeverwaltung - das ganze Jahr über - regeln. Macht natürlich nicht so viel Spaß wie ein emotionsgeladener Vortrag zu einer gut besuchten Bürgerversammlung. Ist klar.

Ausserdem sind 90% der Themen meist im Vorfeld der Versammlungen klar. Die Vermeidung und/oder Beseitigung von Hundekot auf öffentlichen (Spiel-) Plätzen sind jedes mal ein Anliegen der Bürger. Und dann steht uns in der Gemeinde der Bau einer neuen Kläranlage mit für alle Bürger hohen verbundenen Kosten ins Haus. Das wird sicherlich ein emotionales Thema. Ach ja: dann ist da noch der erneute Versuch einer Flurbereinigung. Da wird auch immer vorzüglich gestritten. Jeder hat die Angst zu kurz zu kommen bei der Landumverteilung. Ausserdem nutzt es doch eh nur den wenigen Großbauern. Denkt man. Fortschritt ist eben eine sehr schwierige Sache. Zumindest bei uns auf dem Land.

Also falls ich in diesem Jahr zur Bürgerversammlung gehe lasse ich die lange Liste an Forderungen zuhause (oder arbeite sie direkt mit den kompetenten Mitarbeiter in der Gemeinde im Vorfeld ab) und lehne mich dann im Sportheim mit einem Bierchen oder zwei zurück, um den genannten und hoffentlich doch noch neuen Themen zu lauschen.

Vielleicht bekomme ich ja noch ein paar Ideen und Stoff für mein Buch. Ausserdem blogge ich. Da braucht man immer neuen Stoff.

Freitag, 23. Januar 2009

Grassroots Politik und web 2.0 - auch in Deutschland möglich?

In seinem Blogposting "e-Politics 3: Obama setzt auf radikale Transparenz" (erstmal lesen! ist empfehlenswert) fragte Klaus Eck kürzlich: Ob wir etwas annäherend Vergleichbares in den kommenden Jahren auch hierzulande sehen werden, darauf bin ich wirklich gespannt. Oder bleiben die hiesigen Parteien lieber weiterhin der Hinterzimmerpolitik verhaftet? Was meinen Sie dazu?"

Ich habe darüber ein wenig nachgedacht am Beispiel unserer lokalen und regionalen politischen Situation und muss sagen, dass ich keine sehr große Hoffnung habe, dass sich ePolitik hierzulande schnell durchsetzen wird.

Erstens sehe ich nur sehr wenige in unserer - zugegebenermaßen immernoch ein wenig rückständigen - Region überhaupt bloggen oder soziale Netzwerke pflegen (bitte, Freunde, belehrt mich eines Besseren!).

Zweitens sind die örtlichen Parteien und Interessensgemeinschaft nur schwach im Netz vertreten oder oft nur mit den Standardseiten und nicht mit stets aktuellen, interaktiven Seiten mit Kommentarfunktion. Machen es die Jungen den Alten in Sachen web2.0 mal wieder vor? Um es vorweg zu nehmen: auch die Jugendgruppierungen der großen Parteien tun sich noch recht schwer mit dem Mitmachweb.

Hier ein Streifzug durch die Internetauftritte der politischen Jugendorganisationen unseres Landkreises Schweinfurt:

Die Jungen Liberalen (JuLis) (www.julis-schweinfurt.de) bewerben groß auf Ihrer Startseite eine "GEZ-Unterschriftenaktion", die jedoch komplett ins Leere führt. Unter Aktuelles sind die neuesten News vom 30. November 2008. Die letzten Pressemitteilungen sind von 2006 und andere Seiten, auf die man gelockt wird (wie Galerie und Vorstand) sind leer. Es gibt wohl auch keine "nächste Sitzung".

Die Jungsozialisten (Jusos) (www.jusos-sw.de) begrüßen einen mit dem gleichen Inhalt, den man unter Aktuelles findet. Als neueste Nachricht eine Stellungnahme des JuSo Landtagswahlkandidaten zur vergangenen Landtagswahl vom 28. September 2008 und eine Einladung auf seine Seite www.florian-toepper.de die jedoch unter dem Link nicht auffindbar ist. Unter "Politik" erfährt man dagegen noch etwas von der Kreistagswahl 2002 (!). Die Seite mit den Pressemitteilungen ist reich bestückt. Diese sind jedoch ohne Veröffentlichungsdatum versehen. In der obersten Meldung erfahren wir jedoch, dass man auf einen Bericht verweist, der "deutlich vor der Wahl am 28. September zugänglich gemacht werden solle". Also leider auch alter Hut. Die Bilder der Galerie sind auch ohne Datum, aber immerhin. Als Letztes wird mit Bildern auf eine Diskussion: China - Tibet und die Olympischen Spiele hingewiesen, davor war der Neujahrsempfang 2008. Unter Termine 2009 kann man nur feststellen, dass auch dieses Jahr wieder 12 Monate hat. Termine finden sich hier keine. Immerhin scheint die Liste der Mandatsträger komplett zu sein, wenn sie denn aktuell ist.

