Donnerstag, 29. Juli 2010

Klageerhebung in elektronischer Form ist unzulässig

Überlegungen zur Kindertagesstätte und DSL "light"



Heute (inzwischen vorgestern, aber wir waren mal wieder über 36 Stunden lang nicht "versorgt" durch das "DSL Light" der sogenannten tcom) kam der "Bescheid über Kindertagesstättengebühren und Aufnahmebescheid" für unsere Töchter, die beide in den gemeindlichen Kindergarten in Stammheim gehen. Je mehr Kinder man hat, desto günstiger wird das. Für 6-7 Stunden täglich zahlen wir für das erste Kind jährlich EUR 1.140,-- und für das zweite Kind EUR 972,--. Insgesamt also EUR 2.112,-- oder gemittelt pro Kind EUR 1.056,--. Das macht im Monat EUR 176,-- bzw. EUR 88,-- pro Kind pro Monat. Oder EUR 3,80 pro Tag bei rund 23 Kindergartentagen im Monat (Ferien nicht berücksichtigt).

Diese quantitativen Aussagen alleine sagen qualitativ natürlich nicht viel aus. Generell finde ich den Beitrag jedoch recht günstig, vor allem weil wir auch mit der netten und professionellen Betreuung und Förderung der Kinder im Kindergarten in Stammheim sehr zufrieden sind.

Mit dem Aufnahmebescheid erkennen wir als Eltern "die Satzung über die Benutzung der Tageseinrichtung für Kinder und die Gebührensatzung der Gemeinde Kolitzheim in der jeweils geltenden Fassung, die Konzeption sowie die Hausordnung der Tageseinrichtung für Kinder an".

Interessant finde ich, dass Bescheide der Gemeinde oder des Finanzamtes & Co. meist folgenden Hinweis tragen: "Dieser Bescheid wurde maschinell erstellt und ist daher ohne Unterschrift gültig". Ist heutzutage nicht jedes Schriftstück (ausser vielleicht eine Postkarte) maschinell erstellt? Ist der Hinweis überhaupt noch notwendig? Man hätte den Bescheid ja auch stempeln können. Das wäre besonders amtlich und auch sehr deutsch. Insofern ist das nicht unterschriebene (und nicht gestempelte) Schriftstück schon fast sympathisch.

Aber: während der Bescheid ohne Unterschrift gültig ist, wäre ein Widerspruch oder eine Klageerhebung "in elektronischer Form (z.B. durch E-Mail)" unzulässig. Also in Worten: "unzulässig". Da muss sich wohl erst noch die e-Post durchsetzen (nein, bitte nicht! man lese dazu den Artikel des Journalisten Richard Gutjahr und den Nachtrag dazu).

Ausserdem habe ich gar nicht vor gegen den Aufnahme- bzw. Gebührenbescheid Widerspruch einzulegen. Weder persönlich, postalisch, noch per E-Mail. Klar wird mir durch diese Beobachtung jedoch, dass sich die sogenannte "elektronische" Kommunikation noch recht vielen Hürden, vor allem in "Verwaltungsapparaten" stellen muss. Alleine der Begriff "elektronisch" ist doch anachronistisch. Welches Eingabegerät funktioniert heutzutage noch ohne Strom in irgendeiner Form? Selbst Schreibmaschinen - sofern sie noch irgendwo eingesetzt werden - erfordern doch schon Strom (außer man heißt Hemingway, Bukowski oder Burroughs). Wenigstens haben wir - zumindest in unserer Gemeinde - ausreichend Solarstrom.

Auf der anderen Seite finde ich es auch schön, wenn "Widerspruch" (oder Lob etc.) auch handschriftlich eingereicht werden *darf*.

Ich habe zum Kindergarten Stammheim und unserem heute erhaltenen Bescheid jedenfalls keine Beschwerden.

Listen!

Übrigens: Sollte es an meinem Router liegen, dem von der tcom bereit gestellten Speedport 500V, nehme ich den Vorwurf natürlich zurück. Es bleibt der Unmut über die generell schlechte und wenn langsame Versorgung des Dorfes mit DSL.

