Freitag, 20. Februar 2009

Frühjahrsputz im Schloss

Man nennt es doch nur so, den Frühjahrsputz, oder? Denn im Moment ist bei uns in Zeilitzheim alles andere als Frühjahr. Es ist kalt, manchmal nass. Und jede Nacht schneit es, so dass man morgens die Gehwege von Schnee räumen muss. Tagsüber taut das dann meist wieder auf, damit der Spaß von vorne wieder losgehen kann. Bei uns ist dennoch Frühjahrsputz. Dazu ist nämlich nur noch jetzt im Februar Zeit. Im März, spätestens zum Krimidinner am 14. März, ist das Hotel wieder in Betrieb.

Bis dahin wird die Küche gestrichen und erneuert, ein Fussboden neu verlegt, es werden Vorhänge gewaschen, Betthimmel gewaschen, ersetzt oder genäht, Möbel verrückt und mal wieder so gründlich aufgeräumt. Es ist die Zeit in der wir "einen Schritt zurück" machen können, um uns und unseren Betrieb von einem anderen, "verrückten" Blickwinkel betrachten zu können. Die Fragen, die wir uns dabei u.a. stellen, sind: könnte es (was auch immer) anders besser gemacht werden? Machen wir es (nur) so, weil wir es schon immer so gemacht haben? Passt dieses Möbelstück / dieser Vorhang noch immer zum Rest des Zimmers? Wie könnten wir die Abläufe / Prozesse ändern, um effizienter und vor allem Effektiver zu werden?

Dieser "verrückte Blick" ist nicht immer einfach. Wie sagen die Briten: "You can't teach an old dog new tricks". Aber, doch, es geht. Mit ein wenig Mut zur Selbstkritik kann man auch als alter Hund neue Dinge lernen und auch lernen sich selbst, seine Arbeitsweise und sein kleines Schlosshotel beim "Frühjahrsputz" mal mit anderen Augen zu sehen und mit noch ein wenig mehr Mut die erforderlichen Veränderungen (Verbesserungen) auch durchführen. Und das natürlich immer in kleinen Schritten, Stück für Stück...