Für die Grüne Jugend findet sich im Netz die nationale Seite und die Bayerische Seite. Gibt man dort unter Kreisverbände den hiesigen (Schweinfurt) an, erfährt man, dass es wohl doch mal einen Versuch gegeben hat einen regionalen Grüne Jugend Blog zu starten, denn unter dem automatischen Link findet man dann die Meldung "The authors have deleted this blog". Dabei ist der Grüne Kreisverband im Netz auffindbar unter www.gruene-schweinfurt.de. Diese Seite scheint zwar reich und aktuell bestückt, aber es handelt sich hier nicht um die Seiten des Jugendverbandes, weshalb ich sie nicht zum Vergleich herangezogen habe.

Die CSU hat dagegen neben üblichen Kreisverbandsseiten auch zwei Blogs der Jugendorganisation Junge Union (JU), einen für die Junge Union in Schweinfurt Stadt (www.mainblogger.de) und eine für Schweinfurt Land (www.ju-schweinfurt-land.de). Allerdings bietet letzterer keine Kommentarfunktion, was vom Kreisvorsitzenden Tassilo Leitherer auf Nachfrage auch so gewollt ist (Zitat: "Wir wollen eher informieren als über jeden Bericht gesondert zu diskutieren".). Der aktuellste Eintrag ist vom 27. Dezember 2008 und preist eine 1,67 MB große PDF Datei "Jahresrückblick" zum Download an (die JU des Kreises hat vermutlich noch nicht mitbekommen, dass es trotz angeblicher "Bemühungen" der Landes CSU noch große weiße Flecken auf dem Lande gibt, was Breitbandinternetzugänge betrifft. Aber ich will auch nicht übertreiben. 2 MB schafft mein browser mit ein wenig Geduld schon, wenn ich nicht vorher ungeduldig wegclicke). Die städtische Junge Union um JU Vorsitzenden und Stadtratsmitlied Oliver Schulte scheint das Prinzip eines Blogs jedoch voll verstanden zu haben. Hier schreiben eine Reihe von verschiedenen Mitgliedern, die auch alle mit Namen und Foto kurz vorgestellt werden, unter Anwendung sinnvoller Themen/Kategorien zwar gelegentlich etwas polemische aber immer recht aktuelle Beiträge mit lokalem Bezug. Auch die Kommentarfunktion ist eingeschaltet und man erhält auch zeitnah Antwort auf Fragen per Kommentar. Respekt!

Schade, dass meine eigene Partei (FDP) das auf lokaler Ebene (noch) nicht schafft. In Höchberg im benachbarten Kreis Würzburg betreiben die JuLis einen Blog der aber auch nicht mehr der aktuellste zu sein scheint. Der im Landtagswahlkampf gescheiterte Jens Brandt, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP im Landkreis Würzburg, bloggt unter www.brandt-aktuell.de und das auch jetzt noch, nach der Wahl.

Wir haben also noch ein ganzes Stück Arbeit in Sachen Onlinetransparenz der (Lokal- und Regional-) Politik vor uns, wenn selbst die Jugendverbände noch straucheln. Und twitter scheint noch komplette Fehlanzeige bei den Jungpolitikern (unserer Gegend) zu sein. Vielleicht googlen sich die jeweiligen Kreisvorsitzenden mal wieder selbst, finden dieses Blogposting und machen sich an die Arbeit!

Mittwoch, 21. Januar 2009

Weinbergswanderung in Zeilitzheim?

Traditionell (seit wann eigentlich?) findet am Pfingstsonntag die Zeilitzheimer Weinbergswanderung statt. Obwohl der Termin so ziemlich feststeht und es doch immer irgendwie wieder stattfindet, gibt es doch jedes Jahr wieder Gerangel darüber ob und wenn ja wie dieses Fest ausgetragen wird.

Der Weinbauverein hat dieses Fest immer federführend organisiert. Aus personellen Engpässen im Verein hat sich jedoch zuletzt auch die freiwillige Feuerwehr mit großem Gewinn (so der Weinbauverein) an der Bewirtung des Festes unter den Kastanien am Gänsewasen beteiligt.

Auch in diesem Jahr ist es trotz vorsorglicher Veröffentlichung in den entsprechenden Veranstaltungskalendern von Gemeinde und Tourismusverbänden wohl noch nicht abschliessend geklärt, ob es dieses Fest wieder am Pfingstsonntag, 31. Mai 2009 stattfinden wird. Das muss erst noch bei einer bislang nicht terminierten Weinbauvereinsversammlung im Laufe des Frühjahrs beschlossen werden und auch die Feuerwehr hat sich noch nicht abschliessend geäussert.