Nachtrag 29.7.10, 17 Uhr: Es lag wohl tatsächlich an meinem Router, den ich heute durch ein Produkt aus dem Hause avm ersetzt habe. Entsprechender Nachtrag auch bei audioboo.fm:

Listen!;

Samstag, 24. Juli 2010

Es fehlt nur noch der Ruf des Muezzin

Glockengeläut in Zeilitzheim



Es scheint mir manchmal, dass die Kirchenglocken bei uns im Dorf wahllos durcheinander läuten, zu allen möglichen Tages- (und Nachtzeiten). Aber natürlich ist da ein System dahinter. Ein ziemlich kompliziertes, sogar. Ich habe das Thema nun ein wenig durchleuchtet und bin nun etwas schlauer. Also: warum werden die Glocken zu welcher Uhrzeit geläutet?

Das Schlagen der Glocke zu jeder viertel Stunde ist klar. Das summiert sich zu Mitternacht zum Beispiel auf 28 Glockenschläge: 4 zur Ankündigung der vollen Stunde, je 12 weitere mit verschiedenen Glocken, "Rauf und runter" sozusagen.

Morgens früh um sechs gibt es ein fröhlich lautes Morgengeläut von der evangelischen Kirche, das einen bei offenen Fenstern im Sommer durchaus effektiv aus dem Bett katapultieren kann. Die Katholiken sind da ausnahmsweise etwas liberaler eingestellt und wiederholen das Morgengeläut dann um sieben. Es fehlt nur nur der Ruf des Muezzins in Zeilitzheim. Wann wäre dieser dann?Um 06:30 Uhr? Das wäre ein schönes Mittelmaß.

Am Freitagmorgen um neun gibt es immer das Freitagsgeläut als Erinnerung an die Kreuzigung Jesu. Zumindest in der evangelischen Kirche. In der katholischen Kirche findet es nämlich erst um 15 Uhr statt. Das hat wohl mit verschiedenen Arten die Zeit zur "9. Stunde" zu rechnen zu tun, meinte eine Mitarbeiterin, die ich zu den örtlichen Gepflogenheiten befragte. In der Tat: Wikipedia klärt im Artikel zur Läuteordnung auf. Die Evangelen läuten Freitags zur Kreuzigungsstunde um 9, die Katholen zur Todesstunde um 15 Uhr die Glocken.

Es gibt noch andere interessante Glockengeschichten in Zeilitzheim. Über die Evangelistenglocke hatte ich hier im Blog schon mal berichtet.

Zeilitzheim

Freitag, 23. Juli 2010

The Sound of... Folk Camp

Internationales Volkstanztreffen im Schloss Zeilitzheim



Der letzte Freitag im Juli ist traditionell der Beginn des jährlichen "Folk Camps" im Schloss. Das ist nun schon seit über 25 Jahren so. Manche der Camper der "ersten Stunde" sind auch immer noch dabei. Das nenne ich Kontinuität!

Worum geht es beim Folk Camp eigentlich? Als Beobachter, aber nicht als Teilnehmer über die Jahre habe ich natürliche eine aus diesem Blickwinkel beeinflusste Sicht: Jahr für Jahr werden oft immer wieder gleiche Lieder auf der Quetsche von immer wieder neuen Nachwuchskünstlern eingeübt. Das kann eine Woche lang auch ein wenig nerven. Für mich bildet dieser Geräuschpegel von Unterhaltung derer, die im Arkadenhof an den Biertischgarnituren sitzen, der immer gleichen Melodien und das ständige Rauschen der Getreidegebläse der Nachbarn aber auch eine unverwechselbare, fast nicht mehr weg zu denkende in Geräusch dargestellte Identität dar.

Im Gewölbekeller üben die "Folkies" verschiedenste Tänze, auch die englischen "Morris Dances" mit Stöcken, die aneinander geschlagen werden. Dieser Ton gehört auch zum Folk Camp, genau wie das Gelächter und die Unterhaltung, die deutlich abnimmt, sobald die Mahlzeiten im Hof serviert werden.

