Freitag, 24. Oktober 2008

Saxophon-Quartett gastiert heute im Schloss

„Liebes Leid & Lebens Freud“

Aus der Pressemitteilung und in eigener Sache:

Ein Konzert mit Musik der Renaissance und des Barock in Schloss Zeilitzheim am heutigen Freitag, 24. Oktober um 19.30 Uhr

Zwei Jahrhunderte der Liebe bringen Sänger Joachim Diessner von Isensee und das Pindakaas Saxophon Quartett zum Klingen: Musik voller Lust und Leid, praller Lebensfreude und süßer Melancholie. Keiner traf den Nerv der Zeit so wie der englische Lautenist John Dowland, dessen Musik man als „Blues der Renaissance“ bezeichnen könnte. Könige und Fürsten holten Musiker wie John Dowland an ihre Höfe, um Musik für verschwenderische Feste komponieren zu lassen. Als Unterhaltung bei Tisch waren besonders nach italienischem Vorbild Madrigale oder Kanzonetten beliebt sowie die englischen Songs und Ayres. Noch heute erzählen Dowlands Lieder überaus amüsant und galant von fahrenden Händlern, liebenden Hofdamen und sterbenden Helden.

Countertenor Joachim Diessner von Isenee bereist mit graziösesten Verzierungen und feinstem stimmlichen Raffinement die Gefilde der Renaissance- und Barockmusik. In Kombination mit der enormen klanglichen Vielfalt der Saxophone entsteht ein faszinierend neues Klangerlebnis „alter“ Musik. Das Programm wird umrahmt von Gedichten und vergnüglichen Anekdoten, frei nach dem Motto:

„Küsse nun ein Jedermann / wie er weiß, will, soll und kann / Ich nur und die Liebste wissen / wie wir uns recht sollen küssen“ (Paul Fleming). So heißt denn auch das erste Lied des Programms „Die Kunst des Küssens“ von Andreas Hammerschmied aus der Zeit des Barock.

Der Countertenor Joachim Diessner von Isensee studierte Gesang am Königlichen Konservatorium in Den Haag und bei Phillip Langshaw in Köln, machte CD- und Rundfunkaufnahmen für den SWF und den ORF, sang die Titelpartien in Händels "Riccardo I." und "Tolomeo" und war Solist bei der Händelgesellschaft in Halle. Engagements am Opernhaus Frankfurt/Oder, den Städt. Bühnen Münster, dem Staatstheater Darmstadt, der Kammeroper Konstanz und dem Markgräflichen Opernhaus Bayreuth. Gastauftritte beim Festival "Styriarte" in Graz, den Heidelberger Bach-Tagen und den Berliner Festwochen.

Der noble Ton ist das Markenzeichen des Pindakaas Saxophon Quartetts. Seit seiner Gründung 1990 hat es sich in der Klassikszene etabliert, auch als Querdenker jenseits gängiger Kammermusikprogramme. Beim Internationalen Meisterkurs „Kammermusik mit Saxophonen” wurden die Musiker mit dem „Kulturpreis” ausgezeichnet. Das Ensemble gab Konzerte im Rahmen bekannter Festivals, etwa beim „International Summer Festival“ in Kuwait, dem Arts & Galloway Festival in Schottland oder der Deutsch-Italienischen Kulturwoche in Italien. Kammer- und Kirchenkonzerte gaben die Saxophonisten auch in der Schweiz, den Niederlanden sowie in ganz Deutschland. Inzwischen liegen mehrere CD-Einspielungen vor. Mit einem guten Schuss Selbstironie taufte sich das Quartett auf den niederländischen Namen „Pindakaas“ (Erdnussbutter). Doch sei es aristokratische Musik des Barock, elegante Klassik oder elektrisierende Moderne: Dank stilgerechter Interpretation erklingen Kompositionen aller Jahrhunderte immer in zeitgemäßem Gewand.

In dieses große Konzert großer Meister eingebettet ist ein Dreigänge-Menü. Voranmeldung ist erforderlich (kurzes E-Mail oder Nachricht auf dem AB genügt, bis etwa 18 Uhr).