Also sage ich es so: mit etwas Glück wird die Weinbergswanderung auch in diesem Jahr wieder stattfinden. Und ist doch immer wieder schön!

Freitag, 16. Januar 2009

Kulturmarketing - Ideen für eine neue Startseite

Meine e-mail inbox ist leer und things hat heute keine Aufgaben mehr für mich parat.

Ich habe dafür am Nachmittag eine ganz Reihe Fotos webtauglich verkleinert, um diese ggf. in unsere website zu integrieren. Mir schwebt z.B. eine Umprogrammierung unserer Startseite vor. Dort soll man eventuell künftig je nach der Antwort auf die Frage "warum bin ich hier?" gleich themengerecht verpackt auf entsprechende Unterseiten weitergeleitet werden.

Folgende Themenbereiche entsprangen dem ersten Brainstorming:

Warum bin ich hier (auf dieser Internetseite von Schloss Zeilitzheim)?

Ich interessiere mich für alte Gemäuer, für Schlösser, für Kunst und für kulturelle Veranstaltungen.

Ich möchte einen Kurzurlaub in Weinfranken verbringen.

Ich möchte ein Fest in historischem, privat gehaltenem Ambiente feiern.

Ich möchte ein Seminar oder eine Tagung organisieren und suche dafür einen abgeschiedenen Ort.

Ich suche den Kontakt zu anderen, kulturinteressierten Menschen.

Egal - Ich will alles! (zur Gesamtübersicht)


Ob diese Fragestellungen und die entsprechende Verlinkung zu Seiten mit gesammelten Ressourcen speziell zu diesen Themen hilfreich sein wird?

Wer hat noch Ideen? Anregungen?

Donnerstag, 15. Januar 2009

Müüüde

Heute kommt mal ein persönlicherer Kommentar. Das Foto von gestern trifft auch noch auf heute zu: müde.

Kinder sind etwas krank. Wenn sie dann mal einigermaßen ruhig schlafen sind wir schon sehr glücklich. Und müde.

Kids are in Bed

Dienstag, 13. Januar 2009

LandWirt'n Treffen

Heute trafen wir LandWirt'n Familien uns zum zweimonatigen Erfahrungstausch und zur Planung der nächsten Aktionen. Heute waren wir bei den Kollegen Ernst und Sabine Böhm im Madenhäusle zu Gast, dem 1. Mundartswirtshaus in Franken (oder wie es dort richtiger heißt: 1. Mundoartswirtshaus in Franggn). Wer dort noch nicht gewesen ist muss dies unbedingt bald mal nachholen.

Wir vier Kollegen mit Familien sind neben der aktiven Zusammenarbeit untereinander auch alle aktiv im Kreisausschuss des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG). Mit diesem geht es bald zu HOGA, der Hotel- und Gaststättenmesse nach Nürnberg. Ich werde jedoch in diesem Jahr mal nicht dabei sein. Meine Kollegen werden mir aber bestimmt berichten, falls ich dort etwas wichtiges verpasse!

Freitag, 9. Januar 2009

Schnee

Die Katzen sind nur mäßig begeistert vom Schnee. Aber wenn die Sonne so schön scheint lassen sie es sich auch nicht nehmen ein wenig Zeit im Schlossgarten zu verbringen.

Emilio

Montag, 5. Januar 2009

Tiefster Winter

Heute wachten wir zu einem zweiten, diesmal viel stärkeren Schneefall auf. Ich könnte auf Schnee wirklich verzichten, aber für die Stunde, die es die Kinder täglich draußen bei der Kälte aushalten ist es schon schön. Gerade sind sie mit Kati in Volkach, wo man am Marktplatz Schlittschuh laufen kann.

Foto: Gestriger Blick durch das Gartentor am unteren Ende des Schlossgartens.

White Fuzzy

Samstag, 3. Januar 2009

Winterpause

Winterpause bedeutet nicht, dass wir nicht fleissig sind. Die Telefone klingeln und vor allem per E-Mail strömen die Buchungsanfragen und Kartenreservierungswünsche weiter ein. Vor allem das Krimidinner (14.3. und 31.10.09) sowie das Dinner for Hats sind derzeit beliebt.

Foto: Wetterhahn auf der Zeilitzheimer Kirchturmspitze

Facing West

Donnerstag, 1. Januar 2009

Mein Jahr - ein persönlicher Rückblick

Angeregt von einem blog posting mit dem Titel "Welche Wünsche sind für Sie in Erfüllung gegangen?" von Alexandra Graßler in ihrem blog Wissensagentur versuche ich mich an einer kleinen Retrospektive. Ich greife hier nur ein paar der dort aufgeworfenen Fragen auf und empfehle allen, die über diesen Link hier stolpern, sich ganz für sich selbst auch mit den anderen Fragen zu beschäftigen.