Der Arkadenhof und die Wiese des Schlossgartens gleichen einem lustigen Zigeunerlager. Auf der Wiese stehen die Zelte der Camper. In der "Kelterküche" wird gekocht. Im Arkadenhof wird gespült und wie eine bunte Fahne die vielen Küchenhandtücher zum trocknen aufgehängt. Morgens und abends sieht man die Camper mit ihren Zahnbürsten und Handtüchern sandaliert die Gartenwege auf und hinab wandern auf ihrem Weg zur Toilette. Aus den Zelten hört man nachmittags die jugendlichen Rufe von "Mau!" und "Mau Mau!".

Ein Höhepunkt des Folk Camps ist immer der öffentliche Abend am Mittwoch im Gewölbekeller. An diesem dürfen unter fachlicher Anleitung auch die Besucher mitmachen. Aus dem Dorf kommt immer eine treue, aber sehr kleine Schar von Tänzern und Beobachtern hinzu. Auch die jüngere Dorfjugend traut sich zu diesem Anlass auch meist zu kurzen Blicken und Gekicher in den Gewölbekeller.

Wirklich Neues bringt das Folk Camp, zumindest aus meiner Sicht als Betrachter, von Jahr zu Jahr nicht. Aber vielleicht liegt gerade darin seine Stärke. Die Teilnehmer, die schon öfter dabei waren, wissen, was auf sie zu kommt. Sie wissen vorab, welche Aktivitäten an welchen Tagen geplant sind. Das hilft sicherlich auch, die "Neuen" zu integrieren. Aufgaben sind klar definiert. Jeder findet sich auf den verschiedenen Dienstplänen wieder. Und die Kontinuität schafft auch einen verlässlichen Rahmen für langjährige Freundschaften. Ganze Familien (inklusive unserer eigenen, am Rande) haben wir mit dem Folk Camp aufwachsen sehen.

Keith, der treue "Warden" über viele Jahre (zuständig für Organisatorisches) ist in diesem Jahr nicht dabei wegen der Hochzeit eines seiner Söhne, die auch mit und auf dem Folk Camp aufgewachsen sind. Aber Inga, die diesen Posten in diesem Jahr ausübt, ist genauso erfahren.

Ich werde das Folk Camp wieder beobachten. Vielleicht gibt es in diesem Jahr ja auch mal etwas Neues zu berichten! Dann werde ich das hier im Schlossblog tun.

Hats

Donnerstag, 22. Juli 2010

Audioblogbeiträge im Schlossblog

Nein, ich habe kein iPhone. Aber, ja, ich kann ja jetzt Audioboos mit dem iPad aufzeichnen und online stellen. Und hier einbetten. Daher gleich mal ein erster Test. Man erreicht diese "boos" künftig unter http://audioboo.fm/barockschloss

Listen!

Montag, 19. Juli 2010

Der musicalische Quack-Salber

Aus der "satyrischen Feder" Kuhnaus



Am Freitag, 24. September findet unsere Veranstaltung zu Ehren des 350. Geburtstags Johann Kuhnaus statt. Das ist zwar noch eine Weile hin, aber die Nachfrage nach detaillierteren Informationen nimmt schon jetzt zu. Der Schatzmeister unseres Förderkreises, Thomas Kerzel, Musiklehrer am Celtis-Gymnasium in Schweinfurt, hat dieses Programm erarbeitet:

Johann Kuhnau war der Amtsvorgänger von Johann Sebastian Bach als Thomaskantor in Leipzig, ein hochgebildeter, hochgeschätzter und äußerst vielseitiger Mann. Er war Kantor, Komponist, Schriftsteller, Jurist, Sprachgelehrter. Für die Neubesetzung der Stelle nach seinem Tod galt Bach dem Rat der Stadt Leipzig als „zweite Wahl“.

