Montag, 26. Oktober 2009

Feedback in Zeiten des web2.0

Während am Freitag die Hotelzimmer im Schloss noch durch eine wissenschaftliche Tagung ausgebucht waren, fanden sich am Samstag wieder Kurzurlauber bei uns ein. Und: jeder einzelne Gast, der am Samstag bei uns übernachtete, hat das Schloss durch das Internet gefunden.

Das alleine ist schon toll. Was aber besonders fruchtbar ist, dass der Austausch mit diesen Gästen oft besonders intensiv ist. Gäste, die über das Internet buchen, haben meist auch große Teile unseres Internetauftrittes gelesen. Sie können so ganz gut abschätzen, was sie im Landschloss erwartet. Und sie können besser Stellung nehmen, agieren, reagieren.

So brachte uns ein Gast zur Übernachtung mehrere Beutel voll mit ausrangierten, aber sehr hochwertigen Büchern für unseren Büchermarkt mit (nochmals ganz herzlichen Dank!). Andere Gäste nahmen sich die Zeit, uns wertvolle Anregungen zu geben. Eine dieser war, den Schlossgarten besser von der Startseite unserer Internetseite zu verlinken (anstatt nur von dem "Rundgang" aus). Er hatte auch eine weitere gute Idee, an der wir arbeiten... (vielen Dank!).

Auch ein Teilnehmer der medizinisch-wissenschaftlichen Tagung am Freitag hatte eine gute Idee für die Gästezimmer, die keine eigene Stuckdecke besitzen: eine aufbringen. Dieser Idee werden wir in jedem Falle nachgehen und da, wo sie denkmalpflegerisch sinnvoll ist (bei eingezogenen Zwischendecken, wo oben drüber durchaus eine Stuckdecke gewesen ist), dies auch zu verwirklichen versuchen.

Gastgebersein in Zeiten des web2.0 ist keinesfalls mehr eine einseitige Geschichte. Natürlich bedarf es nicht des Internets, um eine gute Kommunikation mit seinen Gästen zu pflegen. Aber ich habe das Gefühl, dass Menschen, die auch das "soziale" Netz benutzen, auch in der "realen Welt" viel schneller (ehrlicher, authentischer) bereit sind, Feedback zu geben.

Die Welt befindet sich im Wandel. Wer sich diesem Wandel verschliesst, wird das Nachsehen haben. Aufregend, was alles möglich ist!

Ginko

Foto: Abgefallene Blätter des Gingkobaumes im Schlossgarten (jetzt leichter zu finden, dank eines Hinweises eines unserer Gäste!)

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