Mittwoch, 19. August 2009

Weinbaubericht

Das "aktuelle" Weinbaufax, das derzeit beim Weinbauring online abgerufen werden kann, ist leider noch vom 10. August. Aber die Informationen decken sich noch immer weitestgehend mit dem, was Winzer mir erzählen.

Die allgemeine Situation im Weinbau in Franken:

"Die Wasserversorgung der Reben ist gut. Ein rascher Reifefortschritt in den nächsten Wochen ist zu erwarten. Anlagen mit reichem Behang sind auf ein vermarktbares Maß einzustellen. Junganlagen sind konsequent bis etwa Anfang September zu behandeln, um Befall mit Peronospora und Oidium zu verhindern. Aus Hecken oder Waldstreifen fliegen Vögel in Reben ein und picken an den Trauben. Durch diese Verletzungen werden Wespen und andere Zuckernascher angezogen. Bei günstiger Witterung bildet sich an diesen Stellen Penicillium, Botrytis oder Essigfäule. Deshalb sollte frühzeitig, in gefährdeten Weinbergen, der Einflug verhindert werden, damit sich die Vögel nicht an den Nahrungsplatz Weinberg gewöhnen. Ungewöhnlich früh sind schon große Starenschwärme zu beobachten. Sollten diese demnächst in die Weinberge einfliegen sind rechtzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen."

Vor allem die Wespen machen in diesem Jahr den Winzern wohl verstärkt Probleme. "Solche Fraßstellen sind bei entsprechenden Witterungsbedingungen oftmals Ausgangspunkt für den Befall mit Fäulepilzen (Botrytis, Penicillium) und Bakterien (Essigfäule)". Daher rät der Weinbauring: "Am wirkungsvollsten kann dem Wespenfraß mit einer dichten Seitenbespannung der Traubenzone mit engmaschigen Netzen vorgebeugt werden. Auch hier sollte die Ausbringung frühzeitig erfolgen, damit durch den Duft angefressener Beeren nicht zusätzlich weitere Wespen angelockt werden."

Und abschliessend berichtet der Weinbauring: "Mit diesem Fax beenden wir die Hinweise zum Pflanzenschutz. Weitere Weinbaufaxe erscheinen nun mit Reifemessungen – zunächst in unregelmäßiger Reihenfolge." Das erklärt, warum das letzte Weinbaufax am 10.8. erschien.

Hier ein Bild einer Wespe, die sich an unseren Regenttrauben erfreut:

Wasp