Kuhnaus Geburtstag jährte sich am 5. Juni 2010 zum 350. Mal. Aus diesem Grund hat Thomas Kerzel eine frühere Entdeckung hervorgeholt: den Roman aus seiner, wie Kuhnau selbst sagte, „satyrischen Feder“ mit dem Titel „Der musicalische Quack-Salber“.

Der Titelheld Caraffa, der seine musikalische Ausbildung standesgemäß in Italien genossen haben will, blamiert sich in dem 54 Kapitel umfassenden Roman ein ums andere Mal, bekommt einen Prozess wegen des zwangsläufig ausbleibenden Erfolgs seines Kompositionsunterrichts an den Hals, begegnet einem „losen Stäncker“, verpasst ein Liebesabenteuer, weil er in seiner Tollpatschigkeit die Verführungskünste einer verheirateten Edelfrau nicht versteht, wird aber am Ende durch „wohlgemeynte Lehr=Sätze“ eines Pfarrers „geläutert“.

Die musikalische Seite Kuhnaus repräsentieren die „Biblischen Sonaten“ für „Clavier“, worunter man damals die Tasteninstrumente zusammenfasste, also Cembalo und Orgel. Sechs bildhafte und plastische biblische Geschichten hat Kuhnau in seinen Kompositionen sinnfällig in Musik gesetzt und jeweils in einem prägnanten Vorwort, das in unserem Konzert den Hörern dargeboten wird, ihre Inhalte erläutert. Maria Plett, Konzertpianistin und als Klavierlehrerin Kollegin von Thomas Kerzel am Celtis-Gymnasium, spielt auf dem heutigen „Clavier“, dem Flügel, eine Auswahl daraus mit den Titeln „Der Streit zwischen David und Goliath“, „Der von David vermittelst der Music curierte Saul“ und „Jacobs Heirat“.

Passend zur italienischen Hochstapelei Caraffas erklingt auch Bachs „Italienisches Konzert“, das wird alle Musikfreunde freuen, ob sie Caraffa oder Kuhnau kennen oder nicht.

Zum Kulturprogramm des Schlosses: http://www.barockschloss.de/Jahrespr.htm

Video: Johann Sebastian Bachs "Italienisches Konzert"




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Freitag, 16. Juli 2010

Web 2.0 für kleine Kulturveranstalter

Mein Vortrag auf der stARTconference in Duisburg



Axel Kopp stellt nach und nach die Sprecher der stARTconference (9./10. September 2010 in der Mercatorhalle in Duisburg) im stARTblog vor. Heute stellte er nun auch eine Übersicht meines Vortrages, der für den 10.9.10 um 14:50 Uhr geplant ist, online. Die wesentlichen Elemente meines Vortrags mit dem Titel „Web 2.0 für kleine Kulturveranstalter am Beispiel des fränkischen Landschlosses Zeilitzheim” werden sein:

1. Kurze Vorstellung von Schloss Zeilitzheim
2. Chancen für kleine Kulturveranstalter durch Social Media und die Herausforderungen
3. Das ubiquitäre Internet
4. Was müssen kleine Kulturveranstalter tun, um sich vorzubereiten?
5. Welche Visionen haben wir für die Zukunft?

Dies sind nur die Überschriften. Eine kleine Vorschau darauf, welche Punkte ich zu diesen ansprechen werde, gibt es im Original Blogartikel von Axel Kopp.

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Mittwoch, 14. Juli 2010

Erfrischung für Leib, Geist und Seele

Ideen für eine kühlende Sommertagestour gesucht!



Die Tage dieses Sommers sind heiß. Die Straßen sind tagsüber wie leer gefegt. Vielen ist es einfach zu heiß um sich in heißen Blechdosen fort zu bewegen und auf dem Hitze abstrahlenden Asphalt zu laufen. Dennoch kommen Gäste, die ihren Urlaub von langer Hand geplant hatten, trotzdem zu uns ins Frankenland nach Zeilitzheim und wollen etwas erleben. Deshalb kam mir heute eine Idee für einen Tagesausflugsvorschlag für unsere Gäste: die "kühlende Sommertagestour".