…was konnten Sie in diesem Jahr loslassen und hat Sie damit ein gutes Stück freier und leichter werden lassen? ….wie haben Sie das geschafft? ….was davon können Sie auf Ihr Leben übertragen?

Losgelassen habe ich einige Verantwortlichkeiten in Vereinen und Institutionen. Ich hatte mich nicht mehr zur Wahl als Gemeinderat gestellt und so endeten im März fristgerecht die 6 Jahre als Gemeinderat der Großgemeinde Kolitzheim. Auch hatte ich schon lange angekündigt, dass ich bei bei der Jahresversammlung des Wirtschaftsförderungsvereins "Fränkisches Wein- und Kulturland der Gemeinde Kolitzheim (FWK)" nicht mehr kandidieren würde (2 mal 3 Jahre war ich 1. Vorsitzender, davor im Vorstand als Arbeitskreisleiter für Öffentlichkeitsarbeit aktiv). Beide losgelassenen Posten haben mir nun Zeit für meine Familie, meine Arbeit und mich und vor allem auch ein Gefühl der Befreiung gebracht.

…an welchem Ort waren Sie dieses Jahr, an dem es Ihnen besonders gut gefallen hat? (das mag ein Urlaubsort sein oder vielleicht auch eine Parkbank in einem wunderschönen Garten) …..und was hat Ihnen daran so gut gefallen? ….was könnten Sie tun, um dieses Erleben im nächsten Jahr wieder zu haben?

Der schönste Ort für mich war 2008 der Schlossgarten. Hier habe ich mit dem regelmäßigen Schneiden des Rasens und dem Bau eines Sandkastens für die Kinder sinnvolle und ausgleichende Aufgaben gefunden. Hier konnten wir, während die Kinder dann am Sandkasten spielten, am Sonntagnachmittag, nachdem das Schloss wieder sich selbst und seinen Bewohnern überlassen war, entspannen. Und hier habe ich viel fotografiert, was mir große Freude macht.

…welcher Mensch war in diesem Jahr Ihr größtes Geschenk? ….auf welchem Weg könnten Sie ihm/ihr das mitteilen? …

Es klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: meine Frau Kati war und ist für mich das größte Geschenk. In diesem nun vergangenen Dezember feierten wir 5. Hochzeitstag. Wenn wir mal auch nur wenige Tage getrennt sind schmerzt es. Aber meistens sind wir ja mit unserer 2-köpfigen-Mädchenrasselbande auch zusammen.

…an welche Glücksmomente erinnern Sie sich? …was hat Sie in diesen Augenblicken so glücklich gemacht? …was können Sie tun, um diese Momente zu vermehren?

Es hat auch Momente der Trauer in diesem Jahr für uns gegeben. Das ist es, was mir in dem Moment des Lesens dieser Frage wieder in den Sinn kommt. So nah liegt doch Freude und Trauer manchmal beieinander. Daher ist es wichtig beides zu fühlen, auszukosten, zu respektieren.

…was von dem was Sie in diesem Jahr gelernt haben, macht Ihnen die meiste Freude? …welches Wissen? …welche Fähigkeit? …was können Sie gutes damit für sich (und andere) bewirken?

Ich habe mich 2008 verstärkt mit dem Prinzip "Getting Things Done" von David Allen befasst; nicht im Sinne einer religiösen Gesamtumstellung meiner gesamten Arbeitsweise, sondern im Sinne eines an der Basis, den kleinen Dingen des Alltags anfangenden Methodik, Aufgaben im Sinne von "nächsten Schritten" aus dem Kopf und in ein verlässliches System zu bringen und auch zu erledigen. Das befreit ungemein. Ich kann es jedem, der es noch nicht kennt, empfehlen. Das Buch dazu gibt es auch auf Deutsch: David Allen, Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag.


Der Blogeintrag von Alexandra Graßler enthält noch mehr dieser Fragen, die einem beim persönlichen Jahresrückblick helfen können. Ich habe zumindest bereits jetzt, erst eine Stunde nach dem Jahreswechsel, mit dem alten Jahr abgeschlossen. Wie so oft musste ich schon in den letzten Tagen und Wochen dem Impuls widerstehen, als Jahreszahl schon "2009" anzugeben. Jetzt kann ich es und ich bin voller Zuversicht. Es wird - wie immer - ein gutes Jahr. Wir werden alle reich an Freude sein und werden den Mut haben, die Dinge zu tun, die uns in Richtung unserer Visionen weiterbringen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich der eine oder andere Leser dieses blogs und/oder Gast unseres Hauses, diesen Weg auch ein Stück weit mit uns zusammen geht.