Die Idee dahinter: welche Orte kann man möglichst in der Nähe Zeilitzheims besuchen ohne seine letzten Hirnzellen dem Sonnengott zu opfern und dennoch etwas zu erleben? Welche Orte / Aktivitäten sollten in einer solchen Tagestour enthalten sein? Start und Endpunkt ist das Schloss, ist ja klar, denn hier sind die Reisenden ja hoffentlich auch untergebracht! ;-)

Es folgen die ersten Ergebnisse meines Brainstormings, teilweise noch ohne konkrete Inhalte. Ich bin nämlich auch an den Ideen meiner Blogleser interessiert. Wer mir (per Kommentar, twitter, email, XING, Facebook etc. - nur bitte kein Fax!) Ideen für die noch zu veröffentlichende "kühlende Sommertagestour" schickt wird am Ende dieser genannt (falls er/sie dies wünscht, natürlich sind anonyme Kommentare oder Ideen ohne Quellenangabe auch möglich).

Also. Das Brainstorming. Kühlen... was kühlt Leib, Geist, und Seele?

Ist es wirklich sehr heiß empfiehlt sich natürlich ein früher Start in den Tag. Wer esoterisch veranlagt ist oder einfach gerne naturnah lebt könnte noch vor dem Frühstück eine Yoga oder Tai Chi Übung barfuß im noch taunassen Gras des Schlossgartens machen. Das Frühstück ist danach sicher ein besonderer Genuss. Und es bildet eine wichtige Grundlage für den Tag. Natürlich sollte man den Tag über auch ausreichend Flüssigkeiten (bevorzugt Wasser) zu sich nehmen.

Fortbewegen könnte man sich ohne große Kraftanstrengung auch mit einem E-Bike. Diese elektrischen Fahrräder kann man sich inzwischen in unserer Region an verschiedenen Stellen ausleihen. Akkuladestationen gibt es auch. Über das Projekt "Movelo-Region Main Rhön" werde ich noch ausführlicher berichten.

Es sollten bei der Tagestour mehrere Stationen dabei sein, an denen der träge Wanderer mal seine nackten Füße in möglichst kaltes Wasser hängen lassen kann. Ohne dabei verachtende Blicke von den Einheimischen zu bekommen. Ein Schwimmbad oder Badebesuch sollte natürlich auch auf dem Programm stehen. Für die Naturnahen bietet sich hier der Mainarm bei Fahr oder die Baggerseen bei Sennfeld an. Für den klassischen Badespaß: die Freibäder in Volkach oder Gerolzhofen (es gibt weitere große "Wellnessoasen" in der Region, aber wir wollen ja nicht zu lange im Auto sitzen).

Einkehren sollte man zwischendurch auch können. An einem kühlen, schattigen Ort wo es leichte regionale Kost gibt. Oder an mehreren solchen Orten! Leider kenne ich noch keinen Ort an dem der von Kati neulich ausprobierten Kohlrabisalat serviert wird. Dieser knackige Salat aus geraspelten Kohlrabis mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer (wahlweise etwas Wasser oder Joghurt dazu geben) ist sehr erfrischend.

Pflichtprogrammpunkt: Eiskrem. Ganz klar. Nicht jedes 08/15 Eis sollte es sein, kein Ed v. Schleck aus der Supermarkttruhe. Lieber ein fruchtiges Sorbet, ein Lavendel- oder Silvanereis oder ein anderer regionaler Geheimtipp. In Röthlein gibt es zum Beispiel das im biologischen Anbau gefertigte Bauernhofeis der Familie Götz. Kati hat von dort heute frischen Dill und Gurken (auch ein Frischegeheimtipp) sowie einen Becher Johannisbeersorbet mitgebracht. Lecker!

Kunstgenuss in kühlen Mauern: Museen sind meist angenehm kühl. So auch das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt. Hier lässt sich daher die Kunst (Schwerpunkt 19. Jahrhundert) angenehm betrachten. Vielleicht lässt sich ja eine "Kühle Kunsttour" durch das Museum vorbereiten? Eine Farbe, die mit kühl assoziiert wird ist zum Beispiel Blau. Oder Gelb (erfrischend). Das ganze ließe sich zu einer interaktiven, wachsenden Schnitzeljagd ausbauen: jeder, der daran teil nimmt, könnte seine drei Lieblingsbilder aus dem Museum zum Thema "kühl und erfrischend" auf einer Pinnwand posten und schildern, warum er diese gewählt hat. Das "Mädchen mit einer Schüssel Kirschen" von Otto Scholderer, 1882, das das Plakat zur aktuellen Ausstellung "Meisterwerke der Portraitkunst" ziert, finde ich zum Beispiel, der Kirschen wegen, recht erfrischend.

Der Ausklang kann ja in den kühlen Mauern des Schlosses sein oder im bis dahin abgekühlten Arkadenhof oder Schlossgarten. Es muss ja nun auch nicht mehr Auto gefahren werden, also bietet sich ein oder mehrere Gläser eines frischen Sommerweines dazu an. Natürlich habe ich dazu auch schon einen konkreten Vorschlag.

Diese Tagestour möchte ich also noch ganz konkret mit Reiseinformation, Anschriften, Preisen, Geheimtipps etc. ausarbeiten. Vielleicht haben aber auch die Blogleser noch Ideen für mich, entweder in Form konkreter Vorschläge derer, die die Region kennen, oder einfach struktureller Natur als Ergänzung meines "Kühle" Themas. Ich freue mich auf die Zuschriften!

Die LandWirt'n

Montag, 12. Juli 2010

Metallkunst für das Schloss

Heute war der Metallkünstler meines Vertrauens, Stephan Nüßlein, mit seiner Frau Petra im Schloss zu Besuch. Ich hatte ihn vor einiger Zeit beauftragt einen neuen Ausleger für das Hotel zu fertigen. Und weil er wirklich ein Künstler ist und viele Projekte hat und ich auch keinerlei Eile mit diesem Projekt habe, habe ich ihm auch keine Frist bzw. Wunschdatum für die Fertigstellung des Projekts gegeben. Wichtiger ist mir, dass die Idee in ihm und mir reift und gedeiht. Es sollte keinerlei Termindruck geben. Umso schöner ist es dann, wenn man "aus heiterem Himmel" einen positiven Zwischenbericht und erste sichtbare Ergebnisse bekommt.

Stephan hat mir per maßstabsgetreuer Skizze gezeigt, wie der Ausleger aussehen soll. Zur Befestigung (Ort, Höhe, Entfernung von der Hauswand) hatte er noch einige zusätzliche und neue Ideen, die ich bisher noch gar nicht berücksichtigt hatte. Aber deswegen ist es ja wichtig, dass man sich Fachleute ins Haus holt.

Ich zeigte ihm dann noch meine Idee einer neuen Grafik für das Schild, die auch schon unser neues (aber noch nicht im Einsatz befindliches) Briefpapier ziert und auch auf Fahnen gedruckt werden soll. Stephan und Petra fanden die Idee der Einbindung dieser Grafik gut. Wir haben diese Grafik auf dem iPad noch etwas etwas gestutzt und auch bei der Farbe wird es wohl noch Änderungen geben. Man darf gespannt sein... ich werde das Rätsel jedoch hier im Blog noch auflösen und das fertige Ergebnis noch vorstellen.

Vorerst verweise ich ich auf das noch vorhandene, ganz nette aber etwas biedere und schon rostige Schild mit der Aufhängung "von der Stange". Hier ein Foto:

Hotel

Sonntag, 11. Juli 2010

Hitzefrei!

Bis vor Kurzem drehte sich alles nur noch um den Fussball. Bis die deutsche Mannschaft das Halbfinalspiel verlor. Mit deutlich reduzierter Begeisterung schaute man dann noch das Spiel um den 3. Platz, das aus fussballerischer Sicht einen für die WM ungewöhnlich hohen Unterhaltungswert hatte. Nach dem heutigen Abend ist die WM ohnehin vorbei. Da dreht sich alles *nur* noch um die Hitze.

Als es bis Mai und teilweise Juni noch so furchtbar kalt war, sagte ich allen, die es hören wollten: "wartet's ab: es wird bestimmt der heißeste Sommer seit 2003!". Ich fürchte ich habe Recht behalten mit meiner Vorhersage. Alles stöhnt und flucht über die Hitze. Air Conditioning kennen wir ja - bis auf in Einkaufspassagen und C&A Läden - in diesem Land noch kaum. Ich finde es ja mal eine ganz nette Abwechslung. Es ist ähnlich den Sommern im südlichen Colorado, da auch nicht so feucht. Des Nachts schlafe ich statt Bettdecke mit einem Laken, genau so wie 1994/1995 in Haiti, als ich dort im Rahmen eines UNO Blauhelmeinsatzes mit einem Cavalry Regiment der U.S. Army über ein halbes Jahr (oder war es ein Jahr? Die Erinnerung verblasst) im "War Eagle Base" in Port au Prince im Zelt lebte. Doch dort herrschte eine solch hohe Luftfeuchtigkeit, dass man durch die Luft regelrecht hindurch watete. Und die Malariamücken und Tsetsefliegen waren eine Plage, die ich hier im biederen und sicheren Deutschland nicht misse.

Es ist also durchaus angenehm, diese Hitze, vor allem in den kühlen Mauern des Schlosses. Und am Abend kühlt es ja wieder ab, so dass man bequem im Garten oder Arkadenhof sitzen kann. Ein frisches Weinschorle oder ein Sommerwein wie der spritzige Silvaner der Winzergruppe "der franke" hilft dabei.

Auf den Sommer!

Just Before Harvest

Donnerstag, 8. Juli 2010

Ein guter Zusammenschluss

Tourismus Strategie-Workshop



Über die Entstehungshürden auf politischer Seite zum Zusammenschluss der gemeinsamen Tourist-Information für Schweinfurt Stadt und Land hatte ich hier im Blog berichtet. Mit großer Freude kann ich nun berichten, dass es an der Basis und der Führung des inzwischen gegründeten Tourismus-Zweckverbandes und der neuen gemeinsamen Tourist-Information in Schweinfurt keinerlei Probleme gibt. Im Gegenteil: die Zusammenarbeit ist harmonisch und zielorientiert.

In den vergangenen zwei Tagen nahm ich mit rund 20 weiteren Partnern von Schweinfurt360° (http://schweinfurt360.de/) an einem Strategie-Workshop teil. Gemeinsam erarbeiten wir Ziele und auch schon konkret ausgearbeitete Ideen für die zukünftige Arbeit. Selten habe ich solch ein konstruktives, diszipliniertes und erfolgreiches Workshop besucht. Ein besonderer Dank gilt hier auch der Moderatorin Bettina Wendt. Der hohe Grad an Kompetenz und Professionalität der beteiligten Personen erlaubte ein erfolgreiches Arbeiten und macht mir große Hoffnung (nein: gibt mir Sicherheit!) für die nachhaltige Zusammenarbeit in Sachen Tourismus in Stadt und Land.

Die bisherigen Ergebnisse möchte ich hier nicht vorwegnehmen. Ich möchte den Touristikerinnen Tanja Dannhäuser und Bettina Beuerlein sowie ihren Mitarbeiterinnen (die alle noch persönlich auf den Seiten der TI vorgestellt werden sollen) unter der Leitung von Hans Schnabel und Konrad Bonengel jedoch schon herzlich danken für die gute Arbeit für die Region und für das offene Miteinander mit den Partnern. Wir haben noch viel vor und ich freue mich, hier auch ein wenig mitwirken zu dürfen!

Ein Querschnitt meiner bisherigen Blogartikel zum Thema Tourismus findet sich hier: http://zeilitzheim.blogspot.com/search?q=tourismus

Sea of Red